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			<description>&lt;p&gt;Da die Debatte über das Thema Abtreibung wieder einmal aufflammt - und wiedereinmal Menschen mit Behinderungen in dieser Debatte instrumentalisiert werden möchte ich dazu einen Thread den ich vor 2 Jahren auf Twitter geschrieben habe hier reposten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diesen Thread halte ich persönlich für einen der wichtigsten, die ich jemals auf Twitter geschrieben habe. Das hat nicht zuletzt den persönlichen Grund, dass ich selbst einmal ein vehementer Abtreibungsgegner war...&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;und diese sehr durchdachte Haltung unter dem Eindruck eigener Erfahrungen als Vater eines schwerbehinderten Kindes radikal revidiert habe.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Zu den Menschen, die in unserem Land wahrscheinlich praktisch am wenigsten #Freiheit und Möglichkeit zu Selbstentfaltung genießen gehören Mütter schwerbehinderter Kinder. Manche dieser Mütter würde einen Gefängnis-Insassen um dessen Freiheit beneiden. 🧵&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Im Zusammenhang mit der Rücknahme der Roe vs Wade-Entscheidung durch das Oberste US Gericht und der damit eröffneten Möglichkeit für US-Bundesstaaten restriktive #Abtreibungsgesetze durchzusetzen wurde intensiv darüber diskutiert was dies in einzelnen Fällen für die Gesundheit...&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;...von Frauen bedeutet. Im Falle der &amp;quot;embryopathischen Indikation&amp;quot; diskutieren wir aber nicht nur über die (psychische) Gesundheit von Frauen sondern unter Umständen über noch mehr - über das unveräußerliche Recht der Selbstentfaltung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich bin Vater eines schwerbehinderten Kindes, Ärzte haben uns nach der Pränataldiagnostik regelrecht zu einer besonders grausamen Form der Spätabtreibung gedrängt. Wir haben uns richtig und gegen einen Schwangerschaftsabbruch entschieden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich bin eigentlich - zumal vor dem Hintergrund meiner durchaus sehr glücklichen Elternschaft und dem damit verbundenen Engagement für #behindertenrechte ein Gegner von #Abtreibung insbesondere dem durch &amp;quot;embryopathische Indikation&amp;quot;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Es gibt kein Menschenrecht auf &amp;quot;gesunde&amp;quot; Kinder. Die frühzeitige Selektion und der #Fetozid nach entsprechender Diagnostik sind eine Form der #Eugenik die ich eigentlich ablehne.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Eigentlich! Aber hier kommt die traurige Realität ins Spiel die sich gerade auch in der #Pandemie nicht gerade zum besseren gewendet hat. Ich erlebe diese Realität in den Selbsthilfe-Gruppen und Chatgroups. Wer ein behindertes Kind in diese #ableistische Gesellschaft zur Welt...&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;...bringt hat in vielen Fällen als Mutter sein Recht auf Selbstentfaltung und gesellschaftlicher Teilhabe verwirkt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich rede bewusst von Müttern. Klar gibt es auch Väter für die das gilt, aber im Normalfall sind es Mütter.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Klar gibt es auch Fälle in denen die Mütter und die Kinder das Glück haben tolle Partner, eine großartige Familie, hinreißende Arbeitgeber oder eine Menge Geld zu haben - im Normalfall haben sie kein Glück.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Letztens hat mir eine Ärztin von einer alten 85 jährigen Frau erzählt, die verzweifelt am Sterbebett ihres an einer Sepsis erkrankten Sohnes, der eine Trisomie 21 hatte saß. Als er schließlich gestorben war sagte die Frau nun dürfe sie auch sterben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dieses Bild ist leider noch immer eine Realität in unserem Land - und es wird nichts unternommen daran etwas zu ändern.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Unsere Tochter lässt uns viel Freiheit: sie hat eine körperliche Behinderung ist geistig aber altersgemäß entwickelt und demnach - man verzeihe mir die Formulierung - berechenbar. Sie braucht nicht viel mehr Aufsicht als andere Kinder sie ist friedlich und vorsichtig.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ihre medizinische Versorgung ist durchaus aufwändig bedarf der Konstanz und Disziplin aber wir müssen uns nicht ständig Sorgen um ihr Leben machen. Das lässt uns Freiheit.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dennoch trennt uns unsere Realität, die Auseinandersetzung mit Behörden, Ärzten, Kassen die Sorgen, die Verantwortung und daraus resultierend eine andere Perspektive auf Gesellschaft und Politik von unseren Freunden. Mein einst riesiger Freundeskreis ist übersichtlich geworden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Bedrohungslagen wie der #Ukrainekrieg die #Pandemie oder der Klimawandel fühlen sich für Eltern eines Kindes dessen Leben von der stetigen Versorgung mit teuren medizinischen Hilfsmitteln abhängt einfach anders an.