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			<description>&lt;p&gt;Weil ich aktuell immer häufiger Postings sehe, in denen es um die Bürgergeld-Erhöhung für 2024 geht, hier mal ein paar Gedanken dazu. In diesen Postings werden falsche Berechnungen dafür verwendet, dass man über zu hohes Bürgergeld auf der einen und zu niedrige Einkommen auf der anderen Seite schimpft.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Zum Hintergrund: 2024 wird nach langem politischen Verhandeln das Bürgergeld angehoben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Alleinstehende: 502 -&amp;gt; 563 EUR&#10;Jugendliche: 420 -&amp;gt; 471 EUR&#10;Kinder 7-14 Jahre: 348 -&amp;gt; 390 EUR&#10;Kinder bis 6 Jahre: 318 -&amp;gt; 357 EUR&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diese Grundbeträge sollte man erst einmal immer vor Augen haben, wenn man sich über das &amp;quot;übermäßig hohe Bürgergeld&amp;quot; aufregt. Und sich überlegen, wie ein Leben aussieht, wenn man 563 EUR im Monat zur Verfügung hat (von denen Stromkosten übrigens noch bezahlt werden müssen).&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;In den aktuell von AfD, CDU und auch konservativen Journalisten verbreiteten Postings wird das Bürgergeld mit geringen Einkommen verglichen. Die Message hier ist: Arbeit lohnt sich nicht, Sozialleistungsempfänger kommen besser weg, ich muss Schmarotzer mit meinen Steuern finanzieren. NUR: Diese Modellrechnungen stimmen allesamt nicht. Mal ignorieren sie, dass das Kindergeld auf das Bürgergeld angerechnet wird. Mal werden Nebenkosten wie Stromkosten fälschlich ins Bürgergeld einberechnet. Und vor allem ignorieren alle diese Rechnungen, dass auch Menschen mit niedrigem Einkommen Sozialleistungen wie z.B. Wohngeld zusteht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wenn man korrekt rechnet und alle Leistungen berücksichtigt, die auch Menschen mit niedrigen Einkommen zustehen, dann hat jemand der arbeitet, immer deutlich mehr Geld zur Verfügung. Konkretes Beispiel ist das Posting von Jan Fleischhauer, ein Journalist beim SPIEGEL, der vor kurzem folgende Rechnung in die sozialen Medien gehauen hat:&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&amp;quot;Ein Paar mit 2 Kindern hat ab Januar Anspruch auf 2502 EUR Bürgergeld. Das entspricht einem Bruttogehalt von 3320 EUR. Ein Gehaltscheck zeigt, welche Berufe da noch mithalten können. Arzthelfer, Bäcker, Buchhalter, Bürokaufmann sind schon mal raus&amp;quot;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diese Rechnung stimmt nicht. Die Familie mit einem Bruttogehalt von 3320 EUR hätte bei selber Wohnungsgröße 610-780 mehr Euro; wenn beide Kinder unter 5 Jahren sind, wären es sogar 715-989 Euro mehr. Wer das genau nachrechnen will: Eine genaue Aufschlüsselung (Achtung, kompliziert), findet man hier - von einem Sozialarbeiter, der so etwas hauptberuflich macht: &lt;a href=&quot;https://twitter.com/sozi%5C_simon/status/1729384118247436619&quot;&gt;https://twitter.com/sozi\_simon/status/1729384118247436619&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die interessante Frage ist, warum solche Postings vor allem aus den rechten Lagern verbreitet werden. Man kann natürlich vermuten, dass dies aus Versehen passiert, weil das deutsche Sozialleistungswesen enorm kompliziert ist. Es ist sehr schwierig, genau zu berechnen, wieviel aus welchen Töpfen jemandem zusteht. Auch die meisten Rechner im Web berücksichtigen nicht alle Faktoren. Da kann dann durchaus mal eine Falschrechnung bei herauskommen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Vielleicht steht aber auch eine politische Agenda dahinter. Denn für die gesellschaftliche Klasse, die viel Geld verdient und wenig bis gar keine Steuern bezahlt, ist es super, wenn sich Menschen mit niedrigem Einkommen mit denen kloppen, die gar kein Einkommen haben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dazu passen die Steuerpläne der deutschen Parteien, die ich hier als Bild angefügt habe. AfD und CDU - also diejenigen, die diese Bürgergeldpostings verbreiten - wollen die Abgaben für hohe Einkommen reduzieren, während die Abgaben für Geringverdiener quasi gleich bleiben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Merkt ihr was?&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Bürgergelderhöhung wird den Staat übrigens zwischen 2 und 4 Mrd Euro kosten; genaue Zahlen sind schwer zu ermitteln. Das ist viel Geld. Mal ausgehend von 4 Mrd Euro entspricht das 4% der Summe, die dem Staat jährlich durch Steuerbetrug entgehen: Ca. 100 Mrd Euro. Die geschätzten Kosten durch Sozialbetrug beim Bürgergeld liegen bei ca. 60 Mio Euro (Zahlen von 2022) - das sind 0,6% davon.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wie viele Postings zum Thema Steuerbetrug &amp;amp; Steuerschaden durch hohe Einkommen und Unternehmen kennt ihr denn so? Warum schreibt denn niemand darüber, obwohl es doch so viel mehr Kosten verursacht?&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Ganze hat ein bisschen was von den Gladiatorenkämpfen im alten Rom... in der Arena kämpfen Menschen mit wenig Einkommen gegen Menschen mit Bürgergeld, während das Publikum auf den Rängen sich die Taschen voll macht. Das Interessante daran ist, dass die Gladiatoren mit den etwas besseren Waffen glauben, sie säßen im Publikum - anstatt zu merken, dass sie eigentlich nur verarscht werden. 😉&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Das ist übrigens kein Werbebeitrag für die Linken, mir geht es hier nicht um eine besondere Partei - sondern darum zu verstehen, warum und von wem solche Postings verbreitet werden. Ich selbst sitze nämlich in der Arena im Publikum - ich verdiene überdurchschnittlich gut, aber nicht so gut, dass ich dank Schlupflöchern und Konten in der Karibik keine Steuern bezahlen müsste. Und würde von den Plänen von AfD, CDU und FDP persönlich stark profitieren. Das Problem ist nur: Ich mag keine Gladiatorenkämpfe. Da unten kämpfen nämlich Freunde und Familienangehörige von mir mit.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 13 Dec 2023 14:21:31 GMT</pubDate>
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Und sich überlegen, wie ein Leben aussieht, wenn man 563 EUR im Monat zur Verfügung hat (von denen Stromkosten übrigens noch bezahlt werden müssen).&#10;&#10;In den aktuell von AfD, CDU und auch konservativen Journalisten verbreiteten Postings wird das Bürgergeld mit geringen Einkommen verglichen. Die Message hier ist: Arbeit lohnt sich nicht, Sozialleistungsempfänger kommen besser weg, ich muss Schmarotzer mit meinen Steuern finanzieren. NUR: Diese Modellrechnungen stimmen allesamt nicht. Mal ignorieren sie, dass das Kindergeld auf das Bürgergeld angerechnet wird. Mal werden Nebenkosten wie Stromkosten fälschlich ins Bürgergeld einberechnet. Und vor allem ignorieren alle diese Rechnungen, dass auch Menschen mit niedrigem Einkommen Sozialleistungen wie z.B. Wohngeld zusteht.&#10;&#10;Wenn man korrekt rechnet und alle Leistungen berücksichtigt, die auch Menschen mit niedrigen Einkommen zustehen, dann hat jemand der arbeitet, immer deutlich mehr Geld zur Verfügung. Konkretes Beispiel ist das Posting von Jan Fleischhauer, ein Journalist beim SPIEGEL, der vor kurzem folgende Rechnung in die sozialen Medien gehauen hat:&#10;&#10;&quot;Ein Paar mit 2 Kindern hat ab Januar Anspruch auf 2502 EUR Bürgergeld. Das entspricht einem Bruttogehalt von 3320 EUR. Ein Gehaltscheck zeigt, welche Berufe da noch mithalten können. Arzthelfer, Bäcker, Buchhalter, Bürokaufmann sind schon mal raus&quot;.