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			<description>&lt;p&gt;Social Media, Demokratie und Diktatur: &lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Öffentlichkeit entsteht heute in einer neuen Infrastruktur: TikTok, Instagram, Youtube, Facebook, Twitter, Reddit, Snapchat, LinkedIn, Telegram: die Sozialen Medien. 5 Milliarden Menschen verbringen heute im mehr Zeit mit den Sozialen Medien als mit Zeitung, Radio und TV.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Soziale Medien verdienen Geld mit Werbung, die sie ihren Nutzern zeigen. Darum versuchen sie, die Aufmerksamkeit ihrer Nutzer möglichst lange zu fesseln. Das gelingt am besten mit Hass, Empörung und Abgrenzung. &lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Darum bevorzugen die Algorithmen der Sozialen Medien Hass, Empörung und Abgrenzung täglich milliardenfach gegenüber informativen und langweiligen Wahrheiten. &lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wissenschaftler, Parteien, Behörden, Universitäten, Schulen, Medien, die informative und langweilige Wahrheiten bieten, werden von den Sozialen Medien benachteiligt und bleiben ungehört.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Influencer nutzen die Sozialen Medien, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu bekommen und Einfluss zu gewinnen. Das funktioniert am besten, wenn sie Hass, Empörung und Abgrenzung predigen. &lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme Hassprediger grenzen ihr angeblich „reines Volk“ von Ausländern und von allen anderen Parteien ab. Die Sozialen Medien fördern genau diesen Hass und diese Abgrenzung. Die Hassprediger kämpfen einen Wettkampf&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;um die extremste, wahnwitzigste Position und die damit verbundene Aufmerksamkeit. Was früher unsagbar war, wird im Laufe dieses Wettkampfs normal. Hassprediger locken ihre Zuhörer in eine Scheinwelt voller Kinderblut saugender Echsenmenschen: „Die Elite will mich mit geheimen Methoden zum Schweigen bringen“. In dieser Scheinwelt versucht jeder Hassprediger, seine Follower an sich zu binden und seine Nische zu besetzen: „Alle anderen lügen - glaubt nur mir!“&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Prediger von Hass und Empörung gewinnen zusätzlich Aufmerksamkeit auf den Sozialen Medien, wenn sie Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten angreifen, verleumden und bedrohen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Angegriffene Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten können nicht mit Hass antworten. Sie ziehen sich aus den Sozialen Medien zurück und verlieren an Macht und Geld.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auch die Menschen, die Hass, Empörung und Abgrenzung auf den Sozialen Medien nicht mehr konsumieren wollen, isolieren sich und schweigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme können ernsthaften Diskussionen auf den Sozialen Medien leicht die Aufmerksamkeit entziehen: Sie inszenieren sich als Opfer, drohen mit Gewalt, greifen Kritiker an und weichen in die Zweideutigkeit aus. Faire Diskussion verliert gegen freche Rotzbengel.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Informationsräume sind heute international zugänglich. Demokratien sind für ihre Wahlen auf informierte Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Darum sind sie verletzlich durch Propaganda und Desinformation.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diktaturen wie China und Russland versuchen, die Menschen in Demokratien mit Lügen zu verwirren und zu verunsichern und Misstrauen gegen Institutionen wie Staat, Medien, Universitäten und Forschung zu säen („the firehose of falsehoods“/„flood the zone with shit“). &lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die dabei benutzten Schlagworte kennt man: „Mainstream Media“, „Lügenpresse“, „Staatsfunk“,„Deep State“, „Big Tech“. Verwirrte, misstrauische Menschen sind manipulierbar und handlungsunfähig. So werden Demokratien handlungsunfähig.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Unternehmen auf der ganzen Welt verkaufen automatisierte Kampagnen zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung auf den Sozialen Medien. Durch künstliche Intelligenz wird ihre Arbeit zusätzlich vereinfacht. &lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Sozialen Medien stört das nicht, denn es hält mehr Nutzer länger am Bildschirm. In Demokratien lenkt es aber von realen Problemen ab. &lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Reale politische Probleme und Lösungen verlieren den Wettkampf um Aufmerksamkeit. Langweilige Wahrheit verliert gegen Hass, Empörung und Abgrenzung. Darum lösen wir als Gesellschaften wenig politische Probleme: Unsere ganze Aufmerksamkeit wird &lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;von Hass, Empörung und Abgrenzung beansprucht. Ungelöste Probleme wachsen sich zu Krisen aus. Jede Krise verliert die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, sobald eine neue Krise interessanter ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Traditionelle Medien - Zeitung, Radio und Fernsehen - setzen selbst keine Trends mehr. Sie folgen den Trends der Sozialen Medien - realen Nachrichten genauso wie Propaganda und Desinformation. &lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;So finden extreme Hassprediger aus ihrer Nische in die allgemeine Öffentlichkeit.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Manche Medien werden aufgekauft von reichen Menschen und Unternehmen auf der Suche nach Einfluss. Medien, die den Interessen ihrer Konsumenten dienen, können heute neben den Sozialen Medien kaum noch überleben.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Mon, 06 May 2024 20:24:16 GMT</pubDate>
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Die Hassprediger kämpfen einen Wettkampf&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;um die extremste, wahnwitzigste Position und die damit verbundene Aufmerksamkeit. Was früher unsagbar war, wird im Laufe dieses Wettkampfs normal. Hassprediger locken ihre Zuhörer in eine Scheinwelt voller Kinderblut saugender Echsenmenschen: „Die Elite will mich mit geheimen Methoden zum Schweigen bringen“. In dieser Scheinwelt versucht jeder Hassprediger, seine Follower an sich zu binden und seine Nische zu besetzen: „Alle anderen lügen - glaubt nur mir!“&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Prediger von Hass und Empörung gewinnen zusätzlich Aufmerksamkeit auf den Sozialen Medien, wenn sie Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten angreifen, verleumden und bedrohen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Angegriffene Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten können nicht mit Hass antworten. Sie ziehen sich aus den Sozialen Medien zurück und verlieren an Macht und Geld.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auch die Menschen, die Hass, Empörung und Abgrenzung auf den Sozialen Medien nicht mehr konsumieren wollen, isolieren sich und schweigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme können ernsthaften Diskussionen auf den Sozialen Medien leicht die Aufmerksamkeit entziehen: Sie inszenieren sich als Opfer, drohen mit Gewalt, greifen Kritiker an und weichen in die Zweideutigkeit aus. Faire Diskussion verliert gegen freche Rotzbengel.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Informationsräume sind heute international zugänglich. Demokratien sind für ihre Wahlen auf informierte Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Darum sind sie verletzlich durch Propaganda und Desinformation.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diktaturen wie China und Russland versuchen, die Menschen in Demokratien mit Lügen zu verwirren und zu verunsichern und Misstrauen gegen Institutionen wie Staat, Medien, Universitäten und Forschung zu säen („the firehose of falsehoods“/„flood the zone with shit“).&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die dabei benutzten Schlagworte kennt man: „Mainstream Media“, „Lügenpresse“, „Staatsfunk“,„Deep State“, „Big Tech“. Verwirrte, misstrauische Menschen sind manipulierbar und handlungsunfähig. So werden Demokratien handlungsunfähig.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Unternehmen auf der ganzen Welt verkaufen automatisierte Kampagnen zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung auf den Sozialen Medien. Durch künstliche Intelligenz wird ihre Arbeit zusätzlich vereinfacht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Sozialen Medien stört das nicht, denn es hält mehr Nutzer länger am Bildschirm. In Demokratien lenkt es aber von realen Problemen ab.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Reale politische Probleme und Lösungen verlieren den Wettkampf um Aufmerksamkeit. Langweilige Wahrheit verliert gegen Hass, Empörung und Abgrenzung. Darum lösen wir als Gesellschaften wenig politische Probleme: Unsere ganze Aufmerksamkeit wird&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;von Hass, Empörung und Abgrenzung beansprucht. Ungelöste Probleme wachsen sich zu Krisen aus. Jede Krise verliert die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, sobald eine neue Krise interessanter ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Traditionelle Medien - Zeitung, Radio und Fernsehen - setzen selbst keine Trends mehr. Sie folgen den Trends der Sozialen Medien - realen Nachrichten genauso wie Propaganda und Desinformation.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;So finden extreme Hassprediger aus ihrer Nische in die allgemeine Öffentlichkeit.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Manche Medien werden aufgekauft von reichen Menschen und Unternehmen auf der Suche nach Einfluss. 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			<pubDate>Mon, 06 May 2024 20:24:15 GMT</pubDate>
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Das gelingt am besten mit Hass, Empörung und Abgrenzung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Darum bevorzugen die Algorithmen der Sozialen Medien Hass, Empörung und Abgrenzung täglich milliardenfach gegenüber informativen und langweiligen Wahrheiten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wissenschaftler, Parteien, Behörden, Universitäten, Schulen, Medien, die informative und langweilige Wahrheiten bieten, werden von den Sozialen Medien benachteiligt und bleiben ungehört.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Influencer nutzen die Sozialen Medien, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu bekommen und Einfluss zu gewinnen. Das funktioniert am besten, wenn sie Hass, Empörung und Abgrenzung predigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme Hassprediger grenzen ihr angeblich „reines Volk“ von Ausländern und von allen anderen Parteien ab. Die Sozialen Medien fördern genau diesen Hass und diese Abgrenzung. 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Sie ziehen sich aus den Sozialen Medien zurück und verlieren an Macht und Geld.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auch die Menschen, die Hass, Empörung und Abgrenzung auf den Sozialen Medien nicht mehr konsumieren wollen, isolieren sich und schweigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme können ernsthaften Diskussionen auf den Sozialen Medien leicht die Aufmerksamkeit entziehen: Sie inszenieren sich als Opfer, drohen mit Gewalt, greifen Kritiker an und weichen in die Zweideutigkeit aus. Faire Diskussion verliert gegen freche Rotzbengel.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Informationsräume sind heute international zugänglich. Demokratien sind für ihre Wahlen auf informierte Bürgerinnen und Bürger angewiesen. 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			<pubDate>Mon, 06 May 2024 20:23:45 GMT</pubDate>
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			<description>&lt;p&gt;Social Media, Demokratie und Diktatur:&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Öffentlichkeit entsteht heute in einer neuen Infrastruktur: TikTok, Instagram, Youtube, Facebook, Twitter, Reddit, Snapchat, LinkedIn, Telegram: die Sozialen Medien. 5 Milliarden Menschen verbringen heute im mehr Zeit mit den Sozialen Medien als mit Zeitung, Radio und TV.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Soziale Medien verdienen Geld mit Werbung, die sie ihren Nutzern zeigen. Darum versuchen sie, die Aufmerksamkeit ihrer Nutzer möglichst lange zu fesseln. Das gelingt am besten mit Hass, Empörung und Abgrenzung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Darum bevorzugen die Algorithmen der Sozialen Medien Hass, Empörung und Abgrenzung täglich milliardenfach gegenüber informativen und langweiligen Wahrheiten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wissenschaftler, Parteien, Behörden, Universitäten, Schulen, Medien, die informative und langweilige Wahrheiten bieten, werden von den Sozialen Medien benachteiligt und bleiben ungehört.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Influencer nutzen die Sozialen Medien, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu bekommen und Einfluss zu gewinnen. Das funktioniert am besten, wenn sie Hass, Empörung und Abgrenzung predigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme Hassprediger grenzen ihr angeblich „reines Volk“ von Ausländern und von allen anderen Parteien ab. Die Sozialen Medien fördern genau diesen Hass und diese Abgrenzung. Die Hassprediger kämpfen einen Wettkampf&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;um die extremste, wahnwitzigste Position und die damit verbundene Aufmerksamkeit. Was früher unsagbar war, wird im Laufe dieses Wettkampfs normal. Hassprediger locken ihre Zuhörer in eine Scheinwelt voller Kinderblut saugender Echsenmenschen: „Die Elite will mich mit geheimen Methoden zum Schweigen bringen“. In dieser Scheinwelt versucht jeder Hassprediger, seine Follower an sich zu binden und seine Nische zu besetzen: „Alle anderen lügen - glaubt nur mir!