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Für egoistischen Hedonismus den manche mit Freiheit verwechseln habe ich kein Verständnis mehr. Die Freunde werfen mir wiederum Egoismus vor, weil ich formuliere, daß #Inklusion mit Verhaltensänderung und Einschränkungen für die Mehrheit einher geht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich getraue mich nicht Alkohol zu trinken, unsere Möglichkeiten Urlaub zu machen sind beschränkt, meine &amp;quot;Karriere&amp;quot; und erst recht die meiner Frau liegt auf Eis, der letzte Paarabend mit meiner Frau liegt über 8 Jahre zurück und keiner wagt es alleine auszugehen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Abends vorm ins Bett gehen prüfe ich wo der Autoschlüssel liegt falls wir in der Nacht schnell mit der Tochter in die Klinik müssen...&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Aber wir Eltern haben Freizeit: wir können lesen, lange Tweets auf Twitter schreiben oder mit dem Hund spazieren gehen. Es geht uns darum...&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;...viel besser als so vielen anderen Eltern, viel besser als den vielen alleinerziehenden Müttern behinderter Kinder.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wenn wir also die Abtreibung von behinderten Kindern moralisch verurteilen, sollten wir bedenken, daß wir damit zugleich fordern, daß einige Mütter...&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ihr Leben, ihren Beruf, ihre Hobbys, ihre finanzielle Sicherheit, ihre Partnerschaft, ihren Freundeskreis, ihre Freizeit, ihre Freiheit aufgeben sollen - oft lebenslänglich. Das zu fordern ist unmoralisch!&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wenn die Gesellschaft, die Katholische Kirche, die @CDU oder wer auch immer sich nicht mit der z.T. grausamen Praxis des Fetozids abfinden möchte, dann wäre es ihre verdammte Pflicht dafür Sorge zu tragen, daß die Mütter, die sich für ihr behindertes Kind entscheiden...&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;in Würde weiterleben können - ohne Angst vor Armut, Stigma, Ausgrenzung und Überlastung. Die Last als solche ist dann noch immer schwer genug.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Bis dahin bleibt es dabei, daß wenn mich Mütter, deren pränatale Untersuchung die Diagnose meiner Tochter ergeben hat mich anrufen (und ich bekomme solche Anrufe) dass ich ihnen rate sich nicht zu überlegen, was für das Kind das Beste ist, sondern sich zu überlegen...&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ob sie bereit sind ihr Leben ihre Freiheit für ihr behindertes Kind zu opfern. Ich erkläre ihnen, daß es keine Ethik gibt aus der der moralische Imperativ hergeleitet werden könnte, daß Frauen zu diesem Opfer verpflichtet wären.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Unmoralisch sind nicht die Mütter die sich gegen das Kind entscheiden - sondern die Gesellschaft die Mütter vor diese grausame Alternative stellt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://twitter.com/semanthis/status/1548471551271456774&quot;&gt;https://twitter.com/semanthis/status/1548471551271456774&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;P.S. nur um dies einmal klarzustellen weil es seinerzeit in den Drukos unter dem Thread die Diskussion darüber gab: Meine Position ist NICHT, dass ich schwangeren Frauen mit behinderten Kindern das Recht auf Abtreibung zuspreche und allen anderen nicht...sondern:&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;meine Vorbehalte gegen Abtreibung bewegten sich ausschließlich um das Problem der #Eugenik herum. Jeseits dieses Themas habe ich zu Abtreibung keine relevante Meinung weil ich ein Mann bin!&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Thu, 11 Apr 2024 09:55:34 GMT</pubDate>
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			<source:markdown>Da die Debatte über das Thema Abtreibung wieder einmal aufflammt - und wiedereinmal Menschen mit Behinderungen in dieser Debatte instrumentalisiert werden möchte ich dazu einen Thread den ich vor 2 Jahren auf Twitter geschrieben habe hier reposten.&#10;&#10;Diesen Thread halte ich persönlich für einen der wichtigsten, die ich jemals auf Twitter geschrieben habe. Das hat nicht zuletzt den persönlichen Grund, dass ich selbst einmal ein vehementer Abtreibungsgegner war...&#10;&#10;und diese sehr durchdachte Haltung unter dem Eindruck eigener Erfahrungen als Vater eines schwerbehinderten Kindes radikal revidiert habe.&#10;&#10;Zu den Menschen, die in unserem Land wahrscheinlich praktisch am wenigsten #Freiheit und Möglichkeit zu Selbstentfaltung genießen gehören Mütter schwerbehinderter Kinder. Manche dieser Mütter würde einen Gefängnis-Insassen um dessen Freiheit beneiden. 🧵&#10;&#10;Im Zusammenhang mit der Rücknahme der Roe vs Wade-Entscheidung durch das Oberste US Gericht und der damit eröffneten Möglichkeit für US-Bundesstaaten restriktive #Abtreibungsgesetze durchzusetzen wurde intensiv darüber diskutiert was dies in einzelnen Fällen für die Gesundheit...