&#10;&#10;Diese Rechnung stimmt nicht. Die Familie mit einem Bruttogehalt von 3320 EUR hätte bei selber Wohnungsgröße 610-780 mehr Euro; wenn beide Kinder unter 5 Jahren sind, wären es sogar 715-989 Euro mehr. Wer das genau nachrechnen will: Eine genaue Aufschlüsselung (Achtung, kompliziert), findet man hier - von einem Sozialarbeiter, der so etwas hauptberuflich macht: https://twitter.com/sozi\_simon/status/1729384118247436619&#10;&#10;Die interessante Frage ist, warum solche Postings vor allem aus den rechten Lagern verbreitet werden. Man kann natürlich vermuten, dass dies aus Versehen passiert, weil das deutsche Sozialleistungswesen enorm kompliziert ist. Es ist sehr schwierig, genau zu berechnen, wieviel aus welchen Töpfen jemandem zusteht. Auch die meisten Rechner im Web berücksichtigen nicht alle Faktoren. Da kann dann durchaus mal eine Falschrechnung bei herauskommen.&#10;&#10;Vielleicht steht aber auch eine politische Agenda dahinter. Denn für die gesellschaftliche Klasse, die viel Geld verdient und wenig bis gar keine Steuern bezahlt, ist es super, wenn sich Menschen mit niedrigem Einkommen mit denen kloppen, die gar kein Einkommen haben.&#10;&#10;Dazu passen die Steuerpläne der deutschen Parteien, die ich hier als Bild angefügt habe. AfD und CDU - also diejenigen, die diese Bürgergeldpostings verbreiten - wollen die Abgaben für hohe Einkommen reduzieren, während die Abgaben für Geringverdiener quasi gleich bleiben.&#10;&#10;Merkt ihr was?&#10;&#10;Die Bürgergelderhöhung wird den Staat übrigens zwischen 2 und 4 Mrd Euro kosten; genaue Zahlen sind schwer zu ermitteln. Das ist viel Geld. Mal ausgehend von 4 Mrd Euro entspricht das 4% der Summe, die dem Staat jährlich durch Steuerbetrug entgehen: Ca. 100 Mrd Euro. Die geschätzten Kosten durch Sozialbetrug beim Bürgergeld liegen bei ca. 60 Mio Euro (Zahlen von 2022) - das sind 0,6% davon.&#10;&#10;Wie viele Postings zum Thema Steuerbetrug &amp; Steuerschaden durch hohe Einkommen und Unternehmen kennt ihr denn so? Warum schreibt denn niemand darüber, obwohl es doch so viel mehr Kosten verursacht?&#10;&#10;Das Ganze hat ein bisschen was von den Gladiatorenkämpfen im alten Rom... in der Arena kämpfen Menschen mit wenig Einkommen gegen Menschen mit Bürgergeld, während das Publikum auf den Rängen sich die Taschen voll macht. Das Interessante daran ist, dass die Gladiatoren mit den etwas besseren Waffen glauben, sie säßen im Publikum - anstatt zu merken, dass sie eigentlich nur verarscht werden. 😉&#10;&#10;Das ist übrigens kein Werbebeitrag für die Linken, mir geht es hier nicht um eine besondere Partei - sondern darum zu verstehen, warum und von wem solche Postings verbreitet werden. Ich selbst sitze nämlich in der Arena im Publikum - ich verdiene überdurchschnittlich gut, aber nicht so gut, dass ich dank Schlupflöchern und Konten in der Karibik keine Steuern bezahlen müsste. Und würde von den Plänen von AfD, CDU und FDP persönlich stark profitieren. Das Problem ist nur: Ich mag keine Gladiatorenkämpfe. Da unten kämpfen nämlich Freunde und Familienangehörige von mir mit.</source:markdown>
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			<description>&lt;p&gt;Weil ich aktuell immer häufiger Postings sehe, in denen es um die Bürgergeld-Erhöhung für 2024 geht, hier mal ein paar Gedanken dazu. In diesen Postings werden falsche Berechnungen dafür verwendet, dass man über zu hohes Bürgergeld auf der einen und zu niedrige Einkommen auf der anderen Seite schimpft.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Zum Hintergrund: 2024 wird nach langem politischen Verhandeln das Bürgergeld angehoben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Alleinstehende: 502 -&amp;gt; 563 EUR&#10;Jugendliche: 420 -&amp;gt; 471 EUR&#10;Kinder 7-14 Jahre: 348 -&amp;gt; 390 EUR&#10;Kinder bis 6 Jahre: 318 -&amp;gt; 357 EUR&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diese Grundbeträge sollte man erst einmal immer vor Augen haben, wenn man sich über das &amp;quot;übermäßig hohe Bürgergeld&amp;quot; aufregt. Und sich überlegen, wie ein Leben aussieht, wenn man 563 EUR im Monat zur Verfügung hat (von denen Stromkosten übrigens noch bezahlt werden müssen).&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;In den aktuell von AfD, CDU und auch konservativen Journalisten verbreiteten Postings wird das Bürgergeld mit geringen Einkommen verglichen. Die Message hier ist: Arbeit lohnt sich nicht, Sozialleistungsempfänger kommen besser weg, ich muss Schmarotzer mit meinen Steuern finanzieren. NUR: Diese Modellrechnungen stimmen allesamt nicht. Mal ignorieren sie, dass das Kindergeld auf das Bürgergeld angerechnet wird. Mal werden Nebenkosten wie Stromkosten fälschlich ins Bürgergeld einberechnet. Und vor allem ignorieren alle diese Rechnungen, dass auch Menschen mit niedrigem Einkommen Sozialleistungen wie z.B. Wohngeld zusteht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wenn man korrekt rechnet und alle Leistungen berücksichtigt, die auch Menschen mit niedrigen Einkommen zustehen, dann hat jemand der arbeitet, immer deutlich mehr Geld zur Verfügung. Konkretes Beispiel ist das Posting von Jan Fleischhauer, ein Journalist beim SPIEGEL, der vor kurzem folgende Rechnung in die sozialen Medien gehauen hat:&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&amp;quot;Ein Paar mit 2 Kindern hat ab Januar Anspruch auf 2502 EUR Bürgergeld. Das entspricht einem Bruttogehalt von 3320 EUR. Ein Gehaltscheck zeigt, welche Berufe da noch mithalten können. Arzthelfer, Bäcker, Buchhalter, Bürokaufmann sind schon mal raus&amp;quot;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diese Rechnung stimmt nicht. Die Familie mit einem Bruttogehalt von 3320 EUR hätte bei selber Wohnungsgröße 610-780 mehr Euro; wenn beide Kinder unter 5 Jahren sind, wären es sogar 715-989 Euro mehr. Wer das genau nachrechnen will: Eine genaue Aufschlüsselung (Achtung, kompliziert), findet man hier - von einem Sozialarbeiter, der so etwas hauptberuflich macht: &lt;a href=&quot;https://twitter.com/sozi%5C_simon/status/1729384118247436619&quot;&gt;https://twitter.com/sozi\_simon/status/1729384118247436619&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die interessante Frage ist, warum solche Postings vor allem aus den rechten Lagern verbreitet werden. Man kann natürlich vermuten, dass dies aus Versehen passiert, weil das deutsche Sozialleistungswesen enorm kompliziert ist. Es ist sehr schwierig, genau zu berechnen, wieviel aus welchen Töpfen jemandem zusteht. Auch die meisten Rechner im Web berücksichtigen nicht alle Faktoren. Da kann dann durchaus mal eine Falschrechnung bei herauskommen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Vielleicht steht aber auch eine politische Agenda dahinter. Denn für die gesellschaftliche Klasse, die viel Geld verdient und wenig bis gar keine Steuern bezahlt, ist es super, wenn sich Menschen mit niedrigem Einkommen mit denen kloppen, die gar kein Einkommen haben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dazu passen die Steuerpläne der deutschen Parteien, die ich hier als Bild angefügt habe. AfD und CDU - also diejenigen, die diese Bürgergeldpostings verbreiten - wollen die Abgaben für hohe Einkommen reduzieren, während die Abgaben für Geringverdiener quasi gleich bleiben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Merkt ihr was?&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Bürgergelderhöhung wird den Staat übrigens zwischen 2 und 4 Mrd Euro kosten; genaue Zahlen sind schwer zu ermitteln. Das ist viel Geld. Mal ausgehend von 4 Mrd Euro entspricht das 4% der Summe, die dem Staat jährlich durch Steuerbetrug entgehen: Ca. 100 Mrd Euro. Die geschätzten Kosten durch Sozialbetrug beim Bürgergeld liegen bei ca. 60 Mio Euro (Zahlen von 2022) - das sind 0,6% davon.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wie viele Postings zum Thema Steuerbetrug &amp;amp; Steuerschaden durch hohe Einkommen und Unternehmen kennt ihr denn so? Warum schreibt denn niemand darüber, obwohl es doch so viel mehr Kosten verursacht?&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Ganze hat ein bisschen was von den Gladiatorenkämpfen im alten Rom... in der Arena kämpfen Menschen mit wenig Einkommen gegen Menschen mit Bürgergeld, während das Publikum auf den Rängen sich die Taschen voll macht. Das Interessante daran ist, dass die Gladiatoren mit den etwas besseren Waffen glauben, sie säßen im Publikum - anstatt zu merken, dass sie eigentlich nur verarscht werden. 😉&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Das ist übrigens kein Werbebeitrag für die Linken, mir geht es hier nicht um eine besondere Partei - sondern darum zu verstehen, warum und von wem solche Postings verbreitet werden. Ich selbst sitze nämlich in der Arena im Publikum - ich verdiene überdurchschnittlich gut, aber nicht so gut, dass ich dank Schlupflöchern und Konten in der Karibik keine Steuern bezahlen müsste. Und würde von den Plänen von AfD, CDU und FDP persönlich stark profitieren. Das Problem ist nur: Ich mag keine Gladiatorenkämpfe. Da unten kämpfen nämlich Freunde und Familienangehörige von mir mit.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 13 Dec 2023 14:19:26 GMT</pubDate>