“&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Prediger von Hass und Empörung gewinnen zusätzlich Aufmerksamkeit auf den Sozialen Medien, wenn sie Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten angreifen, verleumden und bedrohen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Angegriffene Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten können nicht mit Hass antworten. Sie ziehen sich aus den Sozialen Medien zurück und verlieren an Macht und Geld.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auch die Menschen, die Hass, Empörung und Abgrenzung auf den Sozialen Medien nicht mehr konsumieren wollen, isolieren sich und schweigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme können ernsthaften Diskussionen auf den Sozialen Medien leicht die Aufmerksamkeit entziehen: Sie inszenieren sich als Opfer, drohen mit Gewalt, greifen Kritiker an und weichen in die Zweideutigkeit aus. Faire Diskussion verliert gegen freche Rotzbengel.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Informationsräume sind heute international zugänglich. Demokratien sind für ihre Wahlen auf informierte Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Darum sind sie verletzlich durch Propaganda und Desinformation.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diktaturen wie China und Russland versuchen, die Menschen in Demokratien mit Lügen zu verwirren und zu verunsichern und Misstrauen gegen Institutionen wie Staat, Medien, Universitäten und Forschung zu säen („the firehose of falsehoods“/„flood the zone with shit“).&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die dabei benutzten Schlagworte kennt man: „Mainstream Media“, „Lügenpresse“, „Staatsfunk“,„Deep State“, „Big Tech“. Verwirrte, misstrauische Menschen sind manipulierbar und handlungsunfähig. So werden Demokratien handlungsunfähig.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Unternehmen auf der ganzen Welt verkaufen automatisierte Kampagnen zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung auf den Sozialen Medien. Durch künstliche Intelligenz wird ihre Arbeit zusätzlich vereinfacht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Sozialen Medien stört das nicht, denn es hält mehr Nutzer länger am Bildschirm. In Demokratien lenkt es aber von realen Problemen ab.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Reale politische Probleme und Lösungen verlieren den Wettkampf um Aufmerksamkeit. Langweilige Wahrheit verliert gegen Hass, Empörung und Abgrenzung. Darum lösen wir als Gesellschaften wenig politische Probleme: Unsere ganze Aufmerksamkeit wird&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;von Hass, Empörung und Abgrenzung beansprucht. Ungelöste Probleme wachsen sich zu Krisen aus. Jede Krise verliert die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, sobald eine neue Krise interessanter ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Traditionelle Medien - Zeitung, Radio und Fernsehen - setzen selbst keine Trends mehr. Sie folgen den Trends der Sozialen Medien - realen Nachrichten genauso wie Propaganda und Desinformation.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;So finden extreme Hassprediger aus ihrer Nische in die allgemeine Öffentlichkeit.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Manche Medien werden aufgekauft von reichen Menschen und Unternehmen auf der Suche nach Einfluss. Medien, die den Interessen ihrer Konsumenten dienen, können heute neben den Sozialen Medien kaum noch überleben.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Mon, 12 Feb 2024 15:36:56 GMT</pubDate>
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			<description>&lt;p&gt;Social Media, Demokratie und Diktatur:&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Öffentlichkeit entsteht heute in einer neuen Infrastruktur: TikTok, Instagram, Youtube, Facebook, Twitter, Reddit, Snapchat, LinkedIn, Telegram: die Sozialen Medien. 5 Milliarden Menschen verbringen heute im mehr Zeit mit den Sozialen Medien als mit Zeitung, Radio und TV.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Soziale Medien verdienen Geld mit Werbung, die sie ihren Nutzern zeigen. Darum versuchen sie, die Aufmerksamkeit ihrer Nutzer möglichst lange zu fesseln. Das gelingt am besten mit Hass, Empörung und Abgrenzung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Darum bevorzugen die Algorithmen der Sozialen Medien Hass, Empörung und Abgrenzung täglich milliardenfach gegenüber informativen und langweiligen Wahrheiten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wissenschaftler, Parteien, Behörden, Universitäten, Schulen, Medien, die informative und langweilige Wahrheiten bieten, werden von den Sozialen Medien benachteiligt und bleiben ungehört.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Influencer nutzen die Sozialen Medien, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu bekommen und Einfluss zu gewinnen. Das funktioniert am besten, wenn sie Hass, Empörung und Abgrenzung predigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme Hassprediger grenzen ihr angeblich „reines Volk“ von Ausländern und von allen anderen Parteien ab. Die Sozialen Medien fördern genau diesen Hass und diese Abgrenzung. Die Hassprediger kämpfen einen Wettkampf&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;um die extremste, wahnwitzigste Position und die damit verbundene Aufmerksamkeit. Was früher unsagbar war, wird im Laufe dieses Wettkampfs normal. Hassprediger locken ihre Zuhörer in eine Scheinwelt voller Kinderblut saugender Echsenmenschen: „Die Elite will mich mit geheimen Methoden zum Schweigen bringen“. In dieser Scheinwelt versucht jeder Hassprediger, seine Follower an sich zu binden und seine Nische zu besetzen: „Alle anderen lügen - glaubt nur mir!“&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Prediger von Hass und Empörung gewinnen zusätzlich Aufmerksamkeit auf den Sozialen Medien, wenn sie Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten angreifen, verleumden und bedrohen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Angegriffene Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten können nicht mit Hass antworten. Sie ziehen sich aus den Sozialen Medien zurück und verlieren an Macht und Geld.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auch die Menschen, die Hass, Empörung und Abgrenzung auf den Sozialen Medien nicht mehr konsumieren wollen, isolieren sich und schweigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme können ernsthaften, fairen Diskussionen auf den Sozialen Medien leicht die Aufmerksamkeit entziehen: Sie inszenieren sich als Opfer, drohen mit Gewalt, greifen Kritiker an und weichen in die Zweideutigkeit aus.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Informationsräume sind heute international zugänglich. Demokratien sind für ihre Wahlen auf informierte Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Darum sind sie verletzlich durch Propaganda und Desinformation.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diktaturen wie China und Russland versuchen, die Menschen in Demokratien mit Lügen zu verwirren und zu verunsichern und Misstrauen gegen Institutionen wie Staat, Medien, Universitäten und Forschung zu säen („the firehose of falsehoods“/„flood the zone with shit“).&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die dabei benutzten Schlagworte kennt man: „Mainstream Media“, „Lügenpresse“, „Staatsfunk“,„Deep State“, „Big Tech“. Verwirrte, misstrauische Menschen sind manipulierbar und handlungsunfähig. So werden Demokratien handlungsunfähig.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Unternehmen auf der ganzen Welt verkaufen automatisierte Kampagnen zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung auf den Sozialen Medien. Durch künstliche Intelligenz wird ihre Arbeit zusätzlich vereinfacht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Sozialen Medien stört das nicht, denn es hält mehr Nutzer länger am Bildschirm. In Demokratien lenkt es aber von realen Problemen ab.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Reale politische Probleme und Lösungen verlieren den Wettkampf um Aufmerksamkeit. Langweilige Wahrheit verliert gegen Hass, Empörung und Abgrenzung. Darum lösen wir als Gesellschaften wenig politische Probleme: Unsere ganze Aufmerksamkeit wird&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;von Hass, Empörung und Abgrenzung beansprucht. Ungelöste Probleme wachsen sich zu Krisen aus. Jede Krise verliert die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, sobald eine neue Krise interessanter ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Traditionelle Medien - Zeitung, Radio und Fernsehen - setzen selbst keine Trends mehr. Sie folgen den Trends der Sozialen Medien und greifen im Wettkampf um Aufmerksamkeit auch Hass, Empörung und Abgrenzung aus den Sozialen Medien auf.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;So finden extreme Hassprediger aus ihrer Nische in die allgemeine Öffentlichkeit.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Manche Medien werden aufgekauft von reichen Menschen und Unternehmen auf der Suche nach Einfluss. Medien, die den Interessen ihrer Konsumenten dienen, können heute neben den Sozialen Medien kaum noch überleben.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 10 Feb 2024 17:32:24 GMT</pubDate>
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Das gelingt am besten mit Hass, Empörung und Abgrenzung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Darum bevorzugen die Algorithmen der Sozialen Medien Hass, Empörung und Abgrenzung täglich milliardenfach gegenüber informativen und langweiligen Wahrheiten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wissenschaftler, Parteien, Behörden, Universitäten, Schulen, Medien, die informative und langweilige Wahrheiten bieten, werden von den Sozialen Medien benachteiligt und bleiben ungehört.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Influencer nutzen die Sozialen Medien, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu bekommen und Einfluss zu gewinnen. Das funktioniert am besten, wenn sie Hass, Empörung und Abgrenzung predigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme Hassprediger grenzen ihr angeblich „reines Volk“ von Ausländern und von allen anderen Parteien ab. Die Sozialen Medien fördern genau diesen Hass und diese Abgrenzung. Die Hassprediger kämpfen einen Wettkampf&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;um die extremste, wahnwitzigste Position und die damit verbundene Aufmerksamkeit. Was früher unsagbar war, wird im Laufe dieses Wettkampfs normal. Hassprediger locken ihre Zuhörer in eine Scheinwelt voller Kinderblut saugender Echsenmenschen: „Die Elite will mich mit geheimen Methoden zum Schweigen bringen“. In dieser Scheinwelt versucht jeder Hassprediger, seine Follower an sich zu binden und seine Nische zu besetzen: „Alle anderen lügen - glaubt nur mir!“&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Prediger von Hass und Empörung gewinnen zusätzlich Aufmerksamkeit auf den Sozialen Medien, wenn sie Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten angreifen, verleumden und bedrohen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Angegriffene Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten können nicht mit Hass antworten. Sie ziehen sich aus den Sozialen Medien zurück und verlieren an Macht und Geld.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auch die Menschen, die Hass, Empörung und Abgrenzung auf den Sozialen Medien nicht mehr konsumieren wollen, isolieren sich und schweigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme können ernsthaften, fairen Diskussionen auf den Sozialen Medien leicht die Aufmerksamkeit entziehen: Sie inszenieren sich als Opfer, drohen mit Gewalt, greifen Kritiker an und weichen in die Zweideutigkeit aus.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Informationsräume sind heute international zugänglich. Demokratien sind für ihre Wahlen auf informierte Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Darum sind sie verletzlich durch Propaganda und Desinformation.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diktaturen wie China und Russland versuchen, die Menschen in Demokratien mit Lügen zu verwirren und zu verunsichern und Misstrauen gegen Institutionen wie Staat, Medien, Universitäten und Forschung zu säen („the firehose of falsehoods“/„flood the zone with shit“).&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die dabei benutzten Schlagworte kennt man: „Mainstream Media“, „Lügenpresse“, „Staatsfunk“,„Deep State“, „Big Tech“. Verwirrte, misstrauische Menschen sind manipulierbar und handlungsunfähig. So werden Demokratien handlungsunfähig.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Unternehmen auf der ganzen Welt verkaufen automatisierte Kampagnen zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung auf den Sozialen Medien. Durch künstliche Intelligenz wird ihre Arbeit zusätzlich vereinfacht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Sozialen Medien stört das nicht, denn es hält mehr Nutzer länger am Bildschirm. In Demokratien lenkt es aber von realen Problemen ab.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Reale politische Probleme und Lösungen verlieren den Wettkampf um Aufmerksamkeit. Langweilige Wahrheit verliert gegen Hass, Empörung und Abgrenzung. Darum lösen wir als Gesellschaften wenig politische Probleme: Unsere ganze Aufmerksamkeit wird&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;von Hass, Empörung und Abgrenzung beansprucht. Ungelöste Probleme wachsen sich zu Krisen aus. Jede Krise verliert die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, sobald eine neue Krise interessanter ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Traditionelle Medien - Zeitung, Radio und Fernsehen - setzen selbst keine Trends mehr. Sie folgen den Trends der Sozialen Medien und greifen im Wettkampf um Aufmerksamkeit auch Hass, Empörung und Abgrenzung aus den Sozialen Medien auf.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;So finden extreme Hassprediger aus ihrer Nische in die allgemeine Öffentlichkeit.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Manche Medien werden aufgekauft von reichen Menschen und Unternehmen auf der Suche nach Einfluss. Medien, die den Interessen ihrer Konsumenten dienen, können heute neben den Sozialen Medien kaum noch überleben.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 10 Feb 2024 17:24:38 GMT</pubDate>