&#10;&#10;...von Frauen bedeutet. Im Falle der &quot;embryopathischen Indikation&quot; diskutieren wir aber nicht nur über die (psychische) Gesundheit von Frauen sondern unter Umständen über noch mehr - über das unveräußerliche Recht der Selbstentfaltung.&#10;&#10;Ich bin Vater eines schwerbehinderten Kindes, Ärzte haben uns nach der Pränataldiagnostik regelrecht zu einer besonders grausamen Form der Spätabtreibung gedrängt. Wir haben uns richtig und gegen einen Schwangerschaftsabbruch entschieden.&#10;&#10;Ich bin eigentlich - zumal vor dem Hintergrund meiner durchaus sehr glücklichen Elternschaft und dem damit verbundenen Engagement für #behindertenrechte ein Gegner von #Abtreibung insbesondere dem durch &quot;embryopathische Indikation&quot;.&#10;&#10;Es gibt kein Menschenrecht auf &quot;gesunde&quot; Kinder. Die frühzeitige Selektion und der #Fetozid nach entsprechender Diagnostik sind eine Form der #Eugenik die ich eigentlich ablehne.&#10;&#10;Eigentlich! Aber hier kommt die traurige Realität ins Spiel die sich gerade auch in der #Pandemie nicht gerade zum besseren gewendet hat. Ich erlebe diese Realität in den Selbsthilfe-Gruppen und Chatgroups. Wer ein behindertes Kind in diese #ableistische Gesellschaft zur Welt...&#10;&#10;...bringt hat in vielen Fällen als Mutter sein Recht auf Selbstentfaltung und gesellschaftlicher Teilhabe verwirkt.&#10;&#10;Ich rede bewusst von Müttern. Klar gibt es auch Väter für die das gilt, aber im Normalfall sind es Mütter.&#10;&#10;Klar gibt es auch Fälle in denen die Mütter und die Kinder das Glück haben tolle Partner, eine großartige Familie, hinreißende Arbeitgeber oder eine Menge Geld zu haben - im Normalfall haben sie kein Glück.&#10;&#10;Letztens hat mir eine Ärztin von einer alten 85 jährigen Frau erzählt, die verzweifelt am Sterbebett ihres an einer Sepsis erkrankten Sohnes, der eine Trisomie 21 hatte saß. Als er schließlich gestorben war sagte die Frau nun dürfe sie auch sterben.&#10;&#10;Dieses Bild ist leider noch immer eine Realität in unserem Land - und es wird nichts unternommen daran etwas zu ändern.&#10;&#10;Unsere Tochter lässt uns viel Freiheit: sie hat eine körperliche Behinderung ist geistig aber altersgemäß entwickelt und demnach - man verzeihe mir die Formulierung - berechenbar. Sie braucht nicht viel mehr Aufsicht als andere Kinder sie ist friedlich und vorsichtig.&#10;&#10;Ihre medizinische Versorgung ist durchaus aufwändig bedarf der Konstanz und Disziplin aber wir müssen uns nicht ständig Sorgen um ihr Leben machen. Das lässt uns Freiheit.&#10;&#10;Dennoch trennt uns unsere Realität, die Auseinandersetzung mit Behörden, Ärzten, Kassen die Sorgen, die Verantwortung und daraus resultierend eine andere Perspektive auf Gesellschaft und Politik von unseren Freunden. Mein einst riesiger Freundeskreis ist übersichtlich geworden.&#10;&#10;Bedrohungslagen wie der #Ukrainekrieg die #Pandemie oder der Klimawandel fühlen sich für Eltern eines Kindes dessen Leben von der stetigen Versorgung mit teuren medizinischen Hilfsmitteln abhängt einfach anders an.&#10;&#10;Für egoistischen Hedonismus den manche mit Freiheit verwechseln habe ich kein Verständnis mehr. Die Freunde werfen mir wiederum Egoismus vor, weil ich formuliere, daß #Inklusion mit Verhaltensänderung und Einschränkungen für die Mehrheit einher geht.&#10;&#10;Ich getraue mich nicht Alkohol zu trinken, unsere Möglichkeiten Urlaub zu machen sind beschränkt, meine &quot;Karriere&quot; und erst recht die meiner Frau liegt auf Eis, der letzte Paarabend mit meiner Frau liegt über 8 Jahre zurück und keiner wagt es alleine auszugehen.&#10;&#10;Abends vorm ins Bett gehen prüfe ich wo der Autoschlüssel liegt falls wir in der Nacht schnell mit der Tochter in die Klinik müssen...&#10;&#10;Aber wir Eltern haben Freizeit: wir können lesen, lange Tweets auf Twitter schreiben oder mit dem Hund spazieren gehen. Es geht uns darum...&#10;&#10;...viel besser als so vielen anderen Eltern, viel besser als den vielen alleinerziehenden Müttern behinderter Kinder.&#10;&#10;Wenn wir also die Abtreibung von behinderten Kindern moralisch verurteilen, sollten wir bedenken, daß wir damit zugleich fordern, daß einige Mütter...&#10;&#10;Ihr Leben, ihren Beruf, ihre Hobbys, ihre finanzielle Sicherheit, ihre Partnerschaft, ihren Freundeskreis, ihre Freizeit, ihre Freiheit aufgeben sollen - oft lebenslänglich. Das zu fordern ist unmoralisch!&#10;&#10;Wenn die Gesellschaft, die Katholische Kirche, die @CDU oder wer auch immer sich nicht mit der z.T. grausamen Praxis des Fetozids abfinden möchte, dann wäre es ihre verdammte Pflicht dafür Sorge zu tragen, daß die Mütter, die sich für ihr behindertes Kind entscheiden...&#10;&#10;in Würde weiterleben können - ohne Angst vor Armut, Stigma, Ausgrenzung und Überlastung. Die Last als solche ist dann noch immer schwer genug.