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Und sich überlegen, wie ein Leben aussieht, wenn man 563 EUR im Monat zur Verfügung hat (von denen Stromkosten übrigens noch bezahlt werden müssen).&#10;&#10;In den aktuell von AfD, CDU und auch konservativen Journalisten verbreiteten Postings wird das Bürgergeld mit geringen Einkommen verglichen. Die Message hier ist: Arbeit lohnt sich nicht, Sozialleistungsempfänger kommen besser weg, ich muss Schmarotzer mit meinen Steuern finanzieren. NUR: Diese Modellrechnungen stimmen allesamt nicht. Mal ignorieren sie, dass das Kindergeld auf das Bürgergeld angerechnet wird. Mal werden Nebenkosten wie Stromkosten fälschlich ins Bürgergeld einberechnet. Und vor allem ignorieren alle diese Rechnungen, dass auch Menschen mit niedrigem Einkommen Sozialleistungen wie z.B. Wohngeld zusteht.&#10;&#10;Wenn man korrekt rechnet und alle Leistungen berücksichtigt, die auch Menschen mit niedrigen Einkommen zustehen, dann hat jemand der arbeitet, immer deutlich mehr Geld zur Verfügung. Konkretes Beispiel ist das Posting von Jan Fleischhauer, ein Journalist beim SPIEGEL, der vor kurzem folgende Rechnung in die sozialen Medien gehauen hat:&#10;&#10;&quot;Ein Paar mit 2 Kindern hat ab Januar Anspruch auf 2502 EUR Bürgergeld. Das entspricht einem Bruttogehalt von 3320 EUR. Ein Gehaltscheck zeigt, welche Berufe da noch mithalten können. Arzthelfer, Bäcker, Buchhalter, Bürokaufmann sind schon mal raus&quot;.&#10;&#10;Diese Rechnung stimmt nicht. Die Familie mit einem Bruttogehalt von 3320 EUR hätte bei selber Wohnungsgröße 610-780 mehr Euro; wenn beide Kinder unter 5 Jahren sind, wären es sogar 715-989 Euro mehr. Wer das genau nachrechnen will: Eine genaue Aufschlüsselung (Achtung, kompliziert), findet man hier - von einem Sozialarbeiter, der so etwas hauptberuflich macht: https://twitter.com/sozi\_simon/status/1729384118247436619&#10;&#10;Die interessante Frage ist, warum solche Postings vor allem aus den rechten Lagern verbreitet werden. Man kann natürlich vermuten, dass dies aus Versehen passiert, weil das deutsche Sozialleistungswesen enorm kompliziert ist. Es ist sehr schwierig, genau zu berechnen, wieviel aus welchen Töpfen jemandem zusteht. Auch die meisten Rechner im Web berücksichtigen nicht alle Faktoren. Da kann dann durchaus mal eine Falschrechnung bei herauskommen.&#10;&#10;Vielleicht steht aber auch eine politische Agenda dahinter. Denn für die gesellschaftliche Klasse, die viel Geld verdient und wenig bis gar keine Steuern bezahlt, ist es super, wenn sich Menschen mit niedrigem Einkommen mit denen kloppen, die gar kein Einkommen haben.&#10;&#10;Dazu passen die Steuerpläne der deutschen Parteien, die ich hier als Bild angefügt habe. AfD und CDU - also diejenigen, die diese Bürgergeldpostings verbreiten - wollen die Abgaben für hohe Einkommen reduzieren, während die Abgaben für Geringverdiener quasi gleich bleiben.&#10;&#10;Merkt ihr was?&#10;&#10;Die Bürgergelderhöhung wird den Staat übrigens zwischen 2 und 4 Mrd Euro kosten; genaue Zahlen sind schwer zu ermitteln. Das ist viel Geld. Mal ausgehend von 4 Mrd Euro entspricht das 4% der Summe, die dem Staat jährlich durch Steuerbetrug entgehen: Ca. 100 Mrd Euro. Die geschätzten Kosten durch Sozialbetrug beim Bürgergeld liegen bei ca. 60 Mio Euro (Zahlen von 2022) - das sind 0,6% davon.&#10;&#10;Wie viele Postings zum Thema Steuerbetrug &amp; Steuerschaden durch hohe Einkommen und Unternehmen kennt ihr denn so? Warum schreibt denn niemand darüber, obwohl es doch so viel mehr Kosten verursacht?&#10;&#10;Das Ganze hat ein bisschen was von den Gladiatorenkämpfen im alten Rom... in der Arena kämpfen Menschen mit wenig Einkommen gegen Menschen mit Bürgergeld, während das Publikum auf den Rängen sich die Taschen voll macht. Das Interessante daran ist, dass die Gladiatoren mit den etwas besseren Waffen glauben, sie säßen im Publikum - anstatt zu merken, dass sie eigentlich nur verarscht werden. 😉&#10;&#10;Das ist übrigens kein Werbebeitrag für die Linken, mir geht es hier nicht um eine besondere Partei - sondern darum zu verstehen, warum und von wem solche Postings verbreitet werden. Ich selbst sitze nämlich in der Arena im Publikum - ich verdiene überdurchschnittlich gut, aber nicht so gut, dass ich dank Schlupflöchern und Konten in der Karibik keine Steuern bezahlen müsste. Und würde von den Plänen von AfD, CDU und FDP persönlich stark profitieren. Das Problem ist nur: Ich mag keine Gladiatorenkämpfe. Da unten kämpfen nämlich Freunde und Familienangehörige von mir mit.</source:markdown>
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			<description>&lt;p&gt;Weil ich aktuell immer häufiger Postings sehe, in denen es um die Bürgergeld-Erhöhung für 2024 geht, hier mal ein paar Gedanken dazu. In diesen Postings werden falsche Berechnungen dafür verwendet, dass man über zu hohes Bürgergeld auf der einen und zu niedrige Einkommen auf der anderen Seite schimpft.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Zum Hintergrund: 2024 wird nach langem politischen Verhandeln das Bürgergeld angehoben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Alleinstehende: 502 -&amp;gt; 563 EUR&#10;Jugendliche: 420 -&amp;gt; 471 EUR&#10;Kinder 7-14 Jahre: 348 -&amp;gt; 390 EUR&#10;Kinder bis 6 Jahre: 318 -&amp;gt; 357 EUR&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diese Grundbeträge sollte man erst einmal immer vor Augen haben, wenn man sich über das &amp;quot;übermäßig hohe Bürgergeld&amp;quot; aufregt. 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Wer das genau nachrechnen will: Eine genaue Aufschlüsselung (Achtung, kompliziert), findet man hier - von einem Sozialarbeiter, der so etwas hauptberuflich macht: &lt;a href=&quot;https://twitter.com/sozi%5C_simon/status/1729384118247436619&quot;&gt;https://twitter.com/sozi\_simon/status/1729384118247436619&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die interessante Frage ist, warum solche Postings vor allem aus den rechten Lagern verbreitet werden. Man kann natürlich vermuten, dass dies aus Versehen passiert, weil das deutsche Sozialleistungswesen enorm kompliziert ist. Es ist sehr schwierig, genau zu berechnen, wieviel aus welchen Töpfen jemandem zusteht. Auch die meisten Rechner im Web berücksichtigen nicht alle Faktoren. Da kann dann durchaus mal eine Falschrechnung bei herauskommen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Vielleicht steht aber auch eine politische Agenda dahinter. Denn für die gesellschaftliche Klasse, die viel Geld verdient und wenig bis gar keine Steuern bezahlt, ist es super, wenn sich Menschen mit niedrigem Einkommen mit denen kloppen, die gar kein Einkommen haben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dazu passen die Steuerpläne der deutschen Parteien, die ich hier als Bild angefügt habe. AfD und CDU - also diejenigen, die diese Bürgergeldpostings verbreiten - wollen die Abgaben für hohe Einkommen reduzieren, während die Abgaben für Geringverdiener quasi gleich bleiben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Merkt ihr was?