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Das gelingt am besten mit Hass, Empörung und Abgrenzung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Darum bevorzugen die Algorithmen der Sozialen Medien Hass, Empörung und Abgrenzung täglich milliardenfach gegenüber informativen und langweiligen Wahrheiten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wissenschaftler, Parteien, Behörden, Universitäten, Schulen, Medien, die informative und langweilige Wahrheiten bieten, werden von den Sozialen Medien benachteiligt und bleiben ungehört.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Influencer nutzen die Sozialen Medien, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu bekommen und Einfluss zu gewinnen. Das funktioniert am besten, wenn sie Hass, Empörung und Abgrenzung predigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme Hassprediger grenzen ihr angeblich „reines Volk“ von Ausländern und von allen anderen Parteien ab. Die Sozialen Medien fördern genau diesen Hass und diese Abgrenzung. Die Hassprediger kämpfen einen Wettkampf&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;um die extremste, wahnwitzigste Position und die damit verbundene Aufmerksamkeit. Was früher unsagbar war, wird im Laufe dieses Wettkampfs normal. Hassprediger locken ihre Zuhörer in eine Scheinwelt voller Kinderblut saugender Echsenmenschen: „Die Elite will mich mit geheimen Methoden zum Schweigen bringen“. In dieser Scheinwelt versucht jeder Hassprediger, seine Follower an sich zu binden und seine Nische zu besetzen: „Alle anderen lügen - glaubt nur mir!“&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Prediger von Hass und Empörung gewinnen zusätzlich Aufmerksamkeit auf den Sozialen Medien, wenn sie Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten angreifen, verleumden und bedrohen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Angegriffene Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten können nicht mit Hass antworten. Sie ziehen sich aus den Sozialen Medien zurück und verlieren an Macht und Geld.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auch die Menschen, die Hass, Empörung und Abgrenzung auf den Sozialen Medien nicht mehr konsumieren wollen, isolieren sich und schweigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme können ernsthaften, fairen Diskussionen auf den Sozialen Medien leicht die Aufmerksamkeit entziehen: Sie inszenieren sich als Opfer, drohen mit Gewalt, greifen Kritiker an und weichen in die Zweideutigkeit aus.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Informationsräume sind heute international zugänglich. Demokratien sind für ihre Wahlen auf informierte Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Darum sind sie verletzlich durch Propaganda und Desinformation.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diktaturen wie China und Russland versuchen, die Menschen in Demokratien mit Lügen zu verwirren und zu verunsichern und Misstrauen gegen Institutionen wie Staat, Medien, Universitäten und Forschung zu säen („the firehose of falsehoods“/„flood the zone with shit“).&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die dabei benutzten Schlagworte kennt man: „Mainstream Media“, „Lügenpresse“, „Staatsfunk“,„Deep State“, „Big Tech“. Verwirrte, misstrauische Menschen sind manipulierbar und handlungsunfähig. So werden Demokratien handlungsunfähig.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Unternehmen auf der ganzen Welt verkaufen automatisierte Kampagnen zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung auf den Sozialen Medien. Durch künstliche Intelligenz wird ihre Arbeit zusätzlich vereinfacht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Sozialen Medien stört das nicht, denn es hält mehr Nutzer länger am Bildschirm. In Demokratien lenkt es aber von realen Problemen ab.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Reale politische Probleme und Lösungen verlieren den Wettkampf um Aufmerksamkeit. Langweilige Wahrheit verliert gegen Hass, Empörung und Abgrenzung. Darum lösen wir als Gesellschaften wenig politische Probleme: Unsere ganze Aufmerksamkeit wird&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;von Hass, Empörung und Abgrenzung beansprucht. Ungelöste Probleme wachsen sich zu Krisen aus. Jede Krise verliert die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, sobald eine neue Krise interessanter ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Traditionelle Medien - Zeitung, Radio und Fernsehen - setzen selbst keine Trends mehr. Sie folgen den Trends der Sozialen Medien und greifen im Wettkampf um Aufmerksamkeit auch Hass, Empörung und Abgrenzung aus den Sozialen Medien auf.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;So finden extreme Hassprediger aus ihrer Nische in die allgemeine Öffentlichkeit.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Manche Medien werden aufgekauft von reichen Menschen und Unternehmen auf der Suche nach Einfluss. Medien, die den Interessen ihrer Konsumenten dienen, können heute neben den Sozialen Medien kaum noch überleben.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 10 Feb 2024 17:23:06 GMT</pubDate>
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			<source:markdown>Social Media, Demokratie und Diktatur:&#10;&#10;Öffentlichkeit entsteht heute in einer neuen Infrastruktur: TikTok, Instagram, Youtube, Facebook, Twitter, Reddit, Snapchat, LinkedIn, Telegram: die Sozialen Medien. 5 Milliarden Menschen verbringen heute im mehr Zeit mit den Sozialen Medien als mit Zeitung, Radio und TV.&#10;&#10;Soziale Medien verdienen Geld mit Werbung, die sie ihren Nutzern zeigen. Darum versuchen sie, die Aufmerksamkeit ihrer Nutzer möglichst lange zu fesseln. Das gelingt am besten mit Hass, Empörung und Abgrenzung.&#10;&#10;Darum bevorzugen die Algorithmen der Sozialen Medien Hass, Empörung und Abgrenzung täglich milliardenfach gegenüber informativen und langweiligen Wahrheiten.&#10;&#10;Wissenschaftler, Parteien, Behörden, Universitäten, Schulen, Medien, die informative und langweilige Wahrheiten bieten, werden von den Sozialen Medien benachteiligt und bleiben ungehört.&#10;&#10;Influencer nutzen die Sozialen Medien, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu bekommen und Einfluss zu gewinnen. Das funktioniert am besten, wenn sie Hass, Empörung und Abgrenzung predigen.&#10;&#10;Rechtsextreme Hassprediger grenzen ihr angeblich „reines Volk“ von Ausländern und von allen anderen Parteien ab. Die Sozialen Medien fördern genau diesen Hass und diese Abgrenzung. Die Hassprediger kämpfen einen Wettkampf&#10;&#10;um die extremste, wahnwitzigste Position und die damit verbundene Aufmerksamkeit. Was früher unsagbar war, wird im Laufe dieses Wettkampfs normal. Hassprediger locken ihre Zuhörer in eine Scheinwelt voller Kinderblut saugender Echsenmenschen: „Die Elite will mich mit geheimen Methoden zum Schweigen bringen“. In dieser Scheinwelt versucht jeder Hassprediger, seine Follower an sich zu binden und seine Nische zu besetzen: „Alle anderen lügen - glaubt nur mir!“&#10;&#10;Die Prediger von Hass und Empörung gewinnen zusätzlich Aufmerksamkeit auf den Sozialen Medien, wenn sie Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten angreifen, verleumden und bedrohen.&#10;&#10;Angegriffene Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten können nicht mit Hass antworten. Sie ziehen sich aus den Sozialen Medien zurück und verlieren an Macht und Geld.&#10;&#10;Auch die Menschen, die Hass, Empörung und Abgrenzung auf den Sozialen Medien nicht mehr konsumieren wollen, isolieren sich und schweigen.&#10;&#10;Rechtsextreme können ernsthaften, fairen Diskussionen auf den Sozialen Medien leicht die Aufmerksamkeit entziehen: Sie inszenieren sich als Opfer, drohen mit Gewalt, greifen Kritiker an und weichen in die Zweideutigkeit aus.&#10;&#10;Informationsräume sind heute international zugänglich. Demokratien sind für ihre Wahlen auf informierte Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Darum sind sie verletzlich durch Propaganda und Desinformation.&#10;&#10;Diktaturen wie China und Russland versuchen, die Menschen in Demokratien mit Lügen zu verwirren und zu verunsichern und Misstrauen gegen Institutionen wie Staat, Medien, Universitäten und Forschung zu säen („the firehose of falsehoods“/„flood the zone with shit“).&#10;&#10;Die dabei benutzten Schlagworte kennt man: „Mainstream Media“, „Lügenpresse“, „Staatsfunk“,„Deep State“, „Big Tech“. Verwirrte, misstrauische Menschen sind manipulierbar und handlungsunfähig. So werden Demokratien handlungsunfähig.&#10;&#10;Unternehmen auf der ganzen Welt verkaufen automatisierte Kampagnen zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung auf den Sozialen Medien. Durch künstliche Intelligenz wird ihre Arbeit zusätzlich vereinfacht.&#10;&#10;Die Sozialen Medien stört das nicht, denn es hält mehr Nutzer länger am Bildschirm. In Demokratien lenkt es aber von realen Problemen ab.&#10;&#10;Reale politische Probleme und Lösungen verlieren den Wettkampf um Aufmerksamkeit. Langweilige Wahrheit verliert gegen Hass, Empörung und Abgrenzung. Darum lösen wir als Gesellschaften wenig politische Probleme: Unsere ganze Aufmerksamkeit wird&#10;&#10;von Hass, Empörung und Abgrenzung beansprucht. Ungelöste Probleme wachsen sich zu Krisen aus. Jede Krise verliert die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, sobald eine neue Krise interessanter ist.&#10;&#10;Traditionelle Medien - Zeitung, Radio und Fernsehen - setzen selbst keine Trends mehr. Sie folgen den Trends der Sozialen Medien und greifen im Wettkampf um Aufmerksamkeit auch Hass, Empörung und Abgrenzung aus den Sozialen Medien auf.&#10;&#10;So finden extreme Hassprediger aus ihrer Nische in die allgemeine Öffentlichkeit.&#10;&#10;Manche Medien werden aufgekauft von reichen Menschen und Unternehmen auf der Suche nach Einfluss. Medien, die den Interessen ihrer Konsumenten dienen, können heute neben den Sozialen Medien kaum noch überleben.</source:markdown>
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			<description>&lt;p&gt;Social Media, Demokratie und Diktatur:&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Öffentlichkeit entsteht heute in einer neuen Infrastruktur: TikTok, Instagram, Youtube, Facebook, Twitter, Reddit, Snapchat, LinkedIn, Telegram: die Sozialen Medien. 5 Milliarden Menschen verbringen heute im mehr Zeit mit den Sozialen Medien als mit Zeitung, Radio und TV.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Soziale Medien verdienen Geld mit Werbung, die sie ihren Nutzern zeigen. Darum versuchen sie, die Aufmerksamkeit ihrer Nutzer möglichst lange zu fesseln. Das gelingt am besten mit Hass, Empörung und Abgrenzung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Darum bevorzugen die Algorithmen der Sozialen Medien Hass, Empörung und Abgrenzung täglich milliardenfach gegenüber informativen und langweiligen Wahrheiten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wissenschaftler, Parteien, Behörden, Universitäten, Schulen, Medien, die informative und langweilige Wahrheiten bieten, werden von den Sozialen Medien benachteiligt und bleiben ungehört.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Influencer nutzen die Sozialen Medien, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu bekommen und Einfluss zu gewinnen. Das funktioniert am besten, wenn sie Hass, Empörung und Abgrenzung predigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme Hassprediger grenzen ihr angeblich „reines Volk“ von Ausländern und von allen anderen Parteien ab. Die Sozialen Medien fördern genau diesen Hass und diese Abgrenzung. Die Hassprediger kämpfen einen Wettkampf&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;um die extremste, wahnwitzigste Position und die damit verbundene Aufmerksamkeit. Was früher unsagbar war, wird im Laufe dieses Wettkampfs normal. Hassprediger locken ihre Zuhörer in eine Scheinwelt voller Kinderblut saugender Echsenmenschen: „Die Elite will mich mit geheimen Methoden zum Schweigen bringen“. In dieser Scheinwelt versucht jeder Hassprediger, seine Follower an sich zu binden und seine Nische zu besetzen: „Alle anderen lügen - glaubt nur mir!“&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Prediger von Hass und Empörung gewinnen zusätzlich Aufmerksamkeit auf den Sozialen Medien, wenn sie Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten angreifen, verleumden und bedrohen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Angegriffene Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten können nicht mit Hass antworten. Sie ziehen sich aus den Sozialen Medien zurück und verlieren an Macht und Geld.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auch die Menschen, die Hass, Empörung und Abgrenzung auf den Sozialen Medien nicht mehr konsumieren wollen, isolieren sich und schweigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme können ernsthaften, fairen Diskussionen auf den Sozialen Medien leicht die Aufmerksamkeit entziehen: Sie inszenieren sich als Opfer, drohen mit Gewalt, greifen Kritiker an und weichen in die Zweideutigkeit aus.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Informationsräume sind heute international zugänglich. Demokratien sind für ihre Wahlen auf informierte Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Darum sind sie verletzlich durch Propaganda und Desinformation.