&#10;&#10;Bis dahin bleibt es dabei, daß wenn mich Mütter, deren pränatale Untersuchung die Diagnose meiner Tochter ergeben hat mich anrufen (und ich bekomme solche Anrufe) dass ich ihnen rate sich nicht zu überlegen, was für das Kind das Beste ist, sondern sich zu überlegen...&#10;&#10;Ob sie bereit sind ihr Leben ihre Freiheit für ihr behindertes Kind zu opfern. Ich erkläre ihnen, daß es keine Ethik gibt aus der der moralische Imperativ hergeleitet werden könnte, daß Frauen zu diesem Opfer verpflichtet wären.&#10;&#10;Unmoralisch sind nicht die Mütter die sich gegen das Kind entscheiden - sondern die Gesellschaft die Mütter vor diese grausame Alternative stellt.&#10;&#10;https://twitter.com/semanthis/status/1548471551271456774&#10;&#10;P.S. nur um dies einmal klarzustellen weil es seinerzeit in den Drukos unter dem Thread die Diskussion darüber gab: Meine Position ist NICHT, dass ich schwangeren Frauen mit behinderten Kindern das Recht auf Abtreibung zuspreche und allen anderen nicht...sondern:&#10;&#10;meine Vorbehalte gegen Abtreibung bewegten sich ausschließlich um das Problem der #Eugenik herum. Jeseits dieses Themas habe ich zu Abtreibung keine relevante Meinung weil ich ein Mann bin!</source:markdown>
			</item>
		<item>
			<description>&lt;p&gt;Versorgung chronisch Kranker Kinder in der Schule: Kapitel 34587238223&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Seit Jahren befasse ich mich gezwungener Maßen mit der Problematik um medizinische Versorgung für chronisch kranke Kinder in der Schule.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Jahrelang war das staatliche Totalversagen auf diesem Felde Thema meiner Tweets und auch hier auf BlueSky blieb euch das Thema nicht erspart (1) Die Schilderung des konkreten Falles findet sich auf Twitter (2)&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Nach jahrelanger Tragödie steuerte die Geschichte um die Versorgung meiner Tochter vorletzte Woche auf einen Höhepunkt zu und es sah aus, als nehme das Ganze ein gutes Ende (3)&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich hatte unter anderem mit Unterstüzung von Twitter und Bluesky, aber auch durch Telefon- und Emailterror am Ende einen derart hohen politischen Druck aufgebaut, dass sich schließlich auch die Schulleitung diesem Druck zu beugen hatte.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Nun nimmt die Geschichte aber eine Wendung von der Tragödie hin zur Komödie. Man könnte das ganze auch als Farce bezeichnen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Konfliktpunkt war zuletzt die Frage nach einem Versorgunsraum.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Schulleitung sagte wahrheitswidrig, es gebe keinen freien Raum an der Schule. Als jemand der gezwungener Maßen die Schule sehr gut kennt wusste ich aber, dass sich im Erdgeschoss ein Raum findet, dessen bisherige Nutzung auch anderswo stattfinden könnte.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Tatsächlich fand Anfang vergangener Woche gemeinsam mit dem Gesundheitsamt eine Begehung der Schule statt und - oh Wunder irgendwie war dann doch ein Raum aufgetaucht, nicht der von dem ich wusste sondern ein anderer.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dieser befindet sich im 5 Stockwerk, hat keinen Wasseranschluss, ist sehr klein und wurde bisher als Meditationsraum (!) genutzt oder auch nicht genutzt.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Über eine geeignete Ausstattung verfügt dieser Raum bisher nicht. Aber es wurde mir und dem Pflegedienst in Aussicht gestellt, dass bis zum Ende der Herbstferien eine entsprechende Ausstattung gekauft würde.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Alles andere als Optimal - meine Tochter ist grundsätzlich in der Lage die Treppen in den 5.Stock zu gehen (ihr Klassenzimmer ist im ersten Stock), sollte aber ein anderes versorgungspflichtiges Kind an diese Schule kommen wird das zum Problem.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Aber genau das war vermutlich auch intendiert. Denn die Rektorin möchte auf keinen Fall das mehr chronisch kranke Kinder an die Schule kommen weshalb sie meine Bemühungen um entsprechende Versorgung seit 3 Jahren mit allen Mitteln sabotiert.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Nun ist ihnen scheinbar heute aufgefallen, dass der Raum so klein ist, dass man die benötigte Krankenliege nicht stellen kann. Das die Krankenschwester auch einen Aufenhaltsraum benötigt lassen wir mal außen vor.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Der medizinische Gesundheitsdienst des Gesundheitsamtes, der ursprünglich zugesagt hatte eine Krankenliege zu besorgen hat nun den Ball weiter an die Schulleitung gespielt und diese versucht nun den Ball an den Pflegedienst weiterzureichen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Jedenfalls schrieb Sie heute eine Mail, der Pflegedienst solle sich doch bitte nach einer verkürzten Krankenliege schauen. Meine Tochter ist 1,6M groß, vermutlich wird eine maßangefertigte Liege nicht ganz billig werden...