&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Bürgergelderhöhung wird den Staat übrigens zwischen 2 und 4 Mrd Euro kosten; genaue Zahlen sind schwer zu ermitteln. Das ist viel Geld. Mal ausgehend von 4 Mrd Euro entspricht das 4% der Summe, die dem Staat jährlich durch Steuerbetrug entgehen: Ca. 100 Mrd Euro. Die geschätzten Kosten durch Sozialbetrug beim Bürgergeld liegen bei ca. 60 Mio Euro (Zahlen von 2022) - das sind 0,6% davon.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wie viele Postings zum Thema Steuerbetrug &amp;amp; Steuerschaden durch hohe Einkommen und Unternehmen kennt ihr denn so? Warum schreibt denn niemand darüber, obwohl es doch so viel mehr Kosten verursacht?&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Ganze hat ein bisschen was von den Gladiatorenkämpfen im alten Rom... in der Arena kämpfen Menschen mit wenig Einkommen gegen Menschen mit Bürgergeld, während das Publikum auf den Rängen sich die Taschen voll macht. Das Interessante daran ist, dass die Gladiatoren mit den etwas besseren Waffen glauben, sie säßen im Publikum - anstatt zu merken, dass sie eigentlich nur verarscht werden. 😉&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Das ist übrigens kein Werbebeitrag für die Linken, mir geht es hier nicht um eine besondere Partei - sondern darum zu verstehen, warum und von wem solche Postings verbreitet werden. Ich selbst sitze nämlich in der Arena im Publikum - ich verdiene überdurchschnittlich gut, aber nicht so gut, dass ich dank Schlupflöchern und Konten in der Karibik keine Steuern bezahlen müsste. Und würde von den Plänen von AfD, CDU und FDP persönlich stark profitieren. Das Problem ist nur: Ich mag keine Gladiatorenkämpfe. Da unten kämpfen nämlich Freunde und Familienangehörige von mir mit.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 13 Dec 2023 14:17:38 GMT</pubDate>
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			<source:markdown>Weil ich aktuell immer häufiger Postings sehe, in denen es um die Bürgergeld-Erhöhung für 2024 geht, hier mal ein paar Gedanken dazu. In diesen Postings werden falsche Berechnungen dafür verwendet, dass man über zu hohes Bürgergeld auf der einen und zu niedrige Einkommen auf der anderen Seite schimpft.&#10;&#10;Zum Hintergrund: 2024 wird nach langem politischen Verhandeln das Bürgergeld angehoben.&#10;&#10;Alleinstehende: 502 -&gt; 563 EUR&#10;Jugendliche: 420 -&gt; 471 EUR&#10;Kinder 7-14 Jahre: 348 -&gt; 390 EUR&#10;Kinder bis 6 Jahre: 318 -&gt; 357 EUR&#10;&#10;Diese Grundbeträge sollte man erst einmal immer vor Augen haben, wenn man sich über das &quot;übermäßig hohe Bürgergeld&quot; aufregt. Und sich überlegen, wie ein Leben aussieht, wenn man 563 EUR im Monat zur Verfügung hat (von denen Stromkosten übrigens noch bezahlt werden müssen).&#10;&#10;In den aktuell von AfD, CDU und auch konservativen Journalisten verbreiteten Postings wird das Bürgergeld mit geringen Einkommen verglichen. Die Message hier ist: Arbeit lohnt sich nicht, Sozialleistungsempfänger kommen besser weg, ich muss Schmarotzer mit meinen Steuern finanzieren. NUR: Diese Modellrechnungen stimmen allesamt nicht. Mal ignorieren sie, dass das Kindergeld auf das Bürgergeld angerechnet wird. Mal werden Nebenkosten wie Stromkosten fälschlich ins Bürgergeld einberechnet. Und vor allem ignorieren alle diese Rechnungen, dass auch Menschen mit niedrigem Einkommen Sozialleistungen wie z.B. Wohngeld zusteht.&#10;&#10;Wenn man korrekt rechnet und alle Leistungen berücksichtigt, die auch Menschen mit niedrigen Einkommen zustehen, dann hat jemand der arbeitet, immer deutlich mehr Geld zur Verfügung. Konkretes Beispiel ist das Posting von Jan Fleischhauer, ein Journalist beim SPIEGEL, der vor kurzem folgende Rechnung in die sozialen Medien gehauen hat:&#10;&#10;&quot;Ein Paar mit 2 Kindern hat ab Januar Anspruch auf 2502 EUR Bürgergeld. Das entspricht einem Bruttogehalt von 3320 EUR. Ein Gehaltscheck zeigt, welche Berufe da noch mithalten können. Arzthelfer, Bäcker, Buchhalter, Bürokaufmann sind schon mal raus&quot;.&#10;&#10;Diese Rechnung stimmt nicht. Die Familie mit einem Bruttogehalt von 3320 EUR hätte bei selber Wohnungsgröße 610-780 mehr Euro; wenn beide Kinder unter 5 Jahren sind, wären es sogar 715-989 Euro mehr. Wer das genau nachrechnen will: Eine genaue Aufschlüsselung (Achtung, kompliziert), findet man hier - von einem Sozialarbeiter, der so etwas hauptberuflich macht: https://twitter.com/sozi\_simon/status/1729384118247436619&#10;&#10;Die interessante Frage ist, warum solche Postings vor allem aus den rechten Lagern verbreitet werden. Man kann natürlich vermuten, dass dies aus Versehen passiert, weil das deutsche Sozialleistungswesen enorm kompliziert ist. Es ist sehr schwierig, genau zu berechnen, wieviel aus welchen Töpfen jemandem zusteht. Auch die meisten Rechner im Web berücksichtigen nicht alle Faktoren. Da kann dann durchaus mal eine Falschrechnung bei herauskommen.&#10;&#10;Vielleicht steht aber auch eine politische Agenda dahinter. Denn für die gesellschaftliche Klasse, die viel Geld verdient und wenig bis gar keine Steuern bezahlt, ist es super, wenn sich Menschen mit niedrigem Einkommen mit denen kloppen, die gar kein Einkommen haben.&#10;&#10;Dazu passen die Steuerpläne der deutschen Parteien, die ich hier als Bild angefügt habe. AfD und CDU - also diejenigen, die diese Bürgergeldpostings verbreiten - wollen die Abgaben für hohe Einkommen reduzieren, während die Abgaben für Geringverdiener quasi gleich bleiben.&#10;&#10;Merkt ihr was?&#10;&#10;Die Bürgergelderhöhung wird den Staat übrigens zwischen 2 und 4 Mrd Euro kosten; genaue Zahlen sind schwer zu ermitteln. Das ist viel Geld. Mal ausgehend von 4 Mrd Euro entspricht das 4% der Summe, die dem Staat jährlich durch Steuerbetrug entgehen: Ca. 100 Mrd Euro. Die geschätzten Kosten durch Sozialbetrug beim Bürgergeld liegen bei ca. 60 Mio Euro (Zahlen von 2022) - das sind 0,6% davon.&#10;&#10;Wie viele Postings zum Thema Steuerbetrug &amp; Steuerschaden durch hohe Einkommen und Unternehmen kennt ihr denn so? Warum schreibt denn niemand darüber, obwohl es doch so viel mehr Kosten verursacht?&#10;&#10;Das Ganze hat ein bisschen was von den Gladiatorenkämpfen im alten Rom... in der Arena kämpfen Menschen mit wenig Einkommen gegen Menschen mit Bürgergeld, während das Publikum auf den Rängen sich die Taschen voll macht. Das Interessante daran ist, dass die Gladiatoren mit den etwas besseren Waffen glauben, sie säßen im Publikum - anstatt zu merken, dass sie eigentlich nur verarscht werden. 😉&#10;&#10;Das ist übrigens kein Werbebeitrag für die Linken, mir geht es hier nicht um eine besondere Partei - sondern darum zu verstehen, warum und von wem solche Postings verbreitet werden. Ich selbst sitze nämlich in der Arena im Publikum - ich verdiene überdurchschnittlich gut, aber nicht so gut, dass ich dank Schlupflöchern und Konten in der Karibik keine Steuern bezahlen müsste. Und würde von den Plänen von AfD, CDU und FDP persönlich stark profitieren. Das Problem ist nur: Ich mag keine Gladiatorenkämpfe. Da unten kämpfen nämlich Freunde und Familienangehörige von mir mit.</source:markdown>