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diktaturen wie China und Russland versuchen, die Menschen in Demokratien mit Lügen zu verwirren und zu verunsichern und Misstrauen gegen Institutionen wie Staat, Medien, Universitäten und Forschung zu säen („the firehose of falsehoods“/„flood the zone with shit“).&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die dabei benutzten Schlagworte kennt man: „Mainstream Media“, „Lügenpresse“, „Staatsfunk“,„Deep State“, „Big Tech“. Verwirrte, misstrauische Menschen sind manipulierbar und handlungsunfähig. So werden Demokratien handlungsunfähig.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Unternehmen auf der ganzen Welt verkaufen automatisierte Kampagnen zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung auf den Sozialen Medien. Durch künstliche Intelligenz wird ihre Arbeit zusätzlich vereinfacht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Sozialen Medien stört das nicht, denn es hält mehr Nutzer länger am Bildschirm. In Demokratien lenkt es aber von realen Problemen ab.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Reale politische Probleme und Lösungen verlieren den Wettkampf um Aufmerksamkeit. Langweilige Wahrheit verliert gegen Hass, Empörung und Abgrenzung. Darum lösen wir als Gesellschaften wenig politische Probleme: Unsere ganze Aufmerksamkeit wird&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;von Hass, Empörung und Abgrenzung beansprucht. Ungelöste Probleme wachsen sich zu Krisen aus. Jede Krise verliert die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, sobald eine neue Krise interessanter ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Traditionelle Medien - Zeitung, Radio und Fernsehen - setzen selbst keine Trends mehr. Sie folgen den Trends der Sozialen Medien und greifen im Wettkampf um Aufmerksamkeit auch Hass, Empörung und Abgrenzung aus den Sozialen Medien auf.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;So finden extreme Hassprediger aus ihrer Nische in die allgemeine Öffentlichkeit.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Manche Medien werden aufgekauft von reichen Menschen und Unternehmen auf der Suche nach Einfluss. Medien, die den Interessen ihrer Konsumenten dienen, können heute neben den Sozialen Medien kaum noch überleben.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 10 Feb 2024 17:20:31 GMT</pubDate>
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Das gelingt am besten mit Hass, Empörung und Abgrenzung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Darum bevorzugen die Algorithmen der Sozialen Medien Hass, Empörung und Abgrenzung täglich milliardenfach gegenüber informativen und langweiligen Wahrheiten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wissenschaftler, Parteien, Behörden, Universitäten, Schulen, Medien, die informative und langweilige Wahrheiten bieten, werden von den Sozialen Medien benachteiligt und bleiben ungehört.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Influencer nutzen die Sozialen Medien, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu bekommen und Einfluss zu gewinnen. Das funktioniert am besten, wenn sie Hass, Empörung und Abgrenzung predigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme Hassprediger grenzen ihr angeblich „reines Volk“ von Ausländern und von allen anderen Parteien ab. Die Sozialen Medien fördern genau diesen Hass und diese Abgrenzung. Die Hassprediger kämpfen einen Wettkampf&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;um die extremste, wahnwitzigste Position und die damit verbundene Aufmerksamkeit. Was früher unsagbar war, wird im Laufe dieses Wettkampfs normal. Hassprediger locken ihre Zuhörer in eine Scheinwelt voller Kinderblut saugender Echsenmenschen: „Die Elite will mich mit geheimen Methoden zum Schweigen bringen“. In dieser Scheinwelt versucht jeder Hassprediger, seine Follower an sich zu binden und seine Nische zu besetzen: „Alle anderen lügen - glaubt nur mir!“&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Prediger von Hass und Empörung gewinnen zusätzlich Aufmerksamkeit auf den Sozialen Medien, wenn sie Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten angreifen, verleumden und bedrohen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Angegriffene Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten können nicht mit Hass antworten. Sie ziehen sich aus den Sozialen Medien zurück und verlieren an Macht und Geld.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auch die Menschen, die Hass, Empörung und Abgrenzung auf den Sozialen Medien nicht mehr konsumieren wollen, isolieren sich und schweigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme können ernsthaften, fairen Diskussionen auf den Sozialen Medien leicht die Aufmerksamkeit entziehen: Sie inszenieren sich als Opfer, drohen mit Gewalt, greifen Kritiker an und weichen in die Zweideutigkeit aus.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Informationsräume sind heute international zugänglich. Demokratien sind für ihre Wahlen auf informierte Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Darum sind sie verletzlich durch Propaganda und Desinformation.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diktaturen wie China und Russland versuchen, die Menschen in Demokratien mit Lügen zu verwirren und zu verunsichern und Misstrauen gegen Institutionen wie Staat, Medien, Universitäten und Forschung zu säen („the firehose of falsehoods“/„flood the zone with shit“).&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die dabei benutzten Schlagworte kennt man: „Mainstream Media“, „Lügenpresse“, „Staatsfunk“,„Deep State“, „Big Tech“. Verwirrte, misstrauische Menschen sind manipulierbar und handlungsunfähig. So werden Demokratien handlungsunfähig.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Unternehmen auf der ganzen Welt verkaufen automatisierte Kampagnen zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung auf den Sozialen Medien. Durch künstliche Intelligenz wird ihre Arbeit zusätzlich vereinfacht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Sozialen Medien stört das nicht, denn es hält mehr Nutzer länger am Bildschirm. In Demokratien lenkt es aber von realen Problemen ab.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Reale politische Probleme und Lösungen verlieren den Wettkampf um Aufmerksamkeit. Langweilige Wahrheit verliert gegen Hass, Empörung und Abgrenzung. Darum lösen wir als Gesellschaften wenig politische Probleme: Unsere ganze Aufmerksamkeit wird&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;von Hass, Empörung und Abgrenzung beansprucht. Ungelöste Probleme wachsen sich zu Krisen aus. Jede Krise verliert die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, sobald eine neue Krise interessanter ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Traditionelle Medien - Zeitung, Radio und Fernsehen - setzen selbst keine Trends mehr. Sie folgen den Trends der Sozialen Medien und greifen im Wettkampf um Aufmerksamkeit auch Hass, Empörung und Abgrenzung aus den Sozialen Medien auf.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;So finden extreme Hassprediger aus ihrer Nische in die allgemeine Öffentlichkeit.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Manche Medien werden aufgekauft von reichen Menschen und Unternehmen auf der Suche nach Einfluss. Medien, die den Interessen ihrer Konsumenten dienen, können heute neben den Sozialen Medien kaum noch überleben.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 10 Feb 2024 17:19:00 GMT</pubDate>
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Das gelingt am besten mit Hass, Empörung und Abgrenzung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Darum bevorzugen die Algorithmen der Sozialen Medien Hass, Empörung und Abgrenzung täglich milliardenfach gegenüber informativen und langweiligen Wahrheiten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wissenschaftler, Parteien, Behörden, Universitäten, Schulen, Medien, die informative und langweilige Wahrheiten bieten, werden von den Sozialen Medien benachteiligt und bleiben ungehört.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Influencer nutzen die Sozialen Medien, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu bekommen und Einfluss zu gewinnen. Das funktioniert am besten, wenn sie Hass, Empörung und Abgrenzung predigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme Hassprediger grenzen ihr angeblich „reines Volk“ von Ausländern und von allen anderen Parteien ab. Die Sozialen Medien fördern genau diesen Hass und diese Abgrenzung. Die Hassprediger kämpfen einen Wettkampf&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;um die extremste, wahnwitzigste Position und die damit verbundene Aufmerksamkeit. Was früher unsagbar war, wird im Laufe dieses Wettkampfs normal. Hassprediger locken ihre Zuhörer in eine Scheinwelt voller Kinderblut saugender Echsenmenschen: „Die Elite will mich mit geheimen Methoden zum Schweigen bringen“. In dieser Scheinwelt versucht jeder Hassprediger, seine Follower an sich zu binden und seine Nische zu besetzen: „Alle anderen lügen - glaubt nur mir!“&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Prediger von Hass und Empörung gewinnen zusätzlich Aufmerksamkeit auf den Sozialen Medien, wenn sie Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten angreifen, verleumden und bedrohen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Angegriffene Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten können nicht mit Hass antworten. Sie ziehen sich aus den Sozialen Medien zurück und verlieren an Macht und Geld.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auch die Menschen, die Hass, Empörung und Abgrenzung auf den Sozialen Medien nicht mehr konsumieren wollen, isolieren sich und schweigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme können ernsthaften, fairen Diskussionen auf den Sozialen Medien leicht die Aufmerksamkeit entziehen: Sie inszenieren sich als Opfer, drohen mit Gewalt, greifen Kritiker an und weichen in die Zweideutigkeit aus.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Informationsräume sind heute international zugänglich. Demokratien sind für ihre Wahlen auf informierte Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Darum sind sie verletzlich durch Propaganda und Desinformation.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diktaturen wie China und Russland versuchen, die Menschen in Demokratien mit Lügen zu verwirren und zu verunsichern und Misstrauen gegen Institutionen wie Staat, Medien, Universitäten und Forschung zu säen („the firehose of falsehoods“/„flood the zone with shit“).&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die dabei benutzten Schlagworte kennt man: „Mainstream Media“, „Lügenpresse“, „Staatsfunk“,„Deep State“, „Big Tech“. Verwirrte, misstrauische Menschen sind manipulierbar und handlungsunfähig. So werden Demokratien handlungsunfähig.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Unternehmen auf der ganzen Welt verkaufen automatisierte Kampagnen zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung auf den Sozialen Medien. Durch künstliche Intelligenz wird ihre Arbeit zusätzlich vereinfacht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Sozialen Medien stört das nicht, denn es hält mehr Nutzer länger am Bildschirm. In Demokratien lenkt es aber von realen Problemen ab.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Reale politische Probleme und Lösungen verlieren den Wettkampf um Aufmerksamkeit. Langweilige Wahrheit verliert gegen Hass, Empörung und Abgrenzung. Darum lösen wir als Gesellschaften wenig politische Probleme: Unsere ganze Aufmerksamkeit wird&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;von Hass, Empörung und Abgrenzung beansprucht. Ungelöste Probleme wachsen sich zu Krisen aus. Jede Krise verliert die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, sobald eine neue Krise interessanter ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Traditionelle Medien - Zeitung, Radio und Fernsehen - setzen selbst keine Trends mehr. Sie folgen den Trends der Sozialen Medien und greifen im Wettkampf um Aufmerksamkeit auch Hass, Empörung und Abgrenzung aus den Sozialen Medien auf.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;So finden extreme Hassprediger aus ihrer Nische in die allgemeine Öffentlichkeit.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Manche Medien werden aufgekauft von reichen Menschen und Unternehmen auf der Suche nach Einfluss. Medien, die den Interessen ihrer Konsumenten dienen, können heute neben den Sozialen Medien kaum noch überleben.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 10 Feb 2024 17:16:50 GMT</pubDate>