&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich selbst werde mich mit dieser Frage nicht weiter auseinandersetzen, denn ich weiß ja, dass sich im Erdgeschoss ein geeigneter Raum befindet. Wenn die Schulleitung meint ein Kasperlestheater veranstalten zu müssen, sollen sie selbst schauen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich will grundsätzlich das Beste für meine Tochter, aber ich bin inzwischen wild entschlossen mich nicht mehr erpressen zu lassen. Um die Machtverhältnisse wieder richtig zu ordnen stelle ich mich auf den Standpunkt, daß mir der Schulbesuch meiner Tochter manchmal egal ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Falls nach den Herbstferien kein eingerichteter Raum an der Schule verfügbar ist, dann bleibt meine Tochter eben wieder zu Hause...&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Frage die sich Politiker wie Tobias Dollase (Schulstadtrat) oder auch Jörn Oltmann (Bezirksbürgermeister) stellen sollten ist die, wie lange sie sich eigentlich noch von einer Schulleiterin, die nächstes Jahr in den Ruhestand geht auf der Nase rumtanzen lassen wollen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Das die Geschichte überspannende Problem ist, daß der Senat die Problematik um chronisch kranke Kinder seit Jahren verdrängt. Die Haltung einer einzelnen Rektor*in oder Lehrer*in hinsichtlich Inklusion wäre bei weitem nicht so wesentlich, wenn es klare Vorgaben gäbe.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wenn es ein klares Bekenntnis des Senats zu #Inklusion gäbe, ein Bekenntnis das chronisch kranke Kinder ausdrücklich mitmeint.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Heute wurde der deutsche Schulpreis unter anderem der inklusiven Rothenburg Schule in Berlin-Steglitz verliehen. Ein medizinisches Versorgungsangebot für chronisch Kranke Kinder gibt es auch an dieser Schule nicht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Es sind eben nicht nur die Schulen die sich um Inklusion kümmern müssen, sondern der Senat muss das Thema jenseits schöner Sonntagsreden endlich ernst nehmen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Eine geordnete Krankenversorgung an Schulen wäre ein erster (und dazuhin für den Senat weitgehend kostenloser) Schritt in diese Richtung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Bis dahin überlassen wir dieses Thema dem Gutdünken von Schulleiter*innen, was wiederum mit Pech dazu führt, dass betroffene Familien und vor allem deren Kinder durch die Hölle gehen müssen.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Thu, 12 Oct 2023 16:20:31 GMT</pubDate>
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			<source:markdown>Versorgung chronisch Kranker Kinder in der Schule: Kapitel 34587238223&#10;&#10;Seit Jahren befasse ich mich gezwungener Maßen mit der Problematik um medizinische Versorgung für chronisch kranke Kinder in der Schule.&#10;&#10;Jahrelang war das staatliche Totalversagen auf diesem Felde Thema meiner Tweets und auch hier auf BlueSky blieb euch das Thema nicht erspart (1) Die Schilderung des konkreten Falles findet sich auf Twitter (2)&#10;&#10;Nach jahrelanger Tragödie steuerte die Geschichte um die Versorgung meiner Tochter vorletzte Woche auf einen Höhepunkt zu und es sah aus, als nehme das Ganze ein gutes Ende (3)&#10;&#10;Ich hatte unter anderem mit Unterstüzung von Twitter und Bluesky, aber auch durch Telefon- und Emailterror am Ende einen derart hohen politischen Druck aufgebaut, dass sich schließlich auch die Schulleitung diesem Druck zu beugen hatte.&#10;&#10;Nun nimmt die Geschichte aber eine Wendung von der Tragödie hin zur Komödie. Man könnte das ganze auch als Farce bezeichnen.&#10;&#10;Konfliktpunkt war zuletzt die Frage nach einem Versorgunsraum.&#10;&#10;Die Schulleitung sagte wahrheitswidrig, es gebe keinen freien Raum an der Schule. Als jemand der gezwungener Maßen die Schule sehr gut kennt wusste ich aber, dass sich im Erdgeschoss ein Raum findet, dessen bisherige Nutzung auch anderswo stattfinden könnte.&#10;&#10;Tatsächlich fand Anfang vergangener Woche gemeinsam mit dem Gesundheitsamt eine Begehung der Schule statt und - oh Wunder irgendwie war dann doch ein Raum aufgetaucht, nicht der von dem ich wusste sondern ein anderer.&#10;&#10;Dieser befindet sich im 5 Stockwerk, hat keinen Wasseranschluss, ist sehr klein und wurde bisher als Meditationsraum (!) genutzt oder auch nicht genutzt.&#10;&#10;Über eine geeignete Ausstattung verfügt dieser Raum bisher nicht. Aber es wurde mir und dem Pflegedienst in Aussicht gestellt, dass bis zum Ende der Herbstferien eine entsprechende Ausstattung gekauft würde.&#10;&#10;Alles andere als Optimal - meine Tochter ist grundsätzlich in der Lage die Treppen in den 5.Stock zu gehen (ihr Klassenzimmer ist im ersten Stock), sollte aber ein anderes versorgungspflichtiges Kind an diese Schule kommen wird das zum Problem.