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			<description>&lt;p&gt;Weil ich aktuell immer häufiger Postings sehe, in denen es um die Bürgergeld-Erhöhung für 2024 geht, hier mal ein paar Gedanken dazu. In diesen Postings werden falsche Berechnungen dafür verwendet, dass man über zu hohes Bürgergeld auf der einen und zu niedrige Einkommen auf der anderen Seite schimpft.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Zum Hintergrund: 2024 wird nach langem politischen Verhandeln das Bürgergeld angehoben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Alleinstehende: 502 -&amp;gt; 563 EUR&#10;Jugendliche: 420 -&amp;gt; 471 EUR&#10;Kinder 7-14 Jahre: 348 -&amp;gt; 390 EUR&#10;Kinder bis 6 Jahre: 318 -&amp;gt; 357 EUR&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diese Grundbeträge sollte man erst einmal immer vor Augen haben, wenn man sich über das &amp;quot;übermäßig hohe Bürgergeld&amp;quot; aufregt. Und sich überlegen, wie ein Leben aussieht, wenn man 563 EUR im Monat zur Verfügung hat (von denen Stromkosten übrigens noch bezahlt werden müssen).&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;In den aktuell von AfD, CDU und auch konservativen Journalisten verbreiteten Postings wird das Bürgergeld mit geringen Einkommen verglichen. Die Message hier ist: Arbeit lohnt sich nicht, Sozialleistungsempfänger kommen besser weg, ich muss Schmarotzer mit meinen Steuern finanzieren. NUR: Diese Modellrechnungen stimmen allesamt nicht. Mal ignorieren sie, dass das Kindergeld auf das Bürgergeld angerechnet wird. Mal werden Nebenkosten wie Stromkosten fälschlich ins Bürgergeld einberechnet. Und vor allem ignorieren alle diese Rechnungen, dass auch Menschen mit niedrigem Einkommen Sozialleistungen wie z.B. Wohngeld zusteht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wenn man korrekt rechnet und alle Leistungen berücksichtigt, die auch Menschen mit niedrigen Einkommen zustehen, dann hat jemand der arbeitet, immer deutlich mehr Geld zur Verfügung. Konkretes Beispiel ist das Posting von Jan Fleischhauer, ein Journalist beim SPIEGEL, der vor kurzem folgende Rechnung in die sozialen Medien gehauen hat:&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&amp;quot;Ein Paar mit 2 Kindern hat ab Januar Anspruch auf 2502 EUR Bürgergeld. Das entspricht einem Bruttogehalt von 3320 EUR. Ein Gehaltscheck zeigt, welche Berufe da noch mithalten können. Arzthelfer, Bäcker, Buchhalter, Bürokaufmann sind schon mal raus&amp;quot;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diese Rechnung stimmt nicht. Die Familie mit einem Bruttogehalt von 3320 EUR hätte bei selber Wohnungsgröße 610-780 mehr Euro; wenn beide Kinder unter 5 Jahren sind, wären es sogar 715-989 Euro mehr. Wer das genau nachrechnen will: Eine genaue Aufschlüsselung (Achtung, kompliziert), findet man hier - von einem Sozialarbeiter, der so etwas hauptberuflich macht: &lt;a href=&quot;https://twitter.com/sozi%5C_simon/status/1729384118247436619&quot;&gt;https://twitter.com/sozi\_simon/status/1729384118247436619&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die interessante Frage ist, warum solche Postings vor allem aus den rechten Lagern verbreitet werden. Man kann natürlich vermuten, dass dies aus Versehen passiert, weil das deutsche Sozialleistungswesen enorm kompliziert ist. Es ist sehr schwierig, genau zu berechnen, wieviel aus welchen Töpfen jemandem zusteht. Auch die meisten Rechner im Web berücksichtigen nicht alle Faktoren. Da kann dann durchaus mal eine Falschrechnung bei herauskommen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Vielleicht steht aber auch eine politische Agenda dahinter. Denn für die gesellschaftliche Klasse, die viel Geld verdient und wenig bis gar keine Steuern bezahlt, ist es super, wenn sich Menschen mit niedrigem Einkommen mit denen kloppen, die gar kein Einkommen haben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dazu passen die Steuerpläne der deutschen Parteien, die ich hier als Bild angefügt habe. AfD und CDU - also diejenigen, die diese Bürgergeldpostings verbreiten - wollen die Abgaben für hohe Einkommen reduzieren, während die Abgaben für Geringverdiener quasi gleich bleiben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Merkt ihr was?&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Bürgergelderhöhung wird den Staat übrigens zwischen 2 und 4 Mrd Euro kosten; genaue Zahlen sind schwer zu ermitteln. Das ist viel Geld. Mal ausgehend von 4 Mrd Euro entspricht das 4% der Summe, die dem Staat jährlich durch Steuerbetrug entgehen: Ca. 100 Mrd Euro. Die geschätzten Kosten durch Sozialbetrug beim Bürgergeld liegen bei ca. 60 Mio Euro (Zahlen von 2022) - das sind 0,6% davon.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wie viele Postings zum Thema Steuerbetrug &amp;amp; Steuerschaden durch hohe Einkommen und Unternehmen kennt ihr denn so? Warum schreibt denn niemand darüber, obwohl es doch so viel mehr Kosten verursacht?&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Ganze hat ein bisschen was von den Gladiatorenkämpfen im alten Rom... in der Arena kämpfen Menschen mit wenig Einkommen gegen Menschen mit Bürgergeld, während das Publikum auf den Rängen sich die Taschen voll macht. Das Interessante daran ist, dass die Gladiatoren mit den etwas besseren Waffen glauben, sie säßen im Publikum - anstatt zu merken, dass sie eigentlich nur verarscht werden. 😉&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Das ist übrigens kein Werbebeitrag für die Linken, mir geht es hier nicht um eine besondere Partei - sondern darum zu verstehen, warum und von wem solche Postings verbreitet werden. Ich selbst sitze nämlich in der Arena im Publikum - ich verdiene überdurchschnittlich gut, aber nicht so gut, dass ich dank Schlupflöchern und Konten in der Karibik keine Steuern bezahlen müsste. Und würde von den Plänen von AfD, CDU und FDP persönlich stark profitieren. Das Problem ist nur: Ich mag keine Gladiatorenkämpfe. Da unten kämpfen nämlich Freunde und Familienangehörige von mir mit.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 13 Dec 2023 14:17:08 GMT</pubDate>
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Und sich überlegen, wie ein Leben aussieht, wenn man 563 EUR im Monat zur Verfügung hat (von denen Stromkosten übrigens noch bezahlt werden müssen).&#10;&#10;In den aktuell von AfD, CDU und auch konservativen Journalisten verbreiteten Postings wird das Bürgergeld mit geringen Einkommen verglichen. Die Message hier ist: Arbeit lohnt sich nicht, Sozialleistungsempfänger kommen besser weg, ich muss Schmarotzer mit meinen Steuern finanzieren. NUR: Diese Modellrechnungen stimmen allesamt nicht. Mal ignorieren sie, dass das Kindergeld auf das Bürgergeld angerechnet wird. Mal werden Nebenkosten wie Stromkosten fälschlich ins Bürgergeld einberechnet. Und vor allem ignorieren alle diese Rechnungen, dass auch Menschen mit niedrigem Einkommen Sozialleistungen wie z.B. Wohngeld zusteht.&#10;&#10;Wenn man korrekt rechnet und alle Leistungen berücksichtigt, die auch Menschen mit niedrigen Einkommen zustehen, dann hat jemand der arbeitet, immer deutlich mehr Geld zur Verfügung. Konkretes Beispiel ist das Posting von Jan Fleischhauer, ein Journalist beim SPIEGEL, der vor kurzem folgende Rechnung in die sozialen Medien gehauen hat:&#10;&#10;&quot;Ein Paar mit 2 Kindern hat ab Januar Anspruch auf 2502 EUR Bürgergeld. Das entspricht einem Bruttogehalt von 3320 EUR. Ein Gehaltscheck zeigt, welche Berufe da noch mithalten können. Arzthelfer, Bäcker, Buchhalter, Bürokaufmann sind schon mal raus&quot;.&#10;&#10;Diese Rechnung stimmt nicht. Die Familie mit einem Bruttogehalt von 3320 EUR hätte bei selber Wohnungsgröße 610-780 mehr Euro; wenn beide Kinder unter 5 Jahren sind, wären es sogar 715-989 Euro mehr. Wer das genau nachrechnen will: Eine genaue Aufschlüsselung (Achtung, kompliziert), findet man hier - von einem Sozialarbeiter, der so etwas hauptberuflich macht: https://twitter.com/sozi\_simon/status/1729384118247436619&#10;&#10;Die interessante Frage ist, warum solche Postings vor allem aus den rechten Lagern verbreitet werden. Man kann natürlich vermuten, dass dies aus Versehen passiert, weil das deutsche Sozialleistungswesen enorm kompliziert ist. Es ist sehr schwierig, genau zu berechnen, wieviel aus welchen Töpfen jemandem zusteht. Auch die meisten Rechner im Web berücksichtigen nicht alle Faktoren. Da kann dann durchaus mal eine Falschrechnung bei herauskommen.