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			<source:markdown>Social Media, Demokratie und Diktatur:&#10;&#10;Öffentlichkeit entsteht heute in einer neuen Infrastruktur: TikTok, Instagram, Youtube, Facebook, Twitter, Reddit, Snapchat, LinkedIn, Telegram: die Sozialen Medien. 5 Milliarden Menschen verbringen heute im mehr Zeit mit den Sozialen Medien als mit Zeitung, Radio und TV.&#10;&#10;Soziale Medien verdienen Geld mit Werbung, die sie ihren Nutzern zeigen. Darum versuchen sie, die Aufmerksamkeit ihrer Nutzer möglichst lange zu fesseln. Das gelingt am besten mit Hass, Empörung und Abgrenzung.&#10;&#10;Darum bevorzugen die Algorithmen der Sozialen Medien Hass, Empörung und Abgrenzung täglich milliardenfach gegenüber informativen und langweiligen Wahrheiten.&#10;&#10;Wissenschaftler, Parteien, Behörden, Universitäten, Schulen, Medien, die informative und langweilige Wahrheiten bieten, werden von den Sozialen Medien benachteiligt und bleiben ungehört.&#10;&#10;Influencer nutzen die Sozialen Medien, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu bekommen und Einfluss zu gewinnen. Das funktioniert am besten, wenn sie Hass, Empörung und Abgrenzung predigen.&#10;&#10;Rechtsextreme Hassprediger grenzen ihr angeblich „reines Volk“ von Ausländern und von allen anderen Parteien ab. Die Sozialen Medien fördern genau diesen Hass und diese Abgrenzung. Die Hassprediger kämpfen einen Wettkampf&#10;&#10;um die extremste, wahnwitzigste Position und die damit verbundene Aufmerksamkeit. Was früher unsagbar war, wird im Laufe dieses Wettkampfs normal. Hassprediger locken ihre Zuhörer in eine Scheinwelt voller Kinderblut saugender Echsenmenschen: „Die Elite will mich mit geheimen Methoden zum Schweigen bringen“. In dieser Scheinwelt versucht jeder Hassprediger, seine Follower an sich zu binden und seine Nische zu besetzen: „Alle anderen lügen - glaubt nur mir!“&#10;&#10;Die Prediger von Hass und Empörung gewinnen zusätzlich Aufmerksamkeit auf den Sozialen Medien, wenn sie Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten angreifen, verleumden und bedrohen.&#10;&#10;Angegriffene Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten können nicht mit Hass antworten. Sie ziehen sich aus den Sozialen Medien zurück und verlieren an Macht und Geld.&#10;&#10;Auch die Menschen, die Hass, Empörung und Abgrenzung auf den Sozialen Medien nicht mehr konsumieren wollen, isolieren sich und schweigen.&#10;&#10;Rechtsextreme können ernsthaften, fairen Diskussionen auf den Sozialen Medien leicht die Aufmerksamkeit entziehen: Sie inszenieren sich als Opfer, drohen mit Gewalt, greifen Kritiker an und weichen in die Zweideutigkeit aus.&#10;&#10;Informationsräume sind heute international zugänglich. Demokratien sind für ihre Wahlen auf informierte Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Darum sind sie verletzlich durch Propaganda und Desinformation.&#10;&#10;Diktaturen wie China und Russland versuchen, die Menschen in Demokratien mit Lügen zu verwirren und zu verunsichern und Misstrauen gegen Institutionen wie Staat, Medien, Universitäten und Forschung zu säen („the firehose of falsehoods“/„flood the zone with shit“).&#10;&#10;Die dabei benutzten Schlagworte kennt man: „Mainstream Media“, „Lügenpresse“, „Staatsfunk“,„Deep State“, „Big Tech“. Verwirrte, misstrauische Menschen sind manipulierbar und handlungsunfähig. So werden Demokratien handlungsunfähig.&#10;&#10;Unternehmen auf der ganzen Welt verkaufen automatisierte Kampagnen zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung auf den Sozialen Medien. Durch künstliche Intelligenz wird ihre Arbeit zusätzlich vereinfacht.&#10;&#10;Die Sozialen Medien stört das nicht, denn es hält mehr Nutzer länger am Bildschirm. In Demokratien lenkt es aber von realen Problemen ab.&#10;&#10;Reale politische Probleme und Lösungen verlieren den Wettkampf um Aufmerksamkeit. Langweilige Wahrheit verliert gegen Hass, Empörung und Abgrenzung. Darum lösen wir als Gesellschaften wenig politische Probleme: Unsere ganze Aufmerksamkeit wird&#10;&#10;von Hass, Empörung und Abgrenzung beansprucht. Ungelöste Probleme wachsen sich zu Krisen aus. Jede Krise verliert die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, sobald eine neue Krise interessanter ist.&#10;&#10;Traditionelle Medien - Zeitung, Radio und Fernsehen - setzen selbst keine Trends mehr. Sie folgen den Trends der Sozialen Medien und greifen im Wettkampf um Aufmerksamkeit auch Hass, Empörung und Abgrenzung aus den Sozialen Medien auf.&#10;&#10;So finden extreme Hassprediger aus ihrer Nische in die allgemeine Öffentlichkeit.&#10;&#10;Manche Medien werden aufgekauft von reichen Menschen und Unternehmen auf der Suche nach Einfluss. Medien, die den Interessen ihrer Konsumenten dienen, können heute neben den Sozialen Medien kaum noch überleben.</source:markdown>
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			<description>&lt;p&gt;Social Media, Demokratie und Diktatur:&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Öffentlichkeit entsteht heute in einer neuen Infrastruktur: TikTok, Instagram, Youtube, Facebook, Twitter, Reddit, Snapchat, LinkedIn, Telegram: die Sozialen Medien. 5 Milliarden Menschen verbringen heute im mehr Zeit mit den Sozialen Medien als mit Zeitung, Radio und TV.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Soziale Medien verdienen Geld mit Werbung, die sie ihren Nutzern zeigen. Darum versuchen sie, die Aufmerksamkeit ihrer Nutzer möglichst lange zu fesseln. Das gelingt am besten mit Hass, Empörung und Abgrenzung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Darum bevorzugen die Algorithmen der Sozialen Medien Hass, Empörung und Abgrenzung täglich milliardenfach gegenüber informativen und langweiligen Wahrheiten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wissenschaftler, Parteien, Behörden, Universitäten, Schulen, Medien, die informative und langweilige Wahrheiten bieten, werden von den Sozialen Medien benachteiligt und bleiben ungehört.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Influencer nutzen die Sozialen Medien, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu bekommen und Einfluss zu gewinnen. Das funktioniert am besten, wenn sie Hass, Empörung und Abgrenzung predigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme Hassprediger grenzen ihr angeblich „reines Volk“ von Ausländern und von allen anderen Parteien ab. Die Sozialen Medien fördern genau diesen Hass und diese Abgrenzung. Die Hassprediger kämpfen einen Wettkampf&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;um die extremste, wahnwitzigste Position und die damit verbundene Aufmerksamkeit. Was früher unsagbar war, wird im Laufe dieses Wettkampfs normal. Hassprediger locken ihre Zuhörer in eine Scheinwelt voller Kinderblut saugender Echsenmenschen: „Die Elite will mich mit geheimen Methoden zum Schweigen bringen“. In dieser Scheinwelt versucht jeder Hassprediger, seine Follower an sich zu binden und seine Nische zu besetzen: „Alle anderen lügen - glaubt nur mir!“&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Prediger von Hass und Empörung gewinnen zusätzlich Aufmerksamkeit auf den Sozialen Medien, wenn sie Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten angreifen, verleumden und bedrohen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Angegriffene Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten können nicht mit Hass antworten. Sie ziehen sich aus den Sozialen Medien zurück und verlieren an Macht und Geld.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auch die Menschen, die Hass, Empörung und Abgrenzung auf den Sozialen Medien nicht mehr konsumieren wollen, isolieren sich und schweigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme können ernsthaften, fairen Diskussionen auf den Sozialen Medien leicht die Aufmerksamkeit entziehen: Sie inszenieren sich als Opfer, drohen mit Gewalt, greifen Kritiker an und weichen in die Zweideutigkeit aus.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Informationsräume sind heute international zugänglich. Demokratien sind für ihre Wahlen auf informierte Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Darum sind sie verletzlich durch Propaganda und Desinformation.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diktaturen wie China und Russland versuchen, die Menschen in Demokratien mit Lügen zu verwirren und zu verunsichern und Misstrauen gegen Institutionen wie Staat, Medien, Universitäten und Forschung zu säen („the firehose of falsehoods“/„flood the zone with shit“).&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die dabei benutzten Schlagworte kennt man: „Mainstream Media“, „Lügenpresse“, „Staatsfunk“,„Deep State“, „Big Tech“. Verwirrte, misstrauische Menschen sind manipulierbar und handlungsunfähig. So werden Demokratien handlungsunfähig.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Unternehmen auf der ganzen Welt verkaufen automatisierte Kampagnen zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung auf den Sozialen Medien. Durch künstliche Intelligenz wird ihre Arbeit zusätzlich vereinfacht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Sozialen Medien stört das nicht, denn es hält mehr Nutzer länger am Bildschirm. In Demokratien lenkt es aber von realen Problemen ab.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Reale politische Probleme und Lösungen verlieren den Wettkampf um Aufmerksamkeit. Langweilige Wahrheit verliert gegen Hass, Empörung und Abgrenzung. Darum lösen wir als Gesellschaften wenig politische Probleme: Unsere ganze Aufmerksamkeit wird&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;von Hass, Empörung und Abgrenzung beansprucht. Ungelöste Probleme wachsen sich zu Krisen aus. Jede Krise verliert die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, sobald eine neue Krise interessanter ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Traditionelle Medien - Zeitung, Radio und Fernsehen - setzen selbst keine Trends mehr. Sie folgen den Trends der Sozialen Medien und greifen im Wettkampf um Aufmerksamkeit auch Hass, Empörung und Abgrenzung aus den Sozialen Medien auf.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;So finden extreme Hassprediger aus ihrer Nische in die allgemeine Öffentlichkeit.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Manche Medien werden aufgekauft von reichen Menschen und Unternehmen auf der Suche nach Einfluss. Medien, die den Interessen ihrer Konsumenten dienen, können heute neben den Sozialen Medien kaum noch überleben.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 10 Feb 2024 17:14:32 GMT</pubDate>
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Das gelingt am besten mit Hass, Empörung und Abgrenzung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Darum bevorzugen die Algorithmen der Sozialen Medien Hass, Empörung und Abgrenzung täglich milliardenfach gegenüber informativen und langweiligen Wahrheiten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wissenschaftler, Parteien, Behörden, Universitäten, Schulen, Medien, die informative und langweilige Wahrheiten bieten, werden von den Sozialen Medien benachteiligt und bleiben ungehört.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Influencer nutzen die Sozialen Medien, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu bekommen und Einfluss zu gewinnen. Das funktioniert am besten, wenn sie Hass, Empörung und Abgrenzung predigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme Hassprediger grenzen ihr angeblich „reines Volk“ von Ausländern und von allen anderen Parteien ab. Die Sozialen Medien fördern genau diesen Hass und diese Abgrenzung. Die Hassprediger kämpfen einen Wettkampf&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;um die extremste, wahnwitzigste Position und die damit verbundene Aufmerksamkeit. Was früher unsagbar war, wird im Laufe dieses Wettkampfs normal. Hassprediger locken ihre Zuhörer in eine Scheinwelt voller Kinderblut saugender Echsenmenschen: „Die Elite will mich mit geheimen Methoden zum Schweigen bringen“. In dieser Scheinwelt versucht jeder Hassprediger, seine Follower an sich zu binden und seine Nische zu besetzen: „Alle anderen lügen - glaubt nur mir!“&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Prediger von Hass und Empörung gewinnen zusätzlich Aufmerksamkeit auf den Sozialen Medien, wenn sie Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten angreifen, verleumden und bedrohen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Angegriffene Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten können nicht mit Hass antworten. Sie ziehen sich aus den Sozialen Medien zurück und verlieren an Macht und Geld.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auch die Menschen, die Hass, Empörung und Abgrenzung auf den Sozialen Medien nicht mehr konsumieren wollen, isolieren sich und schweigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme können ernsthaften, fairen Diskussionen auf den Sozialen Medien leicht die Aufmerksamkeit entziehen: Sie inszenieren sich als Opfer, drohen mit Gewalt, greifen Kritiker an und weichen in die Zweideutigkeit aus.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Informationsräume sind heute international zugänglich. Demokratien sind für ihre Wahlen auf informierte Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Darum sind sie verletzlich durch Propaganda und Desinformation.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diktaturen wie China und Russland versuchen, die Menschen in Demokratien mit Lügen zu verwirren und zu verunsichern und Misstrauen gegen Institutionen wie Staat, Medien, Universitäten und Forschung zu säen („the firehose of falsehoods“/„flood the zone with shit“).&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die dabei benutzten Schlagworte kennt man: „Mainstream Media“, „Lügenpresse“, „Staatsfunk“,„Deep State“, „Big Tech“. Verwirrte, misstrauische Menschen sind manipulierbar und handlungsunfähig. So werden Demokratien handlungsunfähig.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Unternehmen auf der ganzen Welt verkaufen automatisierte Kampagnen zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung auf den Sozialen Medien. Durch künstliche Intelligenz wird ihre Arbeit zusätzlich vereinfacht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Sozialen Medien stört das nicht, denn es hält mehr Nutzer länger am Bildschirm. In Demokratien lenkt es aber von realen Problemen ab.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Reale politische Probleme und Lösungen verlieren den Wettkampf um Aufmerksamkeit. Langweilige Wahrheit verliert gegen Hass, Empörung und Abgrenzung. Darum lösen wir als Gesellschaften wenig politische Probleme: Unsere ganze Aufmerksamkeit wird&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;von Hass, Empörung und Abgrenzung beansprucht. Ungelöste Probleme wachsen sich zu Krisen aus. Jede Krise verliert die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, sobald eine neue Krise interessanter ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Traditionelle Medien - Zeitung, Radio und Fernsehen - setzen selbst keine Trends mehr. Sie folgen den Trends der Sozialen Medien und greifen im Wettkampf um Aufmerksamkeit auch Hass, Empörung und Abgrenzung aus den Sozialen Medien auf.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;So finden extreme Hassprediger aus ihrer Nische in die allgemeine Öffentlichkeit.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Manche Medien werden aufgekauft von reichen Menschen und Unternehmen auf der Suche nach Einfluss. Medien, die den Interessen ihrer Konsumenten dienen, können heute neben den Sozialen Medien kaum noch überleben.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 10 Feb 2024 17:06:49 GMT</pubDate>