&#10;&#10;Aber genau das war vermutlich auch intendiert. Denn die Rektorin möchte auf keinen Fall das mehr chronisch kranke Kinder an die Schule kommen weshalb sie meine Bemühungen um entsprechende Versorgung seit 3 Jahren mit allen Mitteln sabotiert.&#10;&#10;Nun ist ihnen scheinbar heute aufgefallen, dass der Raum so klein ist, dass man die benötigte Krankenliege nicht stellen kann. Das die Krankenschwester auch einen Aufenhaltsraum benötigt lassen wir mal außen vor.&#10;&#10;Der medizinische Gesundheitsdienst des Gesundheitsamtes, der ursprünglich zugesagt hatte eine Krankenliege zu besorgen hat nun den Ball weiter an die Schulleitung gespielt und diese versucht nun den Ball an den Pflegedienst weiterzureichen.&#10;&#10;Jedenfalls schrieb Sie heute eine Mail, der Pflegedienst solle sich doch bitte nach einer verkürzten Krankenliege schauen. Meine Tochter ist 1,6M groß, vermutlich wird eine maßangefertigte Liege nicht ganz billig werden...&#10;&#10;Ich selbst werde mich mit dieser Frage nicht weiter auseinandersetzen, denn ich weiß ja, dass sich im Erdgeschoss ein geeigneter Raum befindet. Wenn die Schulleitung meint ein Kasperlestheater veranstalten zu müssen, sollen sie selbst schauen.&#10;&#10;Ich will grundsätzlich das Beste für meine Tochter, aber ich bin inzwischen wild entschlossen mich nicht mehr erpressen zu lassen. Um die Machtverhältnisse wieder richtig zu ordnen stelle ich mich auf den Standpunkt, daß mir der Schulbesuch meiner Tochter manchmal egal ist.&#10;&#10;Falls nach den Herbstferien kein eingerichteter Raum an der Schule verfügbar ist, dann bleibt meine Tochter eben wieder zu Hause...&#10;&#10;Die Frage die sich Politiker wie Tobias Dollase (Schulstadtrat) oder auch Jörn Oltmann (Bezirksbürgermeister) stellen sollten ist die, wie lange sie sich eigentlich noch von einer Schulleiterin, die nächstes Jahr in den Ruhestand geht auf der Nase rumtanzen lassen wollen.&#10;&#10;Das die Geschichte überspannende Problem ist, daß der Senat die Problematik um chronisch kranke Kinder seit Jahren verdrängt. Die Haltung einer einzelnen Rektor\*in oder Lehrer\*in hinsichtlich Inklusion wäre bei weitem nicht so wesentlich, wenn es klare Vorgaben gäbe.&#10;&#10;Wenn es ein klares Bekenntnis des Senats zu #Inklusion gäbe, ein Bekenntnis das chronisch kranke Kinder ausdrücklich mitmeint.&#10;&#10;Heute wurde der deutsche Schulpreis unter anderem der inklusiven Rothenburg Schule in Berlin-Steglitz verliehen. Ein medizinisches Versorgungsangebot für chronisch Kranke Kinder gibt es auch an dieser Schule nicht.&#10;&#10;Es sind eben nicht nur die Schulen die sich um Inklusion kümmern müssen, sondern der Senat muss das Thema jenseits schöner Sonntagsreden endlich ernst nehmen.&#10;&#10;Eine geordnete Krankenversorgung an Schulen wäre ein erster (und dazuhin für den Senat weitgehend kostenloser) Schritt in diese Richtung.&#10;&#10;Bis dahin überlassen wir dieses Thema dem Gutdünken von Schulleiter\*innen, was wiederum mit Pech dazu führt, dass betroffene Familien und vor allem deren Kinder durch die Hölle gehen müssen.</source:markdown>
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			<description>&lt;p&gt;#Elterntaxi: ich habe vor 3 Stunden meine Kinder zur Schule gebracht (zu Fuß), aber ich sitze noch immer hier und koche innerlich vor Wut.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Schule meiner Kinder befindet sich am Ende einer Sackgasse. Die Straße selbst ist ein verkehrsberuhigter Bereich, ausgewiesen durch ein enstprechendes Schild, dazuhin erkennbar an einem abgesenkten durchgängigen Bordstein.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Laut StVO §10 ist an solchen Stellen IMMER den Fußgängern Vorfahrt zu gewähren, aber wäre das noch nicht schlimm genug besagt auch §9 Abs. 3 StVO dazuhin, dass rechts abbiegende Autos kreuzenden Fußgängern Vorrang zu gewähren haben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;All das sah die SUV-Mutti in ihrer stinkenden Dreckskarre heute morgen deutlich anders. Ich mit rechts und links jeweils einem Kind wollte die Straße kreuzen, trat in die Kreuzung, hatte kurzen Blickkontakt mit der Autofahrerin und wollte losgehen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Fahrerin, die mich definitiv gesehen hat fuhr einfach weiter bis sie mich mit ihrem Wagen anrempelte und ich ihr auf die Scheibe haute. Nun ließ sie ihr Fenster runter...&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&amp;quot;Ich hätte sie doch gesehen&amp;quot; entgegnet sie mir empört. Ich erklärte ihr, dass sie in vielerlei Hinsicht keine Vorfahrt habe, verwies auf §10 und §9 StVO und wies sie dazuhin darauf hin, dass sie zu schnell fuhr.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Unbeeindruckt fuhr sie weiter. Ich brachte meine erschreckten Kinder über die Straße, rannte dem Auto hinterher und stelle die Mutter zur Rede. Sie bleibt bei ihrer Version: Ich hätte sie gesehen und sie verstünde darum nicht, warum ich dennoch auf die Straße getreten wäre.