&#10;&#10;Vielleicht steht aber auch eine politische Agenda dahinter. Denn für die gesellschaftliche Klasse, die viel Geld verdient und wenig bis gar keine Steuern bezahlt, ist es super, wenn sich Menschen mit niedrigem Einkommen mit denen kloppen, die gar kein Einkommen haben.&#10;&#10;Dazu passen die Steuerpläne der deutschen Parteien, die ich hier als Bild angefügt habe. AfD und CDU - also diejenigen, die diese Bürgergeldpostings verbreiten - wollen die Abgaben für hohe Einkommen reduzieren, während die Abgaben für Geringverdiener quasi gleich bleiben.&#10;&#10;Merkt ihr was?&#10;&#10;Die Bürgergelderhöhung wird den Staat übrigens zwischen 2 und 4 Mrd Euro kosten; genaue Zahlen sind schwer zu ermitteln. Das ist viel Geld. Mal ausgehend von 4 Mrd Euro entspricht das 4% der Summe, die dem Staat jährlich durch Steuerbetrug entgehen: Ca. 100 Mrd Euro. Die geschätzten Kosten durch Sozialbetrug beim Bürgergeld liegen bei ca. 60 Mio Euro (Zahlen von 2022) - das sind 0,6% davon.&#10;&#10;Wie viele Postings zum Thema Steuerbetrug &amp; Steuerschaden durch hohe Einkommen und Unternehmen kennt ihr denn so? Warum schreibt denn niemand darüber, obwohl es doch so viel mehr Kosten verursacht?&#10;&#10;Das Ganze hat ein bisschen was von den Gladiatorenkämpfen im alten Rom... in der Arena kämpfen Menschen mit wenig Einkommen gegen Menschen mit Bürgergeld, während das Publikum auf den Rängen sich die Taschen voll macht. Das Interessante daran ist, dass die Gladiatoren mit den etwas besseren Waffen glauben, sie säßen im Publikum - anstatt zu merken, dass sie eigentlich nur verarscht werden. 😉&#10;&#10;Das ist übrigens kein Werbebeitrag für die Linken, mir geht es hier nicht um eine besondere Partei - sondern darum zu verstehen, warum und von wem solche Postings verbreitet werden. Ich selbst sitze nämlich in der Arena im Publikum - ich verdiene überdurchschnittlich gut, aber nicht so gut, dass ich dank Schlupflöchern und Konten in der Karibik keine Steuern bezahlen müsste. Und würde von den Plänen von AfD, CDU und FDP persönlich stark profitieren. Das Problem ist nur: Ich mag keine Gladiatorenkämpfe. Da unten kämpfen nämlich Freunde und Familienangehörige von mir mit.</source:markdown>
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			<description>&lt;p&gt;Weil ich aktuell immer häufiger Postings sehe, in denen es um die Bürgergeld-Erhöhung für 2024 geht, hier mal ein paar Gedanken dazu. In diesen Postings werden falsche Berechnungen dafür verwendet, dass man über zu hohes Bürgergeld auf der einen und zu niedrige Einkommen auf der anderen Seite schimpft.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Zum Hintergrund: 2024 wird nach langem politischen Verhandeln das Bürgergeld angehoben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Alleinstehende: 502 -&amp;gt; 563 EUR&#10;Jugendliche: 420 -&amp;gt; 471 EUR&#10;Kinder 7-14 Jahre: 348 -&amp;gt; 390 EUR&#10;Kinder bis 6 Jahre: 318 -&amp;gt; 357 EUR&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diese Grundbeträge sollte man erst einmal immer vor Augen haben, wenn man sich über das &amp;quot;übermäßig hohe Bürgergeld&amp;quot; aufregt. 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Wohngeld zusteht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wenn man korrekt rechnet und alle Leistungen berücksichtigt, die auch Menschen mit niedrigen Einkommen zustehen, dann hat jemand der arbeitet, immer deutlich mehr Geld zur Verfügung. Konkretes Beispiel ist das Posting von Jan Fleischhauer, ein Journalist beim SPIEGEL, der vor kurzem folgende Rechnung in die sozialen Medien gehauen hat:&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&amp;quot;Ein Paar mit 2 Kindern hat ab Januar Anspruch auf 2502 EUR Bürgergeld. Das entspricht einem Bruttogehalt von 3320 EUR. Ein Gehaltscheck zeigt, welche Berufe da noch mithalten können. Arzthelfer, Bäcker, Buchhalter, Bürokaufmann sind schon mal raus&amp;quot;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diese Rechnung stimmt nicht. Die Familie mit einem Bruttogehalt von 3320 EUR hätte bei selber Wohnungsgröße 610-780 mehr Euro; wenn beide Kinder unter 5 Jahren sind, wären es sogar 715-989 Euro mehr. Wer das genau nachrechnen will: Eine genaue Aufschlüsselung (Achtung, kompliziert), findet man hier - von einem Sozialarbeiter, der so etwas hauptberuflich macht: &lt;a href=&quot;https://twitter.com/sozi%5C_simon/status/1729384118247436619&quot;&gt;https://twitter.com/sozi\_simon/status/1729384118247436619&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die interessante Frage ist, warum solche Postings vor allem aus den rechten Lagern verbreitet werden. Man kann natürlich vermuten, dass dies aus Versehen passiert, weil das deutsche Sozialleistungswesen enorm kompliziert ist. Es ist sehr schwierig, genau zu berechnen, wieviel aus welchen Töpfen jemandem zusteht. Auch die meisten Rechner im Web berücksichtigen nicht alle Faktoren. Da kann dann durchaus mal eine Falschrechnung bei herauskommen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Vielleicht steht aber auch eine politische Agenda dahinter. Denn für die gesellschaftliche Klasse, die viel Geld verdient und wenig bis gar keine Steuern bezahlt, ist es super, wenn sich Menschen mit niedrigem Einkommen mit denen kloppen, die gar kein Einkommen haben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dazu passen die Steuerpläne der deutschen Parteien, die ich hier als Bild angefügt habe. AfD und CDU - also diejenigen, die diese Bürgergeldpostings verbreiten - wollen die Abgaben für hohe Einkommen reduzieren, während die Abgaben für Geringverdiener quasi gleich bleiben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Merkt ihr was?&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Bürgergelderhöhung wird den Staat übrigens zwischen 2 und 4 Mrd Euro kosten; genaue Zahlen sind schwer zu ermitteln. Das ist viel Geld. Mal ausgehend von 4 Mrd Euro entspricht das 4% der Summe, die dem Staat jährlich durch Steuerbetrug entgehen: Ca. 100 Mrd Euro. Die geschätzten Kosten durch Sozialbetrug beim Bürgergeld liegen bei ca. 60 Mio Euro (Zahlen von 2022) - das sind 0,6% davon.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wie viele Postings zum Thema Steuerbetrug &amp;amp; Steuerschaden durch hohe Einkommen und Unternehmen kennt ihr denn so? Warum schreibt denn niemand darüber, obwohl es doch so viel mehr Kosten verursacht?&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Ganze hat ein bisschen was von den Gladiatorenkämpfen im alten Rom... in der Arena kämpfen Menschen mit wenig Einkommen gegen Menschen mit Bürgergeld, während das Publikum auf den Rängen sich die Taschen voll macht. Das Interessante daran ist, dass die Gladiatoren mit den etwas besseren Waffen glauben, sie säßen im Publikum - anstatt zu merken, dass sie eigentlich nur verarscht werden. 😉&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Das ist übrigens kein Werbebeitrag für die Linken, mir geht es hier nicht um eine besondere Partei - sondern darum zu verstehen, warum und von wem solche Postings verbreitet werden. Ich selbst sitze nämlich in der Arena im Publikum - ich verdiene überdurchschnittlich gut, aber nicht so gut, dass ich dank Schlupflöchern und Konten in der Karibik keine Steuern bezahlen müsste. Und würde von den Plänen von AfD, CDU und FDP persönlich stark profitieren. Das Problem ist nur: Ich mag keine Gladiatorenkämpfe. Da unten kämpfen nämlich Freunde und Familienangehörige von mir mit.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 13 Dec 2023 14:16:52 GMT</pubDate>
