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			<description>&lt;p&gt;Warum es keine guten Philosophen geben kann: Jede Philosophe behauptet, die Dinge müssten so sein, wie sie es sagt – wo sie doch eigentlich wissen muss, dass das unmöglich ist. Denn eine philosophische Aussage kann immer stichhaltig in Zweifel gezogen werden, sie lässt sich nie beweisen. Andernfalls wäre sie keine philosophische, sondern eine wissenschaftliche Aussage.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wenn Nicht-Philosophen philosophische Aussagen für bare Münze nehmen, kann man ihnen das nicht verübeln. Eine professionelle Philosophe aber muss die philosophischen Kontroversen kennen und kann nicht glauben, dass irgendeine philosophische Aussage sich als unbedingt wahr erweisen liesse.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Da die Philosophie als Disziplin erfordert, dass man Aussagen macht, die Anspruch auf Wahrheit erheben, können all diejenigen, die tatsächlich Philosophie betreiben, allerhöchstens mittelmässige Philosophen sein. &lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Und die wirklich guten Philosophen, die sich über den prekären Status philosophischer Aussagen im Klaren sind, können aus eben diesem Grunde keine Philosophie betreiben. Was bedeutet, dass es keine guten Philosophen geben kann, die Philosophie betreiben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Was ist dann aber die Disziplin derjenigen Philosophen, die sich im Klaren sind, dass die Philosophie ihren eigenen Geltungsanspruch nicht einlösen, sich aber auch nicht von ihm freimachen kann? Sicher nicht die Philosophie. Aber was dann? Das ist eine ernstgemeinte Frage.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Siehe auch David Lewis: “Whether or not it would be nice to knock disagreeing philosophers down by sheer force of argument, it cannot be done.” Und: “Once the menu of well-worked-out theories is before us, philosophy is a matter of opinion.”&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 31 Oct 2023 14:20:00 GMT</pubDate>
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			<pubDate>Tue, 31 Oct 2023 14:18:04 GMT</pubDate>
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