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich brüllte nun, fotografierte ihr Nummernschild und drohte ihr mit einer Anzeige. Nun wechselte sie den Modus vom kessen Autorowdy zur besorgten Mutter und bat, man möge doch in Anwesenheit der vielen Kinder bitte nicht brüllen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Andere in der Nähe stehende Eltern pflichten ihr bei, dabei habe ich die Frau weder beleidigt noch Fäkalsprache gebraucht. Aber Brüllen passt nicht in die schöne Bullerbü-Welt die wir unseren Kindern bereiten wollen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wir wollen Bullerbü, aber ein Bullerbü mit Autos, wo Muttis im SUV morgens vor der Schule eine Familie über den Haufen fahren, weil diese zwar Vorfahrt haben aber das Auto ja gesehen haben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Was genau ist eigentlich in den letzten Jahren im Straßenverkehr in Berlin passiert. Es ist hier schon lange nicht mehr lustig auf der Straße, aber die seit 2, 3 Jahren so mein Eindruck eskaliert das ganze.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auf der Straße vor unserem Haus fahren sicherlich 90% aller Autos zu schnell, mit die schlimmsten sind übrigens die Fahrer der BVG-Busse. Es werden die Kreuzungen zugeparkt, quer über den Gehsteig geparkt...&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;und spricht man die Autofahrer auf ihre Verkehrsverstöße an fühlen sie sich immerzu im Recht. Es gibt in Berlin ein massives Rechtsdurchsetzungsproblem. Selbst die Polizei hat in Berlin keinen Bock Verstöße zu ahnden.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Eine Polizistin hat mir erzählt, dass Fotoaufnahmen aus Geschwindigkeitskontrollen in noch nicht einmal 50% aller Fälle zur Anzeige gebracht werden - weil kein Personal verfügbar ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Es ist absurd, auf der einen Seite empört sich die halbe Republik über die Klimakleber und man beharrt darauf, dass es ein Rechtsbruch für eine gute Sache ein Rechtsbruch bleibt...&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;auf der anderen Seite geht uns der Millionenfache tägliche Rechtsbruch durch Autofahrer einfach glatt mal am Arsch vorbei. Wir akzeptieren es, dass Autorowdies Menschen verletzen und töten, Milliardenschäden produzieren, die Luft verpesten unnötigen Lärm produzieren und&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Innenstädte insbesondere für Kinder unlebenswert machen. Wir haben damals als Kinder auf der Straße gespielt. Würde ich meine Kinder heute auf der Straße spielen lassen würde vielleicht das Jugendamt kommen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich bin mit 3 Jahren gemeinsam mit meinen Geschwistern in den Kindergarten gegangen. Meine Kinder kann ich noch nicht einmal alleine über die nächste Straßenkreuzung gehen lassen, denn...&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;...ich beobachte täglich wie rechtsabbiegende Autos schnell mal noch bei Gelb oder Dunkelgelb mit viel zu hoher Geschwindigkeit über die Ampel fahren, rechtabbiegen und nicht auf Fußgänger achten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Unsere Kinder werden vom Auto-Terror ihrer Freiheit beraubt, sie können nicht unabhängig werden, müssen sich in ihrem Bewegungsdrang einschränken und verpassen so wichtige Sozialkontakte (denn anderen Kinder spielen auch nicht auf der Straße).&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wo ist der empörte Aufschrei, wenn Autos mit der kinetischen Energie eines Nato M107 Artillerie-Geschosses am Einschlagsort durch Wohngebiete rasen, wo sind die Politiker*innen, die Journalist*innen die fordern, dass man den Kindern die Freiheit zurück gibt?&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;100 Jahre #Autoterror haben unsere Städte deformiert, unsere Lebensgewohnheiten deformiert, die Kindheit der Kinder deformiert und offensichtlich auch unsere moralische Urteilskraft.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Es wird endlich Zeit für einen Aufstand gegen den #Autoterror und damit meine ich nicht, dass man Autos verbieten sollte, aber es sollte endlich verboten werden, dass Menschen ihr Auto als Werkzeug des Terrors einsetzen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Es wird endlich Zeit, dass Menschen das Recht für die Menschen in der Stadt einfordern, so dass nicht die Rechte des Autos an erster Stelle stehen. Und schon allein das wäre eigentlich ein Grund sich an die Straße zu kleben...&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 10 Oct 2023 09:29:53 GMT</pubDate>