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Das gelingt am besten mit Hass, Empörung und Abgrenzung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Darum bevorzugen die Algorithmen der Sozialen Medien Hass, Empörung und Abgrenzung täglich milliardenfach gegenüber informativen und langweiligen Wahrheiten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wissenschaftler, Parteien, Behörden, Universitäten, Schulen, Medien, die informative und langweilige Wahrheiten bieten, werden von den Sozialen Medien benachteiligt und bleiben ungehört.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Influencer nutzen die Sozialen Medien, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu bekommen und Einfluss zu gewinnen. Das funktioniert am besten, wenn sie Hass, Empörung und Abgrenzung predigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme Hassprediger grenzen ihr angeblich „reines Volk“ von Ausländern und von allen anderen Parteien ab. Die Sozialen Medien fördern genau diesen Hass und diese Abgrenzung. Die Hassprediger kämpfen einen Wettkampf&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;um die extremste, wahnwitzigste Position und die damit verbundene Aufmerksamkeit. Was früher unsagbar war, wird im Laufe dieses Wettkampfs normal. Hassprediger locken ihre Zuhörer in eine Scheinwelt voller Kinderblut saugender Echsenmenschen: „Die Elite will mich mit geheimen Methoden zum Schweigen bringen“. In dieser Scheinwelt versucht jeder Hassprediger, seine Follower an sich zu binden und seine Nische zu besetzen: „Alle anderen lügen - glaubt nur mir!“&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Prediger von Hass und Empörung gewinnen zusätzlich Aufmerksamkeit auf den Sozialen Medien, wenn sie Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten angreifen, verleumden und bedrohen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Angegriffene Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten können nicht mit Hass antworten. Sie ziehen sich aus den Sozialen Medien zurück und verlieren an Macht und Geld.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auch die Menschen, die Hass, Empörung und Abgrenzung auf den Sozialen Medien nicht mehr konsumieren wollen, isolieren sich und schweigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme können ernsthaften, fairen Diskussionen auf den Sozialen Medien leicht die Aufmerksamkeit entziehen: Sie inszenieren sich als Opfer, drohen mit Gewalt, greifen Kritiker an und weichen in die Zweideutigkeit aus.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Informationsräume sind heute international zugänglich. Demokratien sind für ihre Wahlen auf informierte Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Darum sind sie verletzlich durch Propaganda und Desinformation.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diktaturen wie China und Russland versuchen, die Menschen in Demokratien mit Lügen zu verwirren und zu verunsichern und Misstrauen gegen Institutionen wie Staat, Medien, Universitäten und Forschung zu säen („the firehose of falsehoods“/„flood the zone with shit“).&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die dabei benutzten Schlagworte kennt man: „Mainstream Media“, „Lügenpresse“, „Staatsfunk“,„Deep State“, „Big Tech“. Verwirrte, misstrauische Menschen sind manipulierbar und handlungsunfähig. So werden Demokratien handlungsunfähig.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Unternehmen auf der ganzen Welt verkaufen automatisierte Kampagnen zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung auf den Sozialen Medien. Durch künstliche Intelligenz wird ihre Arbeit zusätzlich vereinfacht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Sozialen Medien stört das nicht, denn es hält mehr Nutzer länger am Bildschirm. In Demokratien lenkt es aber von realen Problemen ab.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Reale politische Probleme und Lösungen verlieren den Wettkampf um Aufmerksamkeit. Langweilige Wahrheit verliert gegen Hass, Empörung und Abgrenzung. Darum lösen wir als Gesellschaften wenig politische Probleme: Unsere ganze Aufmerksamkeit wird&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;von Hass, Empörung und Abgrenzung beansprucht. Ungelöste Probleme wachsen sich zu Krisen aus. Jede Krise verliert die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, sobald eine neue Krise interessanter ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Traditionelle Medien - Zeitung, Radio und Fernsehen - setzen selbst keine Trends mehr. Sie folgen den Trends der Sozialen Medien und greifen im Wettkampf um Aufmerksamkeit auch Hass, Empörung und Abgrenzung aus den Sozialen Medien auf.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;So finden extreme Hassprediger aus ihrer Nische in die allgemeine Öffentlichkeit.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Manche Medien werden aufgekauft von reichen Menschen und Unternehmen auf der Suche nach Einfluss. Medien, die den Interessen ihrer Konsumenten dienen, können heute neben den Sozialen Medien kaum noch überleben.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 10 Feb 2024 09:48:42 GMT</pubDate>
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			<source:markdown>Social Media, Demokratie und Diktatur:&#10;&#10;Öffentlichkeit entsteht heute in einer neuen Infrastruktur: TikTok, Instagram, Youtube, Facebook, Twitter, Reddit, Snapchat, LinkedIn, Telegram: die Sozialen Medien. 5 Milliarden Menschen verbringen heute im mehr Zeit mit den Sozialen Medien als mit Zeitung, Radio und TV.&#10;&#10;Soziale Medien verdienen Geld mit Werbung, die sie ihren Nutzern zeigen. Darum versuchen sie, die Aufmerksamkeit ihrer Nutzer möglichst lange zu fesseln. Das gelingt am besten mit Hass, Empörung und Abgrenzung.&#10;&#10;Darum bevorzugen die Algorithmen der Sozialen Medien Hass, Empörung und Abgrenzung täglich milliardenfach gegenüber informativen und langweiligen Wahrheiten.&#10;&#10;Wissenschaftler, Parteien, Behörden, Universitäten, Schulen, Medien, die informative und langweilige Wahrheiten bieten, werden von den Sozialen Medien benachteiligt und bleiben ungehört.&#10;&#10;Influencer nutzen die Sozialen Medien, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu bekommen und Einfluss zu gewinnen. Das funktioniert am besten, wenn sie Hass, Empörung und Abgrenzung predigen.&#10;&#10;Rechtsextreme Hassprediger grenzen ihr angeblich „reines Volk“ von Ausländern und von allen anderen Parteien ab. Die Sozialen Medien fördern genau diesen Hass und diese Abgrenzung. Die Hassprediger kämpfen einen Wettkampf&#10;&#10;um die extremste, wahnwitzigste Position und die damit verbundene Aufmerksamkeit. Was früher unsagbar war, wird im Laufe dieses Wettkampfs normal. Hassprediger locken ihre Zuhörer in eine Scheinwelt voller Kinderblut saugender Echsenmenschen: „Die Elite will mich mit geheimen Methoden zum Schweigen bringen“. In dieser Scheinwelt versucht jeder Hassprediger, seine Follower an sich zu binden und seine Nische zu besetzen: „Alle anderen lügen - glaubt nur mir!“&#10;&#10;Die Prediger von Hass und Empörung gewinnen zusätzlich Aufmerksamkeit auf den Sozialen Medien, wenn sie Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten angreifen, verleumden und bedrohen.&#10;&#10;Angegriffene Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten können nicht mit Hass antworten. Sie ziehen sich aus den Sozialen Medien zurück und verlieren an Macht und Geld.&#10;&#10;Auch die Menschen, die Hass, Empörung und Abgrenzung auf den Sozialen Medien nicht mehr konsumieren wollen, isolieren sich und schweigen.&#10;&#10;Rechtsextreme können ernsthaften, fairen Diskussionen auf den Sozialen Medien leicht die Aufmerksamkeit entziehen: Sie inszenieren sich als Opfer, drohen mit Gewalt, greifen Kritiker an und weichen in die Zweideutigkeit aus.&#10;&#10;Informationsräume sind heute international zugänglich. Demokratien sind für ihre Wahlen auf informierte Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Darum sind sie verletzlich durch Propaganda und Desinformation.&#10;&#10;Diktaturen wie China und Russland versuchen, die Menschen in Demokratien mit Lügen zu verwirren und zu verunsichern und Misstrauen gegen Institutionen wie Staat, Medien, Universitäten und Forschung zu säen („the firehose of falsehoods“/„flood the zone with shit“).&#10;&#10;Die dabei benutzten Schlagworte kennt man: „Mainstream Media“, „Lügenpresse“, „Staatsfunk“,„Deep State“, „Big Tech“. Verwirrte, misstrauische Menschen sind manipulierbar und handlungsunfähig. So werden Demokratien handlungsunfähig.&#10;&#10;Unternehmen auf der ganzen Welt verkaufen automatisierte Kampagnen zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung auf den Sozialen Medien. Durch künstliche Intelligenz wird ihre Arbeit zusätzlich vereinfacht.&#10;&#10;Die Sozialen Medien stört das nicht, denn es hält mehr Nutzer länger am Bildschirm. In Demokratien lenkt es aber von realen Problemen ab.&#10;&#10;Reale politische Probleme und Lösungen verlieren den Wettkampf um Aufmerksamkeit. Langweilige Wahrheit verliert gegen Hass, Empörung und Abgrenzung. Darum lösen wir als Gesellschaften wenig politische Probleme: Unsere ganze Aufmerksamkeit wird&#10;&#10;von Hass, Empörung und Abgrenzung beansprucht. Ungelöste Probleme wachsen sich zu Krisen aus. Jede Krise verliert die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, sobald eine neue Krise interessanter ist.&#10;&#10;Traditionelle Medien - Zeitung, Radio und Fernsehen - setzen selbst keine Trends mehr. Sie folgen den Trends der Sozialen Medien und greifen im Wettkampf um Aufmerksamkeit auch Hass, Empörung und Abgrenzung aus den Sozialen Medien auf.&#10;&#10;So finden extreme Hassprediger aus ihrer Nische in die allgemeine Öffentlichkeit.&#10;&#10;Manche Medien werden aufgekauft von reichen Menschen und Unternehmen auf der Suche nach Einfluss. Medien, die den Interessen ihrer Konsumenten dienen, können heute neben den Sozialen Medien kaum noch überleben.</source:markdown>
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			<description>&lt;p&gt;Social Media, Demokratie und Diktatur&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Öffentlichkeit entsteht heute in einer neuen Infrastruktur: TikTok, Instagram, Youtube, Facebook, Twitter, Reddit, Snapchat, LinkedIn, Telegram: die Sozialen Medien. 5 Milliarden Menschen verbringen heute im mehr Zeit mit den Sozialen Medien als mit Zeitung, Radio und TV.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Soziale Medien verdienen Geld mit Werbung, die sie ihren Nutzern zeigen. Darum versuchen sie, die Aufmerksamkeit ihrer Nutzer möglichst lange zu fesseln. Das gelingt am besten mit Hass, Empörung und Abgrenzung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Darum bevorzugen die Algorithmen der Sozialen Medien Hass, Empörung und Abgrenzung täglich milliardenfach gegenüber informativen und langweiligen Wahrheiten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wissenschaftler, Parteien, Behörden, Universitäten, Schulen, Medien, die informative und langweilige Wahrheiten bieten, werden von den Sozialen Medien benachteiligt und bleiben ungehört.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Influencer nutzen die Sozialen Medien, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu bekommen und Einfluss zu gewinnen. Das funktioniert am besten, wenn sie Hass, Empörung und Abgrenzung predigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme Hassprediger grenzen ihr angeblich „reines Volk“ von Ausländern und von allen anderen Parteien ab. Die Sozialen Medien fördern genau diesen Hass und diese Abgrenzung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Hassprediger kämpfen einen Wettkampf um die extremste, wahnwitzigste Position und die damit verbundene Aufmerksamkeit. Was früher unsagbar war, wird im Laufe dieses Wettkampfs normal.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Hassprediger locken ihre Zuhörer in eine Scheinwelt voller Kinderblut saugender Echsenmenschen: „Die Elite will mich mit geheimen Methoden zum Schweigen bringen“. In dieser Scheinwelt versucht jeder Hassprediger, seine Follower an sich zu binden und seine Nische zu besetzen: „Alle anderen lügen - glaubt nur mir!“&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Prediger von Hass und Empörung gewinnen zusätzlich Aufmerksamkeit auf den Sozialen Medien, wenn sie Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten angreifen, verleumden und bedrohen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Angegriffene Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten können nicht mit Hass antworten. Sie ziehen sich aus den Sozialen Medien zurück und verlieren an Macht und Geld.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auch die Menschen, die Hass, Empörung und Abgrenzung auf den Sozialen Medien nicht mehr konsumieren wollen, isolieren sich und schweigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme können ernsthaften, fairen Diskussionen auf den Sozialen Medien leicht die Aufmerksamkeit entziehen: Sie inszenieren sich als Opfer, drohen mit Gewalt, greifen Kritiker an und weichen in die Zweideutigkeit aus.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Informationsräume sind heute international zugänglich. Demokratien sind für ihre Wahlen auf informierte Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Darum sind sie verletzlich durch Propaganda und Desinformation.