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Und sich überlegen, wie ein Leben aussieht, wenn man 563 EUR im Monat zur Verfügung hat (von denen Stromkosten übrigens noch bezahlt werden müssen).&#10;&#10;In den aktuell von AfD, CDU und auch konservativen Journalisten verbreiteten Postings wird das Bürgergeld mit geringen Einkommen verglichen. Die Message hier ist: Arbeit lohnt sich nicht, Sozialleistungsempfänger kommen besser weg, ich muss Schmarotzer mit meinen Steuern finanzieren. NUR: Diese Modellrechnungen stimmen allesamt nicht. Mal ignorieren sie, dass das Kindergeld auf das Bürgergeld angerechnet wird. Mal werden Nebenkosten wie Stromkosten fälschlich ins Bürgergeld einberechnet. Und vor allem ignorieren alle diese Rechnungen, dass auch Menschen mit niedrigem Einkommen Sozialleistungen wie z.B. Wohngeld zusteht.&#10;&#10;Wenn man korrekt rechnet und alle Leistungen berücksichtigt, die auch Menschen mit niedrigen Einkommen zustehen, dann hat jemand der arbeitet, immer deutlich mehr Geld zur Verfügung. Konkretes Beispiel ist das Posting von Jan Fleischhauer, ein Journalist beim SPIEGEL, der vor kurzem folgende Rechnung in die sozialen Medien gehauen hat:&#10;&#10;&quot;Ein Paar mit 2 Kindern hat ab Januar Anspruch auf 2502 EUR Bürgergeld. Das entspricht einem Bruttogehalt von 3320 EUR. Ein Gehaltscheck zeigt, welche Berufe da noch mithalten können. Arzthelfer, Bäcker, Buchhalter, Bürokaufmann sind schon mal raus&quot;.&#10;&#10;Diese Rechnung stimmt nicht. Die Familie mit einem Bruttogehalt von 3320 EUR hätte bei selber Wohnungsgröße 610-780 mehr Euro; wenn beide Kinder unter 5 Jahren sind, wären es sogar 715-989 Euro mehr. Wer das genau nachrechnen will: Eine genaue Aufschlüsselung (Achtung, kompliziert), findet man hier - von einem Sozialarbeiter, der so etwas hauptberuflich macht: https://twitter.com/sozi\_simon/status/1729384118247436619&#10;&#10;Die interessante Frage ist, warum solche Postings vor allem aus den rechten Lagern verbreitet werden. Man kann natürlich vermuten, dass dies aus Versehen passiert, weil das deutsche Sozialleistungswesen enorm kompliziert ist. Es ist sehr schwierig, genau zu berechnen, wieviel aus welchen Töpfen jemandem zusteht. Auch die meisten Rechner im Web berücksichtigen nicht alle Faktoren. Da kann dann durchaus mal eine Falschrechnung bei herauskommen.&#10;&#10;Vielleicht steht aber auch eine politische Agenda dahinter. Denn für die gesellschaftliche Klasse, die viel Geld verdient und wenig bis gar keine Steuern bezahlt, ist es super, wenn sich Menschen mit niedrigem Einkommen mit denen kloppen, die gar kein Einkommen haben.&#10;&#10;Dazu passen die Steuerpläne der deutschen Parteien, die ich hier als Bild angefügt habe. AfD und CDU - also diejenigen, die diese Bürgergeldpostings verbreiten - wollen die Abgaben für hohe Einkommen reduzieren, während die Abgaben für Geringverdiener quasi gleich bleiben.&#10;&#10;Merkt ihr was?&#10;&#10;Die Bürgergelderhöhung wird den Staat übrigens zwischen 2 und 4 Mrd Euro kosten; genaue Zahlen sind schwer zu ermitteln. Das ist viel Geld. Mal ausgehend von 4 Mrd Euro entspricht das 4% der Summe, die dem Staat jährlich durch Steuerbetrug entgehen: Ca. 100 Mrd Euro. Die geschätzten Kosten durch Sozialbetrug beim Bürgergeld liegen bei ca. 60 Mio Euro (Zahlen von 2022) - das sind 0,6% davon.&#10;&#10;Wie viele Postings zum Thema Steuerbetrug &amp; Steuerschaden durch hohe Einkommen und Unternehmen kennt ihr denn so? Warum schreibt denn niemand darüber, obwohl es doch so viel mehr Kosten verursacht?&#10;&#10;Das Ganze hat ein bisschen was von den Gladiatorenkämpfen im alten Rom... in der Arena kämpfen Menschen mit wenig Einkommen gegen Menschen mit Bürgergeld, während das Publikum auf den Rängen sich die Taschen voll macht. Das Interessante daran ist, dass die Gladiatoren mit den etwas besseren Waffen glauben, sie säßen im Publikum - anstatt zu merken, dass sie eigentlich nur verarscht werden. 😉&#10;&#10;Das ist übrigens kein Werbebeitrag für die Linken, mir geht es hier nicht um eine besondere Partei - sondern darum zu verstehen, warum und von wem solche Postings verbreitet werden. Ich selbst sitze nämlich in der Arena im Publikum - ich verdiene überdurchschnittlich gut, aber nicht so gut, dass ich dank Schlupflöchern und Konten in der Karibik keine Steuern bezahlen müsste. Und würde von den Plänen von AfD, CDU und FDP persönlich stark profitieren. Das Problem ist nur: Ich mag keine Gladiatorenkämpfe. Da unten kämpfen nämlich Freunde und Familienangehörige von mir mit.</source:markdown>
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			<description>&lt;p&gt;Weil ich aktuell immer häufiger Postings sehe, in denen es um die Bürgergeld-Erhöhung für 2024 geht, hier mal ein paar Gedanken dazu. In diesen Postings werden falsche Berechnungen dafür verwendet, dass man über zu hohes Bürgergeld auf der einen und zu niedrige Einkommen auf der anderen Seite schimpft.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Zum Hintergrund: 2024 wird nach langem politischen Verhandeln das Bürgergeld angehoben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Alleinstehende: 502 -&amp;gt; 563 EUR&#10;Jugendliche: 420 -&amp;gt; 471 EUR&#10;Kinder 7-14 Jahre: 348 -&amp;gt; 390 EUR&#10;Kinder bis 6 Jahre: 318 -&amp;gt; 357 EUR&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diese Grundbeträge sollte man erst einmal immer vor Augen haben, wenn man sich über das &amp;quot;übermäßig hohe Bürgergeld&amp;quot; aufregt. Und sich überlegen, wie ein Leben aussieht, wenn man 563 EUR im Monat zur Verfügung hat (von denen Stromkosten übrigens noch bezahlt werden müssen).&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;In den aktuell von AfD, CDU und auch konservativen Journalisten verbreiteten Postings wird das Bürgergeld mit geringen Einkommen verglichen. Die Message hier ist: Arbeit lohnt sich nicht, Sozialleistungsempfänger kommen besser weg, ich muss Schmarotzer mit meinen Steuern finanzieren. NUR: Diese Modellrechnungen stimmen allesamt nicht. Mal ignorieren sie, dass das Kindergeld auf das Bürgergeld angerechnet wird. Mal werden Nebenkosten wie Stromkosten fälschlich ins Bürgergeld einberechnet. Und vor allem ignorieren alle diese Rechnungen, dass auch Menschen mit niedrigem Einkommen Sozialleistungen wie z.B. Wohngeld zusteht.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wenn man korrekt rechnet und alle Leistungen berücksichtigt, die auch Menschen mit niedrigen Einkommen zustehen, dann hat jemand der arbeitet, immer deutlich mehr Geld zur Verfügung. Konkretes Beispiel ist das Posting von Jan Fleischhauer, ein Journalist beim SPIEGEL, der vor kurzem folgende Rechnung in die sozialen Medien gehauen hat:&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&amp;quot;Ein Paar mit 2 Kindern hat ab Januar Anspruch auf 2502 EUR Bürgergeld. Das entspricht einem Bruttogehalt von 3320 EUR. Ein Gehaltscheck zeigt, welche Berufe da noch mithalten können. Arzthelfer, Bäcker, Buchhalter, Bürokaufmann sind schon mal raus&amp;quot;.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Diese Rechnung stimmt nicht. Die Familie mit einem Bruttogehalt von 3320 EUR hätte bei selber Wohnungsgröße 610-780 mehr Euro; wenn beide Kinder unter 5 Jahren sind, wären es sogar 715-989 Euro mehr. Wer das genau nachrechnen will: Eine genaue Aufschlüsselung (Achtung, kompliziert), findet man hier - von einem Sozialarbeiter, der so etwas hauptberuflich macht: &lt;a href=&quot;https://twitter.com/sozi%5C_simon/status/1729384118247436619&quot;&gt;https://twitter.com/sozi\_simon/status/1729384118247436619&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die interessante Frage ist, warum solche Postings vor allem aus den rechten Lagern verbreitet werden. Man kann natürlich vermuten, dass dies aus Versehen passiert, weil das deutsche Sozialleistungswesen enorm kompliziert ist. Es ist sehr schwierig, genau zu berechnen, wieviel aus welchen Töpfen jemandem zusteht. Auch die meisten Rechner im Web berücksichtigen nicht alle Faktoren. Da kann dann durchaus mal eine Falschrechnung bei herauskommen.