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			<source:markdown>#Elterntaxi: ich habe vor 3 Stunden meine Kinder zur Schule gebracht (zu Fuß), aber ich sitze noch immer hier und koche innerlich vor Wut.&#10;&#10;Die Schule meiner Kinder befindet sich am Ende einer Sackgasse. Die Straße selbst ist ein verkehrsberuhigter Bereich, ausgewiesen durch ein enstprechendes Schild, dazuhin erkennbar an einem abgesenkten durchgängigen Bordstein.&#10;&#10;Laut StVO §10 ist an solchen Stellen IMMER den Fußgängern Vorfahrt zu gewähren, aber wäre das noch nicht schlimm genug besagt auch §9 Abs. 3 StVO dazuhin, dass rechts abbiegende Autos kreuzenden Fußgängern Vorrang zu gewähren haben.&#10;&#10;All das sah die SUV-Mutti in ihrer stinkenden Dreckskarre heute morgen deutlich anders. Ich mit rechts und links jeweils einem Kind wollte die Straße kreuzen, trat in die Kreuzung, hatte kurzen Blickkontakt mit der Autofahrerin und wollte losgehen.&#10;&#10;Die Fahrerin, die mich definitiv gesehen hat fuhr einfach weiter bis sie mich mit ihrem Wagen anrempelte und ich ihr auf die Scheibe haute. Nun ließ sie ihr Fenster runter...&#10;&#10;&quot;Ich hätte sie doch gesehen&quot; entgegnet sie mir empört. Ich erklärte ihr, dass sie in vielerlei Hinsicht keine Vorfahrt habe, verwies auf §10 und §9 StVO und wies sie dazuhin darauf hin, dass sie zu schnell fuhr.&#10;&#10;Unbeeindruckt fuhr sie weiter. Ich brachte meine erschreckten Kinder über die Straße, rannte dem Auto hinterher und stelle die Mutter zur Rede. Sie bleibt bei ihrer Version: Ich hätte sie gesehen und sie verstünde darum nicht, warum ich dennoch auf die Straße getreten wäre.&#10;&#10;Ich brüllte nun, fotografierte ihr Nummernschild und drohte ihr mit einer Anzeige. Nun wechselte sie den Modus vom kessen Autorowdy zur besorgten Mutter und bat, man möge doch in Anwesenheit der vielen Kinder bitte nicht brüllen.&#10;&#10;Andere in der Nähe stehende Eltern pflichten ihr bei, dabei habe ich die Frau weder beleidigt noch Fäkalsprache gebraucht. Aber Brüllen passt nicht in die schöne Bullerbü-Welt die wir unseren Kindern bereiten wollen.&#10;&#10;Wir wollen Bullerbü, aber ein Bullerbü mit Autos, wo Muttis im SUV morgens vor der Schule eine Familie über den Haufen fahren, weil diese zwar Vorfahrt haben aber das Auto ja gesehen haben.&#10;&#10;Was genau ist eigentlich in den letzten Jahren im Straßenverkehr in Berlin passiert. Es ist hier schon lange nicht mehr lustig auf der Straße, aber die seit 2, 3 Jahren so mein Eindruck eskaliert das ganze.&#10;&#10;Auf der Straße vor unserem Haus fahren sicherlich 90% aller Autos zu schnell, mit die schlimmsten sind übrigens die Fahrer der BVG-Busse. Es werden die Kreuzungen zugeparkt, quer über den Gehsteig geparkt...&#10;&#10;und spricht man die Autofahrer auf ihre Verkehrsverstöße an fühlen sie sich immerzu im Recht. Es gibt in Berlin ein massives Rechtsdurchsetzungsproblem. Selbst die Polizei hat in Berlin keinen Bock Verstöße zu ahnden.&#10;&#10;Eine Polizistin hat mir erzählt, dass Fotoaufnahmen aus Geschwindigkeitskontrollen in noch nicht einmal 50% aller Fälle zur Anzeige gebracht werden - weil kein Personal verfügbar ist.&#10;&#10;Es ist absurd, auf der einen Seite empört sich die halbe Republik über die Klimakleber und man beharrt darauf, dass es ein Rechtsbruch für eine gute Sache ein Rechtsbruch bleibt...&#10;&#10;auf der anderen Seite geht uns der Millionenfache tägliche Rechtsbruch durch Autofahrer einfach glatt mal am Arsch vorbei. Wir akzeptieren es, dass Autorowdies Menschen verletzen und töten, Milliardenschäden produzieren, die Luft verpesten unnötigen Lärm produzieren und&#10;&#10;Innenstädte insbesondere für Kinder unlebenswert machen. Wir haben damals als Kinder auf der Straße gespielt. Würde ich meine Kinder heute auf der Straße spielen lassen würde vielleicht das Jugendamt kommen.&#10;&#10;Ich bin mit 3 Jahren gemeinsam mit meinen Geschwistern in den Kindergarten gegangen. Meine Kinder kann ich noch nicht einmal alleine über die nächste Straßenkreuzung gehen lassen, denn...&#10;&#10;...ich beobachte täglich wie rechtsabbiegende Autos schnell mal noch bei Gelb oder Dunkelgelb mit viel zu hoher Geschwindigkeit über die Ampel fahren, rechtabbiegen und nicht auf Fußgänger achten.&#10;&#10;Unsere Kinder werden vom Auto-Terror ihrer Freiheit beraubt, sie können nicht unabhängig werden, müssen sich in ihrem Bewegungsdrang einschränken und verpassen so wichtige Sozialkontakte (denn anderen Kinder spielen auch nicht auf der Straße).&#10;&#10;Wo ist der empörte Aufschrei, wenn Autos mit der kinetischen Energie eines Nato M107 Artillerie-Geschosses am Einschlagsort durch Wohngebiete rasen, wo sind die Politiker\*innen, die Journalist\*innen die fordern, dass man den Kindern die Freiheit zurück gibt?&#10;&#10;100 Jahre #Autoterror haben unsere Städte deformiert, unsere Lebensgewohnheiten deformiert, die Kindheit der Kinder deformiert und offensichtlich auch unsere moralische Urteilskraft.&#10;&#10;Es wird endlich Zeit für einen Aufstand gegen den #Autoterror und damit meine ich nicht, dass man Autos verbieten sollte, aber es sollte endlich verboten werden, dass Menschen ihr Auto als Werkzeug des Terrors einsetzen.&#10;&#10;Es wird endlich Zeit, dass Menschen das Recht für die Menschen in der Stadt einfordern, so dass nicht die Rechte des Autos an erster Stelle stehen. Und schon allein das wäre eigentlich ein Grund sich an die Straße zu kleben...</source:markdown>
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