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diktaturen wie China und Russland versuchen, die Menschen in Demokratien mit Lügen zu verwirren und zu verunsichern und Misstrauen gegen Institutionen wie Staat, Medien, Universitäten und Forschung zu säen („the firehose of falsehoods“/„flood the zone with shit“).&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die dabei benutzten Schlagworte kennt man: „Mainstream Media“, „Lügenpresse“, „Staatsfunk“,„Deep State“, „Big Tech“. Verwirrte, misstrauische Menschen sind manipulierbar und handlungsunfähig. So werden Demokratien handlungsunfähig.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Unternehmen auf der ganzen Welt verkaufen automatisierte Kampagnen zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung auf den Sozialen Medien. Durch künstliche Intelligenz wird ihre Arbeit zusätzlich vereinfacht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Sozialen Medien stört das nicht, denn es hält mehr Nutzer länger am Bildschirm. In Demokratien lenkt es aber von realen Problemen ab.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Reale politische Probleme und Lösungen verlieren den Wettkampf um Aufmerksamkeit. Langweilige Wahrheit verliert gegen Hass, Empörung und Abgrenzung. Darum lösen wir als Gesellschaften wenig politische Probleme: Unsere ganze Aufmerksamkeit wird von Hass, Empörung und Abgrenzung beansprucht. Ungelöste Probleme wachsen sich zu Krisen aus. Jede Krise verliert die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, sobald eine neue Krise interessanter ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Traditionelle Medien - Zeitung, Radio und Fernsehen - setzen selbst keine Trends mehr. Sie folgen den Trends der Sozialen Medien und greifen im Wettkampf um Aufmerksamkeit auch Hass, Empörung und Abgrenzung aus den Sozialen Medien auf. So finden extreme Hassprediger aus ihrer Nische in die allgemeine Öffentlichkeit.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Manche Medien werden aufgekauft von reichen Menschen und Unternehmen auf der Suche nach Einfluss.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Medien, die den Interessen ihrer Konsumenten dienen, können heute neben den Sozialen Medien kaum noch überleben.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 10 Feb 2024 09:38:45 GMT</pubDate>
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Das gelingt am besten mit Hass, Empörung und Abgrenzung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Darum bevorzugen die Algorithmen der Sozialen Medien Hass, Empörung und Abgrenzung täglich milliardenfach gegenüber informativen und langweiligen Wahrheiten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wissenschaftler, Parteien, Behörden, Universitäten, Schulen, Medien, die informative und langweilige Wahrheiten bieten, werden von den Sozialen Medien benachteiligt und bleiben ungehört.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Influencer nutzen die Sozialen Medien, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu bekommen und Einfluss zu gewinnen. Das funktioniert am besten, wenn sie Hass, Empörung und Abgrenzung predigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme Hassprediger grenzen ihr angeblich „reines Volk“ von Ausländern und von allen anderen Parteien ab. Die Sozialen Medien fördern genau diesen Hass und diese Abgrenzung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Hassprediger kämpfen einen Wettkampf um die extremste, wahnwitzigste Position und die damit verbundene Aufmerksamkeit. Was früher unsagbar war, wird im Laufe dieses Wettkampfs normal.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Hassprediger locken ihre Zuhörer in eine Scheinwelt voller Kinderblut saugender Echsenmenschen: „Die Elite will mich mit geheimen Methoden zum Schweigen bringen“. In dieser Scheinwelt versucht jeder Hassprediger, seine Follower an sich zu binden und seine Nische zu besetzen: „Alle anderen lügen - glaubt nur mir!“&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Prediger von Hass und Empörung gewinnen zusätzlich Aufmerksamkeit auf den Sozialen Medien, wenn sie Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten angreifen, verleumden und bedrohen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Angegriffene Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten können nicht mit Hass antworten. Sie ziehen sich aus den Sozialen Medien zurück und verlieren an Macht und Geld.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auch die Menschen, die Hass, Empörung und Abgrenzung auf den Sozialen Medien nicht mehr konsumieren wollen, isolieren sich und schweigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme können ernsthaften, fairen Diskussionen auf den Sozialen Medien leicht die Aufmerksamkeit entziehen: Sie inszenieren sich als Opfer, drohen mit Gewalt, greifen Kritiker an und weichen in die Zweideutigkeit aus.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Informationsräume sind heute international zugänglich. Demokratien sind für ihre Wahlen auf informierte Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Darum sind sie verletzlich durch Propaganda und Desinformation.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diktaturen wie China und Russland versuchen, die Menschen in Demokratien mit Lügen zu verwirren und zu verunsichern und Misstrauen gegen Institutionen wie Staat, Medien, Universitäten und Forschung zu säen („the firehose of falsehoods“/„flood the zone with shit“).&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die dabei benutzten Schlagworte kennt man: „Mainstream Media“, „Lügenpresse“, „Staatsfunk“,„Deep State“, „Big Tech“. Verwirrte, misstrauische Menschen sind manipulierbar und handlungsunfähig. So werden Demokratien handlungsunfähig.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Unternehmen auf der ganzen Welt verkaufen automatisierte Kampagnen zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung auf den Sozialen Medien. Durch künstliche Intelligenz wird ihre Arbeit zusätzlich vereinfacht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Sozialen Medien stört das nicht, denn es hält mehr Nutzer länger am Bildschirm. In Demokratien lenkt es aber von realen Problemen ab.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Reale politische Probleme und Lösungen verlieren den Wettkampf um Aufmerksamkeit. Langweilige Wahrheit verliert gegen Hass, Empörung und Abgrenzung. Darum lösen wir als Gesellschaften wenig politische Probleme: Unsere ganze Aufmerksamkeit wird von Hass, Empörung und Abgrenzung beansprucht. Ungelöste Probleme wachsen sich zu Krisen aus. Jede Krise verliert die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, sobald eine neue Krise interessanter ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Traditionelle Medien - Zeitung, Radio und Fernsehen - setzen selbst keine Trends mehr. Sie folgen den Trends der Sozialen Medien und greifen im Wettkampf um Aufmerksamkeit auch Hass, Empörung und Abgrenzung aus den Sozialen Medien auf. So finden extreme Hassprediger aus ihrer Nische in die allgemeine Öffentlichkeit.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Manche Medien werden aufgekauft von reichen Menschen und Unternehmen auf der Suche nach Einfluss.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Medien, die den Interessen ihrer Konsumenten dienen, können heute neben den Sozialen Medien kaum noch überleben.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 10 Feb 2024 09:36:29 GMT</pubDate>
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Das gelingt am besten mit Hass, Empörung und Abgrenzung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Darum bevorzugen die Algorithmen der Sozialen Medien Hass, Empörung und Abgrenzung täglich milliardenfach gegenüber informativen und langweiligen Wahrheiten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wissenschaftler, Parteien, Behörden, Universitäten, Schulen, Medien, die informative und langweilige Wahrheiten bieten, werden von den Sozialen Medien benachteiligt und bleiben ungehört.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Influencer nutzen die Sozialen Medien, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu bekommen und Einfluss zu gewinnen. Das funktioniert am besten, wenn sie Hass, Empörung und Abgrenzung predigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme Hassprediger grenzen ihr angeblich „reines Volk“ von Ausländern und von allen anderen Parteien ab. Die Sozialen Medien fördern genau diesen Hass und diese Abgrenzung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Hassprediger kämpfen einen Wettkampf um die extremste, wahnwitzigste Position und die damit verbundene Aufmerksamkeit. Was früher unsagbar war, wird im Laufe dieses Wettkampfs normal.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Hassprediger locken ihre Zuhörer in eine Scheinwelt voller Kinderblut saugender Echsenmenschen: „Die Elite will mich mit geheimen Methoden zum Schweigen bringen“. 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Sie ziehen sich aus den Sozialen Medien zurück und verlieren an Macht und Geld.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auch die Menschen, die Hass, Empörung und Abgrenzung auf den Sozialen Medien nicht mehr konsumieren wollen, isolieren sich und schweigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme können ernsthaften, fairen Diskussionen auf den Sozialen Medien leicht die Aufmerksamkeit entziehen: Sie inszenieren sich als Opfer, drohen mit Gewalt, greifen Kritiker an und weichen in die Zweideutigkeit aus.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Informationsräume sind heute international zugänglich. Demokratien sind für ihre Wahlen auf informierte Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Darum sind sie verletzlich durch Propaganda und Desinformation.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diktaturen wie China und Russland versuchen, die Menschen in Demokratien mit Lügen zu verwirren und zu verunsichern und Misstrauen gegen Institutionen wie Staat, Medien, Universitäten und Forschung zu säen („the firehose of falsehoods“/„flood the zone with shit“).&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die dabei benutzten Schlagworte kennt man: „Mainstream Media“, „Lügenpresse“, „Staatsfunk“,„Deep State“, „Big Tech“. Verwirrte, misstrauische Menschen sind manipulierbar und handlungsunfähig. So werden Demokratien handlungsunfähig.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Unternehmen auf der ganzen Welt verkaufen automatisierte Kampagnen zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung auf den Sozialen Medien. Durch künstliche Intelligenz wird ihre Arbeit zusätzlich vereinfacht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Sozialen Medien stört das nicht, denn es hält mehr Nutzer länger am Bildschirm. In Demokratien lenkt es aber von realen Problemen ab.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Reale politische Probleme und Lösungen verlieren den Wettkampf um Aufmerksamkeit. Langweilige Wahrheit verliert gegen Hass, Empörung und Abgrenzung. Darum lösen wir als Gesellschaften wenig politische Probleme: Unsere ganze Aufmerksamkeit wird von Hass, Empörung und Abgrenzung beansprucht. Ungelöste Probleme wachsen sich zu Krisen aus. Jede Krise verliert die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, sobald eine neue Krise interessanter ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Traditionelle Medien - Zeitung, Radio und Fernsehen - setzen selbst keine Trends mehr. Sie folgen den Trends der Sozialen Medien und greifen im Wettkampf um Aufmerksamkeit auch Hass, Empörung und Abgrenzung aus den Sozialen Medien auf. So finden extreme Hassprediger aus ihrer Nische in die allgemeine Öffentlichkeit.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Manche Medien werden aufgekauft von reichen Menschen und Unternehmen auf der Suche nach Einfluss.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Medien, die den Interessen ihrer Konsumenten dienen, können heute neben den Sozialen Medien kaum noch überleben.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 10 Feb 2024 09:36:01 GMT</pubDate>