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Vielleicht steht aber auch eine politische Agenda dahinter. Denn für die gesellschaftliche Klasse, die viel Geld verdient und wenig bis gar keine Steuern bezahlt, ist es super, wenn sich Menschen mit niedrigem Einkommen mit denen kloppen, die gar kein Einkommen haben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Dazu passen die Steuerpläne der deutschen Parteien, die ich hier als Bild angefügt habe. AfD und CDU - also diejenigen, die diese Bürgergeldpostings verbreiten - wollen die Abgaben für hohe Einkommen reduzieren, während die Abgaben für Geringverdiener quasi gleich bleiben.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Merkt ihr was?&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Bürgergelderhöhung wird den Staat übrigens zwischen 2 und 4 Mrd Euro kosten; genaue Zahlen sind schwer zu ermitteln. Das ist viel Geld. Mal ausgehend von 4 Mrd Euro entspricht das 4% der Summe, die dem Staat jährlich durch Steuerbetrug entgehen: Ca. 100 Mrd Euro. Die geschätzten Kosten durch Sozialbetrug beim Bürgergeld liegen bei ca. 60 Mio Euro (Zahlen von 2022) - das sind 0,6% davon.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Wie viele Postings zum Thema Steuerbetrug &amp;amp; Steuerschaden durch hohe Einkommen und Unternehmen kennt ihr denn so? Warum schreibt denn niemand darüber, obwohl es doch so viel mehr Kosten verursacht?&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Das Ganze hat ein bisschen was von den Gladiatorenkämpfen im alten Rom... in der Arena kämpfen Menschen mit wenig Einkommen gegen Menschen mit Bürgergeld, während das Publikum auf den Rängen sich die Taschen voll macht. Das Interessante daran ist, dass die Gladiatoren mit den etwas besseren Waffen glauben, sie säßen im Publikum - anstatt zu merken, dass sie eigentlich nur verarscht werden. 😉&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Das ist übrigens kein Werbebeitrag für die Linken, mir geht es hier nicht um eine besondere Partei - sondern darum zu verstehen, warum und von wem solche Postings verbreitet werden. Ich selbst sitze nämlich in der Arena im Publikum - ich verdiene überdurchschnittlich gut, aber nicht so gut, dass ich dank Schlupflöchern und Konten in der Karibik keine Steuern bezahlen müsste. Und würde von den Plänen von AfD, CDU und FDP persönlich stark profitieren. Das Problem ist nur: Ich mag keine Gladiatorenkämpfe. Da unten kämpfen nämlich Freunde und Familienangehörige von mir mit.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 13 Dec 2023 14:14:17 GMT</pubDate>
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			<source:markdown>Weil ich aktuell immer häufiger Postings sehe, in denen es um die Bürgergeld-Erhöhung für 2024 geht, hier mal ein paar Gedanken dazu. In diesen Postings werden falsche Berechnungen dafür verwendet, dass man über zu hohes Bürgergeld auf der einen und zu niedrige Einkommen auf der anderen Seite schimpft.&#10;&#10;Zum Hintergrund: 2024 wird nach langem politischen Verhandeln das Bürgergeld angehoben.&#10;&#10;Alleinstehende: 502 -&gt; 563 EUR&#10;Jugendliche: 420 -&gt; 471 EUR&#10;Kinder 7-14 Jahre: 348 -&gt; 390 EUR&#10;Kinder bis 6 Jahre: 318 -&gt; 357 EUR&#10;&#10;Diese Grundbeträge sollte man erst einmal immer vor Augen haben, wenn man sich über das &quot;übermäßig hohe Bürgergeld&quot; aufregt. Und sich überlegen, wie ein Leben aussieht, wenn man 563 EUR im Monat zur Verfügung hat (von denen Stromkosten übrigens noch bezahlt werden müssen).&#10;&#10;In den aktuell von AfD, CDU und auch konservativen Journalisten verbreiteten Postings wird das Bürgergeld mit geringen Einkommen verglichen. Die Message hier ist: Arbeit lohnt sich nicht, Sozialleistungsempfänger kommen besser weg, ich muss Schmarotzer mit meinen Steuern finanzieren. NUR: Diese Modellrechnungen stimmen allesamt nicht. Mal ignorieren sie, dass das Kindergeld auf das Bürgergeld angerechnet wird. Mal werden Nebenkosten wie Stromkosten fälschlich ins Bürgergeld einberechnet. Und vor allem ignorieren alle diese Rechnungen, dass auch Menschen mit niedrigem Einkommen Sozialleistungen wie z.B. Wohngeld zusteht.&#10;&#10;Wenn man korrekt rechnet und alle Leistungen berücksichtigt, die auch Menschen mit niedrigen Einkommen zustehen, dann hat jemand der arbeitet, immer deutlich mehr Geld zur Verfügung. Konkretes Beispiel ist das Posting von Jan Fleischhauer, ein Journalist beim SPIEGEL, der vor kurzem folgende Rechnung in die sozialen Medien gehauen hat:&#10;&#10;&quot;Ein Paar mit 2 Kindern hat ab Januar Anspruch auf 2502 EUR Bürgergeld. Das entspricht einem Bruttogehalt von 3320 EUR. Ein Gehaltscheck zeigt, welche Berufe da noch mithalten können. Arzthelfer, Bäcker, Buchhalter, Bürokaufmann sind schon mal raus&quot;.&#10;&#10;Diese Rechnung stimmt nicht. Die Familie mit einem Bruttogehalt von 3320 EUR hätte bei selber Wohnungsgröße 610-780 mehr Euro; wenn beide Kinder unter 5 Jahren sind, wären es sogar 715-989 Euro mehr. Wer das genau nachrechnen will: Eine genaue Aufschlüsselung (Achtung, kompliziert), findet man hier - von einem Sozialarbeiter, der so etwas hauptberuflich macht: https://twitter.com/sozi\_simon/status/1729384118247436619&#10;&#10;Die interessante Frage ist, warum solche Postings vor allem aus den rechten Lagern verbreitet werden. Man kann natürlich vermuten, dass dies aus Versehen passiert, weil das deutsche Sozialleistungswesen enorm kompliziert ist. Es ist sehr schwierig, genau zu berechnen, wieviel aus welchen Töpfen jemandem zusteht. Auch die meisten Rechner im Web berücksichtigen nicht alle Faktoren. Da kann dann durchaus mal eine Falschrechnung bei herauskommen.&#10;&#10;Vielleicht steht aber auch eine politische Agenda dahinter. Denn für die gesellschaftliche Klasse, die viel Geld verdient und wenig bis gar keine Steuern bezahlt, ist es super, wenn sich Menschen mit niedrigem Einkommen mit denen kloppen, die gar kein Einkommen haben.&#10;&#10;Dazu passen die Steuerpläne der deutschen Parteien, die ich hier als Bild angefügt habe. AfD und CDU - also diejenigen, die diese Bürgergeldpostings verbreiten - wollen die Abgaben für hohe Einkommen reduzieren, während die Abgaben für Geringverdiener quasi gleich bleiben.&#10;&#10;Merkt ihr was?&#10;&#10;Die Bürgergelderhöhung wird den Staat übrigens zwischen 2 und 4 Mrd Euro kosten; genaue Zahlen sind schwer zu ermitteln. Das ist viel Geld. Mal ausgehend von 4 Mrd Euro entspricht das 4% der Summe, die dem Staat jährlich durch Steuerbetrug entgehen: Ca. 100 Mrd Euro. Die geschätzten Kosten durch Sozialbetrug beim Bürgergeld liegen bei ca. 60 Mio Euro (Zahlen von 2022) - das sind 0,6% davon.&#10;&#10;Wie viele Postings zum Thema Steuerbetrug &amp; Steuerschaden durch hohe Einkommen und Unternehmen kennt ihr denn so? Warum schreibt denn niemand darüber, obwohl es doch so viel mehr Kosten verursacht?&#10;&#10;Das Ganze hat ein bisschen was von den Gladiatorenkämpfen im alten Rom... in der Arena kämpfen Menschen mit wenig Einkommen gegen Menschen mit Bürgergeld, während das Publikum auf den Rängen sich die Taschen voll macht. Das Interessante daran ist, dass die Gladiatoren mit den etwas besseren Waffen glauben, sie säßen im Publikum - anstatt zu merken, dass sie eigentlich nur verarscht werden. 😉&#10;&#10;Das ist übrigens kein Werbebeitrag für die Linken, mir geht es hier nicht um eine besondere Partei - sondern darum zu verstehen, warum und von wem solche Postings verbreitet werden. Ich selbst sitze nämlich in der Arena im Publikum - ich verdiene überdurchschnittlich gut, aber nicht so gut, dass ich dank Schlupflöchern und Konten in der Karibik keine Steuern bezahlen müsste. Und würde von den Plänen von AfD, CDU und FDP persönlich stark profitieren. Das Problem ist nur: Ich mag keine Gladiatorenkämpfe. Da unten kämpfen nämlich Freunde und Familienangehörige von mir mit.</source:markdown>
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