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			<source:markdown>Social Media, Demokratie und Diktatur&#10;&#10;Öffentlichkeit entsteht heute in einer neuen Infrastruktur: TikTok, Instagram, Youtube, Facebook, Twitter, Reddit, Snapchat, LinkedIn, Telegram: die Sozialen Medien. 5 Milliarden Menschen verbringen heute im mehr Zeit mit den Sozialen Medien als mit Zeitung, Radio und TV.&#10;&#10;Soziale Medien verdienen Geld mit Werbung, die sie ihren Nutzern zeigen. Darum versuchen sie, die Aufmerksamkeit ihrer Nutzer möglichst lange zu fesseln. Das gelingt am besten mit Hass, Empörung und Abgrenzung.&#10;&#10;Darum bevorzugen die Algorithmen der Sozialen Medien Hass, Empörung und Abgrenzung täglich milliardenfach gegenüber informativen und langweiligen Wahrheiten.&#10;&#10;Wissenschaftler, Parteien, Behörden, Universitäten, Schulen, Medien, die informative und langweilige Wahrheiten bieten, werden von den Sozialen Medien benachteiligt und bleiben ungehört.&#10;&#10;Influencer nutzen die Sozialen Medien, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu bekommen und Einfluss zu gewinnen. Das funktioniert am besten, wenn sie Hass, Empörung und Abgrenzung predigen.&#10;&#10;Rechtsextreme Hassprediger grenzen ihr angeblich „reines Volk“ von Ausländern und von allen anderen Parteien ab. Die Sozialen Medien fördern genau diesen Hass und diese Abgrenzung.&#10;&#10;Die Hassprediger kämpfen einen Wettkampf um die extremste, wahnwitzigste Position und die damit verbundene Aufmerksamkeit. Was früher unsagbar war, wird im Laufe dieses Wettkampfs normal.&#10;&#10;Hassprediger locken ihre Zuhörer in eine Scheinwelt voller Kinderblut saugender Echsenmenschen: „Die Elite will mich mit geheimen Methoden zum Schweigen bringen“. In dieser Scheinwelt versucht jeder Hassprediger, seine Follower an sich zu binden und seine Nische zu besetzen: „Alle anderen lügen - glaubt nur mir!“&#10;&#10;Die Prediger von Hass und Empörung gewinnen zusätzlich Aufmerksamkeit auf den Sozialen Medien, wenn sie Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten angreifen, verleumden und bedrohen.&#10;&#10;Angegriffene Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten können nicht mit Hass antworten. Sie ziehen sich aus den Sozialen Medien zurück und verlieren an Macht und Geld.&#10;&#10;Auch die Menschen, die Hass, Empörung und Abgrenzung auf den Sozialen Medien nicht mehr konsumieren wollen, isolieren sich und schweigen.&#10;&#10;Rechtsextreme können ernsthaften, fairen Diskussionen auf den Sozialen Medien leicht die Aufmerksamkeit entziehen: Sie inszenieren sich als Opfer, drohen mit Gewalt, greifen Kritiker an und weichen in die Zweideutigkeit aus.&#10;&#10;Informationsräume sind heute international zugänglich. Demokratien sind für ihre Wahlen auf informierte Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Darum sind sie verletzlich durch Propaganda und Desinformation.&#10;&#10;Diktaturen wie China und Russland versuchen, die Menschen in Demokratien mit Lügen zu verwirren und zu verunsichern und Misstrauen gegen Institutionen wie Staat, Medien, Universitäten und Forschung zu säen („the firehose of falsehoods“/„flood the zone with shit“).&#10;&#10;Die dabei benutzten Schlagworte kennt man: „Mainstream Media“, „Lügenpresse“, „Staatsfunk“,„Deep State“, „Big Tech“. Verwirrte, misstrauische Menschen sind manipulierbar und handlungsunfähig. So werden Demokratien handlungsunfähig.&#10;&#10;Unternehmen auf der ganzen Welt verkaufen automatisierte Kampagnen zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung auf den Sozialen Medien. Durch künstliche Intelligenz wird ihre Arbeit zusätzlich vereinfacht.&#10;&#10;Die Sozialen Medien stört das nicht, denn es hält mehr Nutzer länger am Bildschirm. In Demokratien lenkt es aber von realen Problemen ab.&#10;&#10;Reale politische Probleme und Lösungen verlieren den Wettkampf um Aufmerksamkeit. Langweilige Wahrheit verliert gegen Hass, Empörung und Abgrenzung. Darum lösen wir als Gesellschaften wenig politische Probleme: Unsere ganze Aufmerksamkeit wird von Hass, Empörung und Abgrenzung beansprucht. Ungelöste Probleme wachsen sich zu Krisen aus. Jede Krise verliert die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, sobald eine neue Krise interessanter ist.&#10;&#10;Traditionelle Medien - Zeitung, Radio und Fernsehen - setzen selbst keine Trends mehr. Sie folgen den Trends der Sozialen Medien und greifen im Wettkampf um Aufmerksamkeit auch Hass, Empörung und Abgrenzung aus den Sozialen Medien auf. So finden extreme Hassprediger aus ihrer Nische in die allgemeine Öffentlichkeit.&#10;&#10;Manche Medien werden aufgekauft von reichen Menschen und Unternehmen auf der Suche nach Einfluss.&#10;&#10;Medien, die den Interessen ihrer Konsumenten dienen, können heute neben den Sozialen Medien kaum noch überleben.</source:markdown>
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			<description>&lt;p&gt;Social Media, Demokratie und Diktatur&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Öffentlichkeit entsteht heute in einer neuen Infrastruktur: TikTok, Instagram, Youtube, Facebook, Twitter, Reddit, Snapchat, LinkedIn, Telegram: die Sozialen Medien. 5 Milliarden Menschen verbringen heute im mehr Zeit mit den Sozialen Medien als mit Zeitung, Radio und TV.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Soziale Medien verdienen Geld mit Werbung, die sie ihren Nutzern zeigen. Darum versuchen sie, die Aufmerksamkeit ihrer Nutzer möglichst lange zu fesseln. Das gelingt am besten mit Hass, Empörung und Abgrenzung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Darum bevorzugen die Algorithmen der Sozialen Medien Hass, Empörung und Abgrenzung täglich milliardenfach gegenüber informativen und langweiligen Wahrheiten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wissenschaftler, Parteien, Behörden, Universitäten, Schulen, Medien, die informative und langweilige Wahrheiten bieten, werden von den Sozialen Medien benachteiligt und bleiben ungehört.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Influencer nutzen die Sozialen Medien, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu bekommen und Einfluss zu gewinnen. Das funktioniert am besten, wenn sie Hass, Empörung und Abgrenzung predigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme Hassprediger grenzen ihr angeblich „reines Volk“ von Ausländern und von allen anderen Parteien ab. Die Sozialen Medien fördern genau diesen Hass und diese Abgrenzung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Hassprediger kämpfen einen Wettkampf um die extremste, wahnwitzigste Position und die damit verbundene Aufmerksamkeit. Was früher unsagbar war, wird im Laufe dieses Wettkampfs normal.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Hassprediger locken ihre Zuhörer in eine Scheinwelt voller Kinderblut saugender Echsenmenschen: „Die Elite will mich mit geheimen Methoden zum Schweigen bringen“. In dieser Scheinwelt versucht jeder Hassprediger, seine Follower an sich zu binden und seine Nische zu besetzen: „Alle anderen lügen - glaubt nur mir!“&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Prediger von Hass und Empörung gewinnen zusätzlich Aufmerksamkeit auf den Sozialen Medien, wenn sie Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten angreifen, verleumden und bedrohen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Angegriffene Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten können nicht mit Hass antworten. Sie ziehen sich aus den Sozialen Medien zurück und verlieren an Macht und Geld.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auch die Menschen, die Hass, Empörung und Abgrenzung auf den Sozialen Medien nicht mehr konsumieren wollen, isolieren sich und schweigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme können ernsthaften, fairen Diskussionen auf den Sozialen Medien leicht die Aufmerksamkeit entziehen: Sie inszenieren sich als Opfer, drohen mit Gewalt, greifen Kritiker an und weichen in die Zweideutigkeit aus.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Informationsräume sind heute international zugänglich. Demokratien sind für ihre Wahlen auf informierte Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Darum sind sie verletzlich durch Propaganda und Desinformation.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diktaturen wie China und Russland versuchen, die Menschen in Demokratien mit Lügen zu verwirren und zu verunsichern und Misstrauen gegen Institutionen wie Staat, Medien, Universitäten und Forschung zu säen („the firehose of falsehoods“/„flood the zone with shit“).&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die dabei benutzten Schlagworte kennt man: „Mainstream Media“, „Lügenpresse“, „Staatsfunk“,„Deep State“, „Big Tech“. Verwirrte, misstrauische Menschen sind manipulierbar und handlungsunfähig. So werden Demokratien handlungsunfähig.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Unternehmen auf der ganzen Welt verkaufen automatisierte Kampagnen zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung auf den Sozialen Medien. Durch künstliche Intelligenz wird ihre Arbeit zusätzlich vereinfacht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Sozialen Medien stört das nicht, denn es hält mehr Nutzer länger am Bildschirm. In Demokratien lenkt es aber von realen Problemen ab.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Reale politische Probleme und Lösungen verlieren den Wettkampf um Aufmerksamkeit. Langweilige Wahrheit verliert gegen Hass, Empörung und Abgrenzung. Darum lösen wir als Gesellschaften wenig politische Probleme: Unsere ganze Aufmerksamkeit wird von Hass, Empörung und Abgrenzung beansprucht. Ungelöste Probleme wachsen sich zu Krisen aus. Jede Krise verliert die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, sobald eine neue Krise interessanter ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Traditionelle Medien - Zeitung, Radio und Fernsehen - setzen selbst keine Trends mehr. Sie folgen den Trends der Sozialen Medien und greifen im Wettkampf um Aufmerksamkeit auch Hass, Empörung und Abgrenzung aus den Sozialen Medien auf. So finden extreme Hassprediger aus ihrer Nische in die allgemeine Öffentlichkeit.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Manche Medien werden aufgekauft von reichen Menschen und Unternehmen auf der Suche nach Einfluss.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Medien, die den Interessen ihrer Konsumenten dienen, können heute neben den Sozialen Medien kaum noch überleben.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 10 Feb 2024 08:36:45 GMT</pubDate>
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Das gelingt am besten mit Hass, Empörung und Abgrenzung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Darum bevorzugen die Algorithmen der Sozialen Medien Hass, Empörung und Abgrenzung täglich milliardenfach gegenüber informativen und langweiligen Wahrheiten.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wissenschaftler, Parteien, Behörden, Universitäten, Schulen, Medien, die informative und langweilige Wahrheiten bieten, werden von den Sozialen Medien benachteiligt und bleiben ungehört.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Influencer nutzen die Sozialen Medien, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu bekommen und Einfluss zu gewinnen. Das funktioniert am besten, wenn sie Hass, Empörung und Abgrenzung predigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme Hassprediger grenzen ihr angeblich „reines Volk“ von Ausländern und von allen anderen Parteien ab. Die Sozialen Medien fördern genau diesen Hass und diese Abgrenzung.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Hassprediger kämpfen einen Wettkampf um die extremste, wahnwitzigste Position und die damit verbundene Aufmerksamkeit. Was früher unsagbar war, wird im Laufe dieses Wettkampfs normal.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Hassprediger locken ihre Zuhörer in eine Scheinwelt voller Kinderblut saugender Echsenmenschen: „Die Elite will mich mit geheimen Methoden zum Schweigen bringen“. In dieser Scheinwelt versucht jeder Hassprediger, seine Follower an sich zu binden und seine Nische zu besetzen: „Alle anderen lügen - glaubt nur mir!“&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Prediger von Hass und Empörung gewinnen zusätzlich Aufmerksamkeit auf den Sozialen Medien, wenn sie Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten angreifen, verleumden und bedrohen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Angegriffene Wissenschaftler, Behörden, Universitäten, Parteien, Medien und Journalisten können nicht mit Hass antworten. Sie ziehen sich aus den Sozialen Medien zurück und verlieren an Macht und Geld.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Auch die Menschen, die Hass, Empörung und Abgrenzung auf den Sozialen Medien nicht mehr konsumieren wollen, isolieren sich und schweigen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Rechtsextreme können ernsthaften, fairen Diskussionen auf den Sozialen Medien leicht die Aufmerksamkeit entziehen: Sie inszenieren sich als Opfer, drohen mit Gewalt, greifen Kritiker an und weichen in die Zweideutigkeit aus.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Informationsräume sind heute international zugänglich. Demokratien sind für ihre Wahlen auf informierte Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Darum sind sie verletzlich durch Propaganda und Desinformation.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diktaturen wie China und Russland versuchen, die Menschen in Demokratien mit Lügen zu verwirren und zu verunsichern und Misstrauen gegen Institutionen wie Staat, Medien, Universitäten und Forschung zu säen („the firehose of falsehoods“/„flood the zone with shit“).&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die dabei benutzten Schlagworte kennt man: „Mainstream Media“, „Lügenpresse“, „Staatsfunk“,„Deep State“, „Big Tech“. Verwirrte, misstrauische Menschen sind manipulierbar und handlungsunfähig. So werden Demokratien handlungsunfähig.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Unternehmen auf der ganzen Welt verkaufen automatisierte Kampagnen zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung auf den Sozialen Medien. Durch künstliche Intelligenz wird ihre Arbeit zusätzlich vereinfacht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Sozialen Medien stört das nicht, denn es hält mehr Nutzer länger am Bildschirm. In Demokratien lenkt es aber von realen Problemen ab.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Reale politische Probleme und Lösungen verlieren den Wettkampf um Aufmerksamkeit. Langweilige Wahrheit verliert gegen Hass, Empörung und Abgrenzung. Darum lösen wir als Gesellschaften wenig politische Probleme: Unsere ganze Aufmerksamkeit wird von Hass, Empörung und Abgrenzung beansprucht. Ungelöste Probleme wachsen sich zu Krisen aus. Jede Krise verliert die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, sobald eine neue Krise interessanter ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Traditionelle Medien - Zeitung, Radio und Fernsehen - setzen selbst keine Trends mehr. Sie folgen den Trends der Sozialen Medien und greifen im Wettkampf um Aufmerksamkeit auch Hass, Empörung und Abgrenzung aus den Sozialen Medien auf. So finden extreme Hassprediger aus ihrer Nische in die allgemeine Öffentlichkeit.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Manche Medien werden aufgekauft von reichen Menschen und Unternehmen auf der Suche nach Einfluss.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Medien, die den Interessen ihrer Konsumenten dienen, können heute neben den Sozialen Medien kaum noch überleben.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 10 Feb 2024 08:36:20 GMT</pubDate>
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